Ein neues Projekt aus den Mozilla Labs erlaubt die Installation von Firefox-Erweiterungen, ohne dass ein Neustart notwendig wird. Das Jetpack genannte Erweiterungssystem ist dabei selbst eine Erweiterung, für die Entwickler kleine schlanke „Features“ auf der Basis von HTML, CSS und JavaScript erstellen können. Die so erstellten Features können mit Firebug im Browser auf Fehler überprüft werden und sollen sich einfach auf weitere Mozilla-Apps wie Thunderbird, Fennec oder dem Mozilla-basierten Songbird portieren lassen.
Mit dem neuen Erweiterungssystem soll vor allem die Entwicklung von Add-ons für den Firefox deutlich vereinfacht werden. Jeder der Websites entwickeln kann, soll auch in die Lage versetzt werden ein Feature für Jetpack zu schreiben, wie das Entwicklerteam um Mozillas User-Experinece-Chef Aza Raskin schreibt.
Für die Nutzer von Firefox bringt das JetPack ebenfalls eine deutliche Verbesserung mit. Jetpack-Add-ons lassen sich einfach installieren und können sofort und ohne Browserneustart eingesetzt werden. Ebenso einfach soll auch die Deinstallation funktionieren. Das lässt sich auch schon ausprobieren, denn eine erste Version von Jetpack steht bereits zur Verfügung und bringt gleich einige Demos mit.
Hintergrund
Die Erweiterungsfähigkeit von Firefox ist für viele Anwender ein entscheidendes Nutzungskriterium. Während Erweiterungen für die Mitbewerber auf dem Browsermarkt eher die Ausnahme darstellen, sorgten in den letzten Jahren nach Angaben von Mozilla rund 8.000 Entwickler für mehr als 12.000 Firefox-Erweiterungen. Mit der Jetpack-Plattform wolle man die schon starke Entwickler-Community nochmals stärken und neue Entwickler hinzu gewinnen. Das scheint auch durchaus möglich, denn einfache Features sollen sich schon mit zwölf Zeilen Code programmieren lassen.

















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