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Mozilla gönnt Eltern bis zu sechs Monate Auszeit – bei vollem Gehalt

    Mozilla gönnt Eltern bis zu sechs Monate Auszeit – bei vollem Gehalt
Im Mozilla-Shop ist der Plüsch-Firefox zwar ausverkauft. Für Familien hat Mozilla dennoch einiges zu bieten. (Foto: Mozilla)

Mozilla gibt sich familienfreundlich: Das Unternehmen unterstützt Eltern mit einem halben Jahr Auszeit, finanziert durch das Unternehmen. Deutsche Mitarbeiter profitieren davon aber nur begrenzt.

Dass sich Tech-Unternehmen etwas einfallen lassen müssen, um gute Mitarbeiter nicht nur zu bekommen, sondern auch langfristig zu halten, hat sich inzwischen im Silicon Valley und darüber hinaus herumgesprochen. Firefox-Hersteller Mozilla bietet jetzt sein unternehmenseigenes Mutterschaftsgeld weltweit an. 26 Wochen erhalten leibliche Mütter (der schöne Begriff dahinter heißt "childbearing", die Leistung kann also nur von Frauen beansprucht werden), immerhin noch zwölf Wochen Väter, Adoptiveltern und Partner von Alleinerziehenden (geschlechtsunabhängig) ein firmenspezifisches Elterngeld in Höhe des üblichen Gehalts. Diese Regelung sei vergleichbar mit der deutschen Mutterschutzzeit und dem Mutterschutzgeld, erklärt das Unternehmen. Wird die Auszeit im Unternehmen beantragt, so erklärt eine deutsche PR-Mitarbeiterin, werden die Zuwendungen des Staates allerdings hierauf angerechnet, so dass sich die Großzügigkeit des Unternehmens zumindest hierzulande etwas relativiert.

Mozilla verlängert seinen Mitarbeitern die Elternzeit

Denn anders als in Deutschland, wo das Elterngeld eine staatliche Leistung ist und die Zahlungen durch den Arbeitgeber in dieser Zeit pausieren, gibt es diese Leistung in anderen Ländern nicht. Dort profitieren die Mitarbeiter daher tatsächlich in vollem Maß von dieser Leistung der Unternehmen. Andererseits haben deutsche Mitarbeiter gemäß Arbeitsrecht die Möglichkeit, Elterngeld vom Staat zu beantragen – und das bis zu 12 Monate lang. Insofern können sich deutsche Mitarbeiter von Mozilla besonders glücklich schätzen: Sie erhalten neben bis zu zwölf Monaten staatlichem Elterngeld (bis zu 1800 Euro monatlich) auch das firmeneigene (das sogar in voller Höhe des Gehalts) und sind damit mehr als ein Jahr freigestellt.

So berichtet Dominik Strohmeier, Mitarbeiter im Berliner Mozilla-Büro: „Unser zweiter Sohn wurde im Januar 2017 geboren. Als ich über die neue Politik bei Mozilla hörte, war ich mir erst nicht sicher, wie das mit den deutschen Gesetzen zur Elternzeit funktionieren würde. Aber alles hat geklappt, und ich kann einen Sommer mit meiner Familie verbringen.“  Das Programm gibt es in den USA bereits seit 2016. Offenbar haben die Erfahrungen gezeigt, dass sich das Engagement lohnt und dazu beiträgt, Mitarbeiter zu halten. Für die wachsende Berliner Dependance von Mozilla sind ab 2018 laut Unternehmen auch kostenlose Kindergartenplätze geplant.

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JK
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