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Mobile-Strategie: So finden Shops die passende Lösung

Mobile-Strategie: So finden Shops die passende Lösung

Welche Mobile-Strategie ist für Shops und Shopbetreiber die richtige? Die Messe hat sich in diesem Sektor umgesehen und liefert einige wichtige Antworten.

Mobile-Strategie: So finden Shops die passende Lösung

Gerade Shops brauchen eine Mobile-Strategie. (Grafik: Shutterstock)

Shopbetreiber reiben sich gerade die Augen. Der Anstieg der mobilen Zugriffe auf ihre Plattformen ist in den vergangenen zwölf Monaten enorm angestiegen und hat einige Prognosen sogar übertroffen. So hatte zum Beispiel Adobe in seinem Shopping Forecast 2014 mit einer 14-prozentigen Steigerung mobil getätigter Weihnachtseinkäufe gerechnet und veröffentlichte gerade, dass der Einkauf mit Smartphones und Tablets hierzulande sogar um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen sei.

Doch welches ist die richtige Mobile-Strategie für Unternehmen und welche Potenziale bieten sich? Die Internet World Messe ist der Frage nachgegangen und eines ist jetzt schon klar: Eine griffige Mobile-Strategie hört nicht bei der mobilen Nutzung auf, sondern verfolgt einen integrierten Ansatz bis hin ins Verkaufslokal. Denn noch nie gab es ein persönlicheres Gerät als das Smartphone, mit dem sich der Kunde identifizieren lässt.

Mobile-Strategie für Shops: Auf welche Technologie soll man setzen?

Mit Technologien wie Beacons, NFC, RFID oder QR-Codes führen diverse Einzelhändler schon erste Pilot-Projekte durch. (Foto: Shutterstock)
Mit Technologien wie Beacons, NFC, RFID oder QR-Codes führen diverse Einzelhändler schon erste Pilot-Projekte durch. (Foto: Shutterstock)

Inzwischen ist bei Smartphones eine gewisse App-Müdigkeit festzustellen. Ohne Mehrwert wird nicht mehr installiert. Die Tendenz geht eindeutig weg von der App hinzu mobil-optimierten Webseiten für Smartphones. In der Branche haben sich zwei Lager gebildet: Die einen schwören auf Responsive-Technologien, die anderen auf mobil-optimierte Web-Templates, die sich auch weiter entwickeln und zusätzlich als Hybride-Apps über App-Stores vermarkten lassen. Grundsätzlich gilt folgende Faustregel: Je einfacher eine Webseite ist und je weniger Interaktionen gefordert sind, desto besser eignen sich responsive Lösungen, bei denen dieselbe Webseite sowohl für Desktop, Tablet als auch Smartphones ausgeliefert wird und sich entsprechend anpasst.

Jedoch greift eine Mobile-Strategie für Shops, die nur den Informationsabruf, Kaufanbahnung oder gar den Kauf unterwegs abdeckt, zu kurz. Gerade für viele stationäre Händler bietet sich Mobile auch als Identifikationsmittel in der Fläche an. 72 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer bekunden hohes Interesse an der Nutzung ihrer mobilen Geräte beim Einkaufsbummel durch Läden, Kaufhäuser und Einkaufszentren, so das Ergebnis einer Studie, die die Internet World Messe bei Fittkau und Maaß in Auftrag gegeben hat.

Identifikation am POS bis hin zur Zahlung

Händler, die keine Kundenkarte im Einsatz haben, kennen ihre Kunden im Laden in den wenigsten Fällen. Das könnte sich aber mit der intelligenten Nutzung von Smartphones ändern. Mit Technologien wie Beacons, NFC, RFID oder QR-Codes führen diverse Einzelhändler schon erste Pilot-Projekte durch, um die Kunden spätestens beim Betreten des Lokals zu erkennen, ihnen Navigationshilfen durch das Sortiment zu bieten, personalisierte Angebote und Empfehlungen auf das Smartphone zu senden und einiges mehr. Denn anders als die Kundenkarte, die die Identifikation erst zum spätestmöglichen Zeitpunkt erlaubt, nämlich bei der Zahlung, kann das Smartphone Kunden um einiges früher erkennen und bietet damit auch bessere Beratungs- und Abverkaufsoptionen.

Aber das ist längst nicht alles: Als Träger der Kundenkarte ist das Smartphone ohnehin prädestiniert und als elektronisches Zahlungsmittel positioniert es sich derzeit neu. Und das auf mehreren Ebenen: Zum einen werden internationale Mobile-Payment-Konzepte wie ApplePay, Paypal und andere stark an Bedeutung gewinnen. Zum anderen experimentieren viele Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Vodafone oder diverse Banken mit mobilen Wallets. Strategisch aber nicht minder sinnvoll ist die Integration eigener Zahlungsmittel in die Mobile-App. Und zwar diejenigen, die schon im zur Verfügung stehen und vom Kunden genutzt werden. Das erlaubt auch die Konsolidierung der Einkäufe über alle Touchpoints hinweg im Sinne des Cross-Channel-Gedankens.

Mobile-Strategie für Shops: 7 Eckpfeiler für die passende Lösung

Gerade Shops brauchen eine Mobile-Strategie. (Grafik: Shutterstock)
Gerade Shops brauchen eine Mobile-Strategie. (Grafik: Shutterstock)

Für den Handel geht es also längst nicht mehr um die Frage, wie man Webistes oder Shops mobil optimiert. Die Internet World Messe hat sieben Kernfragen formuliert, die helfen, eine integrative mobile Strategie für sich zu finden:

  1. Ziele und Zielgruppen: Wer sind die Nutzer und was ist das primäre Ziel Ihrer Präsenz auf dem Smartphone oder dem Tablet?
  2. Content und Leistungsumfang: Was sind die Inhalte und Leistungen, die Sie anbieten wollen?
  3. Marketing und Branding: Welche Marketing- und Branding-Effekte sollen erzielt werden?
  4. Identifikation und Payment: Wie kann das mobile Gerät auch zur Identifikation am POS oder gar als Träger von Loyality- und Payment-Funktionen dienen?
  5. Cross-Channel: Was für eine Rolle spielen die Mobilen-Geräte in der Cross-Channel Strategie und welche verbindenden Funktionen bieten sich an?
  6. Prozesse und Funktionen: Womit sollen die Inhalte genutzt oder Prozesse unterstützt werden?
  7. Realisierung und Betrieb: Wie viel darf es kosten, sowohl für die Umsetzung wie auch im Betrieb?

Das Thema Cross-Channel und Verknüpfung von Offline- und Online-Welt am Point of Sale wird auch auf der Internet World Messe und im Kongress-Programm eine wichtige Rolle einnehmen. Alle Infos zur Internet World Messe findest du hier.

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3 Antworten
  1. von janaleehm am 03.09.2015 (15:00 Uhr)

    Neben der Zielgruppe sollte man immer vor Augen halten, welches Produkt man anbietet. Je nach Produktware oder Dienstleistung müsste der Inhalt designtechnisch aufbereitet sein. Denn es macht einen Unterschied, ob ich z.B. bei Ikea mein günstiges Sofa kaufe oder bei Livarea hier http://www.livarea.de/ ein 5000 Euro Sofa besorge. Gerade bei Shops mit Designermöbeln wären Infos zum Hersteller, zur Produktionsweise und vielen Infos wünschenswert ehe man sich zum Kauf entschließt. So ähnliche sehe ich das bei den Infoseiten für Automobile.

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  2. von marlonb am 16.10.2015 (13:29 Uhr)

    Ich finde die Anpassung an die Zielgruppe für die eigene Shop-App immer am Wichtigsten. Wenn die Zielgruppe nicht für mobile Lösungen ausgelegt ist, warum dann mobil anbieten? Alternativ: Wenn ich eine mobile Lösung anbieten muss (durch meine Geschäftsidee oder so), dann muss ich wissen, was für App-Typen meine Kunden überhaupt sind. Hierzu gibt es einen interessanten Artikel:

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