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Hardware

Lenovo kauft Motorola-Handysparte von Google für 2,9 Milliarden Dollar

    Lenovo kauft Motorola-Handysparte von Google für 2,9 Milliarden Dollar

Der chinesische Computerhersteller Lenovo hat die Mobilfunksparte von Motorola für 2,91 Milliarden US-Dollar von Google gekauft. Erst 2012 übernahm Google Motorola für rund den vierfachen Preis und verleibte sich einen Großteil der Patente von Motorola ein.

Nur zwei Wochen nach der Nest-Übernahme: Google verkauft Motorola

Google sorgt schon wieder große Aufmerksamkeit. Nach der kürzlichen Akquisition von Nest steht nun die nächste Transaktion im Milliarden-Bereich bevor. Allerdings verkauft Google dieses Mal eine Firma, nämlich die Mobilfunksparte von Motorola. Erst im Mai 2012 wurde der Verkauf von Motorola an Google endgültig abgeschlossen. Nach ziemlich genau zwei Jahren stößt Google das Unternehmen nun bereits wieder ab und verkauft es an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo.

Lenovo kauft Motorola für 2,91 Milliarden US-Dollar

Der Kaufpreis beträgt 2,91 Milliarden US-Dollar, wovon 1,41 Milliarden sofort in Aktien (750 Millionen) und Geld (660 Millionen) bezahlt werden. Weitere 1,5 Milliarden werden im Laufe der nächsten drei Jahre bezahlt. Zur Erinnerung: Google zahlte für die Übernahme von Motorola Mobility im Jahr 2012 stolze 12,5 Milliarden US-Dollar.

motorola moto x
Mit dem Moto X meldete sich Motorola auf dem Smartphone-Markt vor wenigen Monaten eindrucksvoll zurück. (Quelle: TheVerge.com)

Kaufte Google Motorola nur wegen der Patente?

Ein Teil dieses immensen Wertverlustes begründet sich dadurch, dass Google einen Großteil der Motorola-Patente behält. Bereits 2012 war klar, dass ein großer Grund für den Kauf das stolze Patent-Portfolio von Motorola war. Es ist fraglich, ob Google von vornherein plante Motorola nur kurz zu besitzen, oder ob man unzufrieden mit dem Erfolg der Firma nach der Übernahme war.

Außerdem behält Google die „Advanced Technology and Projects Group“ von Motorola. Dahinter verbergen sich experimentelle und spannende Mobilfunk-Projekte wie etwa das modulare Smartphone namens „Project Ara“. Auch diese Tatsache mindert natürlich den Kaufpreis gegenüber 2012.

Zuletzt sorgte Motorola mit seinen beiden neusten Smartphones Moto X und Moto G für positives Feedback. Beide Geräte kamen bei Kunden und Presse sehr gut an und wurden vor allem aufgrund ihrer hohen Materialqualität, weitestgehend unveränderten Software und vor allem wegen dem günstigen Preis gelobt.

Lenovo könnte Motorola gut tun

Mit Lenovo hat Google einen vielversprechenden Käufer gefunden. Lenovo baut bereits unter eigenem Namen seit einigen Jahren technisch anspruchsvolle Smartphones, konzentrierte sich damit aber bisher auf den asiatischen Markt. Mit der Motorola-Akquise könnte man auch endlich in den europäischen und amerikanischen Markt vordringen. Anscheinend sollen aber beide Marken weitergeführt werden.

Lenovo wickelte bereits im Jahr 2005 erfolgreich die Übernahme der PC-Sparte von IBM ab. (Quelle: Lenovo)
Lenovo wickelte bereits im Jahr 2005 erfolgreich die Übernahme der PC-Sparte von IBM ab. (Quelle: Lenovo)

Übernahme des IBM-PC-Geschäfts als Vorbild?

Lenovo machte bereits im Jahr 2005 durch eine prominente Akquisition auf sich aufmerksam: Damals kauften die Chinesen die PC-Sparte von IBM auf, und damit auch die traditionsträchtige „ThinkPad“-Modellreihe. Auch diese Übernahme lief nicht ohne Probleme ab, kann aber im Nachhinein als durchaus positiv betrachtet werden. Lenovo gehört aktuell wohl zu den spannendsten und vielversprechendsten PC-Herstellern.

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3 Reaktionen
Uwe
Uwe
30.01.2014, 06:55 Uhr

Daran war und ist nichts überraschend... Aber auch witklich garnix!!!
Und dass es nur um Patente ging/geht, war vor 2 Jahren schon klar. Wenn ich mich nicht irre, hattet ihr das damals auch genau so geschrieben...

Antworten

Christian
Christian
30.01.2014, 08:10 Uhr

Na mal wie sich dann die Preise für die Smartphones ändern. Vielleicht sollte ich mir noch schnell ein Moto G zulegen.

Antworten

hoch-kompetitiv
hoch-kompetitiv
30.01.2014, 12:21 Uhr

Der Markt ist hoch-kompetitiv. Man muss jedes halbe Jahr neue Modelle herausbringen, hat preislich von oben und unten Konkurrenz.
Auch wird Google dann wieder neutraler gegenüber den anderen Herstellern wenn sie keine eigenen Geräte herstellen sondern nur Android entwickeln und z.B. Referenzgeräte wie die Nexus definieren und von den etablierten Herstellern bauen lassen.

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