Mit dem Handy seinen Einkauf zu bezahlen, ist eine Vision, die schon lange in der Luft schwebt. Zahlungsanbieter existieren selbst in Deutschland bereits einige, viele Handys verfügen auch schon über einen eingebauten NFC-Chip. Nur bisher war hierzulande eine Zahlung mit dem kontaktlosen Übertragungsstandard NFC nur mit Hilfe von Giro- oder Kreditkarte oder im Falle von mpass, dem Payment Dienst einiger deutscher Mobilfunknetzbetreiber, nur mit einem NFC-Aufkleber am Handy möglich. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona haben nun Visa und Samsung eine gemeinsame Allianz angekündigt, die als Wegbereiter für die NFC-Zahlung direkt mit dem Handy wirken soll.
Stolpersteine auf dem Weg zum mobilen Bezahlen
Abgesehen von der Tatsache, dass Datenschützer immer wieder gegen den Übertragungsstandard Sturm laufen, waren bisher Integrationsschwierigkeiten teilweise verantwortlich für die Verzögerungen beim NFC-Standard im Handy. Vereinfacht ausgedrückt müssen die Bank- und Zahlungsdaten in irgendeiner Form sicher in das Handy integriert werden. Meist dient als Grundlage für Zahlungen eine „digitale Geldbörse“, ein sogenanntes „Mobile Wallet“. Handys mit NFC-Technik verfügen aber nicht automatisch über die nötigen Sicherheitsmechanismen, um ein solches Wallet und die damit verbundenen Sicherheitselemente aufzunehmen. Bisher waren die meisten Bemühungen in dieser Richtung in Form von Pilotprojekten zu entdecken. Jetzt soll die Integration der Visa-Technologie in den neuen Samsung Mobilfunkgeräten dieses Manko beheben.
Mobile Payment: Samsung Handys zukünftig mit Visa-Technologie ausgestattet
Die Zusammenarbeit zwischen Samsung und Visa soll dabei im Wesentlichen die nachfolgenden Punkte umfassen.
- Strategische, weltweite Zusammenarbeit Samsung wird in Zusammenarbeit mit Visa die nächste Generation der mobilen Endgeräte mit Visa-Technologie ausstatten. Um die Verbreitung der Zahlungslösung voranzutreiben, wollen Samsung und Visa Bankinstitute mit ins Boot holen.
- Sichere Integration von Zahlungsinformationen Damit Banken großflächige Angebote starten können, will Samsung die Möglichkeit anbieten, zukünftig Zahlungsinformationen über das Mobilfunknetz auf ein Handy zu laden und in einem speziell gesicherten Chip zu speichern. Hier sollen der „Visa Mobile Provisioning Service“ für die Übertragung der Kontendaten und das „Samsung Key Management System“ für die sichere Speicherung auf dem Endgerät zuständig sein.
- Samsung Galaxy S4 und ausgewählte Geräte ab Werk mit Visa payWave ausgestattet Das payWave Applet wird auf einige Samsung-Geräte der nächsten Generation, die bereits über NFC und den Sicherheitschip verfügen, vorinstalliert. Installiert der Kunde dann noch die Zahlungsapp der Bank seiner Wahl, kann es mit dem mobilen Bezahlen losgehen. Am 14. März wird mit dem neuen Samsung Galaxy S4 das erste Gerät mit den neuen NFC-Zahlungsfeatures vorgestellt.
Die Kooperation zwischen beiden Unternehmen hat keinen exklusiven Charakter, es steht zu erwarten, das beide Partner in Zukunft auch mit Wettbewerbern zusammenarbeiten werden. Der gerade gestartete MasterPass Dienst von Mastercard drängt sich da geradezu als nächster Schritt auf.
Weiterführende Links
- MasterPass: Mastercard greift Paypal an - und ist dabei in guter Gesellschaft - t3n News
- mpass: o2 führt Echtzeit-Überweisung von Handy zu Handy ein - t3n News
- MWC 2013-Special: News, Tipps & Infos zu MWC 2013 - t3n News
- Galaxy S4: Samsung bestätigt Termin für Unpacked Event [Update] - t3n News









von Ulli Pesch via facebook 27.02.2013 (17:01Uhr) 1.
Gute Idee - das wäre der Durchbruch (wenn die Carrier mitmachen würden, wär´s ja noch einfacher... Davon könnten v.a. die arg gebeutelten Verlage profitieren...
von Mobile Payment: Warum Samsung den Durchb… 21.03.2013 (08:18Uhr) 2.
[...] Informationen oder durch technische Nachbesserung. Auf dem Gebiet der technischen Nachbesserung ist Samsung im Moment ein Vorreiter Samsung unterstützt jetzt Mobile Payment (Bildmaterial: [...]