Mozilla-Offensive: Identitätsservice, Marktplatz für Web-Apps und Add-on-Builder

Mozilla hat einige neue Dienste rund um seinen Firefox angekündigt, mit denen der Browser seine Position auf dem hart umkämpften Markt behaupten soll. Neben einer Accountverwaltung namens „Persona“ führt Mozilla einen eigenen Marketplace für Open-Web-Apps ein und veröffentlicht eine neue Version des Add-on-SDK. 

Mozilla-Identitätsservice: Aus BrowserID wird Persona, nicht Personas

Mozilla bietet schon seit geraumer Zeit einen Dienst zur Verwaltung seiner Online-Identität mit dem Namen BrowserID an. Unter BrowserID wurden bislang sowohl die Technologie als auch der Service bezeichnet. Um die beiden Produkte klarer voneinander zu unterscheiden, hat man sich entschlossen, den Identitätsdienst Persona zu taufen – die Technologie hingegen bleibt BrowserID, sodass Websites, E-Mail-Provider und Browser-Implementors weiterhin auf das BrowserID-Protokoll verweisen.

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Mozilla: Aus dem Service BrowserID wird Persona (Bild: Mozilla)

Unter Persona will zukünftig die vollständige Verwaltung der Online-Identität des Nutzers unterbringen. Laut Blogeintrag sind Dienste wie ein Dashboard zur Verwaltung der Identität wie auch ein Tool zum Zusammenführen von Nutzerdaten („user data interconnect features“) sowie einige weitere Features geplant, über die noch keine Auskunft gegeben wurde.

Im gleichen Zuge wird "Personas" umbenannt, ein Tool zur Individualisierung des Browsers mit Hintergründen und Themes. Denn die Namensähnlichkeit von Persona und Personas dürfte zu Verwirrungen führen. Wie das Personas-Team seinen Dienst in Zukunft nennen wird, ist noch nicht bekannt.

Mozilla stellt Marketplace für Open Web-Apps vor

Nicht nur an den bestehenden Services wird fleißig herumgewerkelt, auch neue Dienste werden von der Mozilla Foundation auf die Beine gestellt. Einer davon wird offiziell im Laufe des Mobile World Congress (MWC) 2012 präsentiert. Dabei handelt es sich um einen eigenen Web-App-Store, in dem Entwickler ihre HTML5-Apps feilbieten können.

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Mozilla stellt im Zuge des MWC 2012 seinen Marketplace für Web-Apps vor (Bild: Mozilla)

Da die auf Open-Source-Technologie wie HTML5, JavaScript und sowie von Mozilla  vorgeschlagenen APIs basieren müssen, sind sie auf allen Plattformen und Geräten nutzbar, die diese gängigen Webstandards unterstützen. Entwickler werden den Marketplace bereits ab der kommenden Woche nach der offiziellen Präsentation auf dem MWC 2012 in Barcelona besuchen können. Normalsterblichen Usern wird der Zugang erst später im Laufe des Jahres gestattet.

Ein Bestandteil des Marketplace wird der eingangs erwähnte Identitätsservice Persona sein, mit dem der User seine Apps über verschiedene Geräte und Plattformen hinweg nutzen kann. Damit unterscheidet sich der Marketplace von anderen App-Stores, die Software an Plattformen wie Android oder iOS fesseln. Angesichts dessen, das die Qualität der HTML5-Apps nativen Anwendungen entsprechen sollen, könnte Mozilla mit seinem Marketplace eine breite Nutzerschar aus vielen Lagern ansprechen.

Add-on SDK und Add-On-Builder in neuer Version für Mozilla

Mit dem Add-on SDK 1.5 und dem Add-on-Builder 1.0 hat Mozilla neue Versionen der Tools vorgestellt, die dafür Sorge tragen, dass Erweiterungen sich auch mit neuen Firefox-Versionen verstehen. Gerade im Hinblick auf die derzeit rasche Firefox-Versionsfolge sind diese Werkzeuge dringend erforderlich.

mozilla add on builder

Dank Mozillas Add-On Builder 1.0 lässt sich mithilfe des Add-On-SDK das Erstellen von Erweiterungen   vereinfachen. Zur Entwicklung von Add-Ons steht nun ein webbasiertes Interface zur Verfügung. Add-Ons, die mit diesem Tool geschrieben sind, können ohne Neustart des Browsers verwendet werden. Die Erweiterungen werden mit HTML, JavaScript und CSS geschrieben.

Zusammen mit dem Add-On-Builder ist auch eine neue Version des Add-on SDK erschienen. Das SDK in Version 1.5 stellt die Basis des Add-on-Builders dar. Eine Besonderheit der neuen Version ist die erstmalige, zurzeit noch rudimentäre Unterstützung der mobilen Firefox-Version für Android. Ein weiterer neuer Bestandteil der SDK ist die Möglichkeit, Erweiterungen zu lokalisieren.

Für Entwickler werden sich diese Tools als recht praktisch herausstellen, denn Erweiterungen, die mit dem Add-On-Builder erstellt wurden, werden mit dem Erscheinen neuer Add-On SDK-Updates automatisch gepackt. Add-Ons bleiben auch mit neuen Firefox-Versionen kompatibel, selbst wenn sich die APIs ändern.

Weiterführende Links:

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9 Answers

  1. von Al Brecht via facebook 24.02.2012 (18:58Uhr) 1.

    Wie wär's mit ordentlicher Performance für den Mac?

  2. von Gsichts Buch via facebook 24.02.2012 (19:03Uhr) 2.

    tzzzz immer diese Randgruppen

  3. von mint-forum reloaded via facebook 24.02.2012 (19:06Uhr) 3.

    Wer benutzt schon MAC...

  4. von Oliver Pludra via facebook 24.02.2012 (19:18Uhr) 4.

    Die sollen mal lieber zusehen, dass der Speicherbedarf wieder sinkt. Bei mir hat der Mozilla ganz schnell mal 6-800 MB für sich beansprucht und ist ziemlich langsam.
    Der Chrome hingegen öffnet sich sofort auf Klick und frisst weit weniger Ressourcen.

  5. von Steffen Voß via facebook 24.02.2012 (19:45Uhr) 5.

    Ist BrowserID eigentlich so etwas wie OpenID? Ist das kompatibel?

  6. von Jogg 24.02.2012 (19:47Uhr) 6.

    @ Al Brecht kauf dir gefälligst nen Windows-PC. Auf MAC User muss man nun wirklich keine Rücksicht nehmen ...

  7. von Christian Buschermöhle via facebook 25.02.2012 (09:38Uhr) 7.

    und ich machs mir mit dem Opera, lool

  8. von Mozilla-Hasser 25.02.2012 (10:34Uhr) 8.

    Was für ein Glück, dass ich auf meiner Slackware-Kiste den Midori installiert habe. Nein, Mozilla, fang nicht auch noch wie Google und Facebook an, personalisierte Benutzerprofile zu erstellen...

  9. von Firefox: Mozilla bringt einheitliches De… 03.05.2012 (13:07Uhr) 9.

    [...] Mozilla-Offensive: Identitätsservice, Marktplatz für Web-Apps und Add-on-Builder - t3n-News [...]

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