von , 30.07.2010

Mobile Web: Neue Google Places API bietet Check-in-Diensten lokalisierte Informationen an

Google hat eine neue API für seinen lokalen Informationsservive Places veröffentlicht, die sich zunächst speziell an die verschiedenen Check-in-Dienste richtet. Foursquare, Gowalla & Co können ihren Nutzern über diese Schnittstelle Informationen zu den Orten bereitstellen, an denen sie sich aktuell befinden und eingecheckt haben. Google hatte Places im April als Alternative für Brancheninformationsdienste wie Gelbe Seiten & Co vorgestellt und versucht darüber nun den lokalen Werbemarkt im mobilen Web zu erschließen.

Places will sämtliche Informationen zu bestimmten Orten bündeln und als Informationspaket weiterreichen. Enthalten sind darin dann Informationen zu Geschäften, Sehenswürdigkeiten, Orten in der Nähe und allem anderen was es an wichtigen Informationen über einen Ort gibt. Diese Datensammlungen können Check-in-Dienste nun über die neue abrufen und ihren Usern zur Verfügung stellen. Für die ortsbasierten Dienste ist das sicher ein Mehrwert, den sie ihren Usern bieten können, aber auch profitiert von dieser Verknüpfung.

Places nearby
Was gibt es sonst noch in meiner Nähe?

Nachdem Google den werbenden Unternehmen bereits eine kostenpflichtige Verknüpfung von Places mit den Google Maps anbietet, könnte Google mit der Places API für die ortbasierten Dienste ein weiteres Geschäftsfeld erschließen. Lokalisierte Werbung im Web gehört sicher zu den heißesten Märkten der Gegenwart und der nahen Zukunft und Google könnte auch hier wieder stark vertreten sein. Statt selbst einen neuen Dienst aufzubauen, womit Google schon in anderen Bereichen wie den Social Networks Probleme hatte, setzt man einfach auf die bestehenden Dienste und bietet ihnen einen interessanten Mehrwert an.

Die populären Location-based Services wie Foursquare, Gowalla oder Brightkite werden sicher schnell einen Zugriff auf die Places API integrieren wollen. Möglicherweise schaffen es aber auch andere, kleinere Dienste, Places so zu integrieren, dass ihnen die Nutzer den Vorzug geben.

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