Musik-Downloads: Umsatz- und Absatz-Hochs
Das Internet wird auch als kommerzieller Distributionskanal für Musik immer wichtiger. Die jetzt vorgelegten Zahlen zu den Musik-Downloads im Jahr 2010 zeigen einen deutlichen Trend: In Deutschland wurden im vergangenen Jahr Musik-Singles und -Alben im Wert von 151 Millionen Euro legal runtergeladen. Der Umsatz konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent steigern. Dies gab jetzt der ITK-Branchenverband Bitkom bekannt, der seine Zahlen, wie auch im letzten Jahr, auf die Erhebung des Marktforschungsunternehmens GfK stützt.
Neben den steigenden Umsatzzahlen verzeichneten Musik-Downloads auch ein Absatzplus: Im Jahr 2010 wurden 69 Millionen Musikdateien kommerziell aus dem Internet bezogen. Das ist ein Plus von 34 Prozent und im Vergleich zu 2007 eine knappe Verdopplung des Absatzes. Dabei sind die Preise für eine einzelne Musikdatei nochmals gesunken, von durchschnittlich 1,10 Euro auf 1,06 Euro. Die Studie ermittelte darüber hinaus, dass der Online-Kauf von Musik vor allem von Internet-Usern über 29 Jahren getätigt wird.
Dass diese Entwicklung nicht anhalten muss, zeigt der Trend hin zu Streaming-Diensten, die den Musik-Download nicht mehr erfordern. In Abo-Varianten – oder teilweise auch noch frei nutzbar – bieten kleine und große Plattformen eine Vielzahl an Möglichkeiten, Musik auf dem stationären Desktop-System oder unterwegs für Mobile abspielen zu können.
Weiterführende Links
- Umsatz mit Musik-Downloads jetzt über 150 Millionen Euro - bitkomm.org
- iTunes Store von Apple deutlich vor Amazon MP3 Store - t3n News
- Music Unlimited – Streaming-Dienst in Deutschland gestartet - t3n News
- Startups: Deutsche Musikstreaming-Dienste steereo und simfy werden eins - t3n News
- Android Music Store: Google plant iTunes-Alternative für Tablets - t3n News
- Jeder sechste Internet-Nutzer an Musik-Kauf interessiert - bitkom.org
- Rekord: 40 Prozent Umsatz-Plus mit Musik-Downloads (2009) - bitkom.org





9 Answers
von Norman 21.02.2011 (12:03Uhr) 1.
Das freut mich aber ungemein für die ach-so-gebeutelte Musikindustrie..
von David Hussner via facebook 21.02.2011 (14:03Uhr) 2.
Und die Illegalen?? :-)
von t3n Magazin via facebook 21.02.2011 (14:13Uhr) 3.
Ille... was? ;)
von David Hussner via facebook 21.02.2011 (14:17Uhr) 4.
Ille...ääh..Ille...egal...mir fällt das Wort auch schwer in der Aussprache! ;-)
von Alexander 21.02.2011 (14:24Uhr) 5.
Die Downloads machen halt trotzdem noch nur ca. 10 % der Umsätze aus. Ist noch ein weiter Weg, bis das sie insgesamt wieder ein Wachstum haben.
Aber trotzdem toll!
von Peter Pedaci via facebook 21.02.2011 (15:02Uhr) 6.
eine gegenüberstellung mit den gesamtumsätzen der letzten 10-15 jahre wäre mal interessant
von Jan Borns 21.02.2011 (15:36Uhr) 7.
Ja, 151 Millionen Euro sind, gespiegelt an den Umsätzen der Major Label oder der auf einem „kurzen“ Hype surfenden Indie Label, in der tat kaum erwähnenswert und sozusagen Peanuts. Würde mich außerdem nicht wundern, wenn ein beachtlicher – und dominierender – Anteil dieser Download-Umsätze/Absätze von den zigtausenden kleinen Labels generiert wird. Monatliche Abrechnungen für gesignte Künstler im einstelligen Euro-Bereich sind jedenfalls keine Seltenheit, da machts dann schlicht die Menge.
von Musik-Downloads werden immer beliebter &… 21.02.2011 (21:48Uhr) 8.
[...] wie aus den vom Bitkom veröffentlichten Zahlen, aus dem letzten Jahr hervorgeht. Demnach Boomt das Geschäft mit der Musik aus dem Netz nämlich. Und wo etwas boomt, ist Google erfahrungsgemäß nicht [...]
von Jon Bon Jovi: „Steve Jobs hat das Musi… 16.03.2011 (10:59Uhr) 9.
[...] Musik-Downloads mit Rekordumsatz im Jahr 2010 - t3n News, 21.02.2011 [...]