Musik-Streaming: Skype/Kazaa-Gründer wollen mit „Rdio“ den Online-Musikmarkt erobern

Musik-Streaming: Skype/Kazaa-Gründer wollen mit „Rdio“ den Online-Musikmarkt erobern
Die Skype/Kazaa-Gründer Niklas Zennstrom und Janus Friis hatten bereits im Oktober 2009 ihr neues Musik-Streaming-Projekt „Rdio“ vorgestellt. Nachdem es im Anschluss ziemlich ruhig geworden war, soll die Betaphase in der nächsten Woche in den USA nun endlich starten. Das Musik-Abo soll für den Desktop 5 und für den mobilen Zugriff 10 US-Dollar kosten und dafür rund 5 Millionen Songs bieten.

Rdio ist cloudbasiert und kann Musik auf alle Geräte streamen, auf denen ein Browser läuft. Für iPhone, Android und BlackBerry wird es aber ebenso eine App geben, wie für den Desktop. Die kleine Desktop-Anwendung ist auch in der Lage die Musik-Bibliothek von iTunes zu scannen, um die eigene Musiksammlung in der Cloud zu bereichern.

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Rdio soll auf allen Plattformen verfügbar sein

Follow-Prinzip zum Entdecken neuer Titel

Interessant und neu sind bei die Anleihen bei Social Networks wie Twitter und Facebook. Die Nutzer können sich untereinander vernetzen und erhalten dann automatisch Musikvorschläge von ihren Kontakten. Die Lieder, die im Rdio-Freundeskreis am häufigsten gehört werden, landen in einer speziellen Vorschlagsliste.

Ungelöste Probleme

Musik-Streaming ist noch ein relativ neuer Markt, für den sich aber sehr viele Nutzer interessieren. Angebote wie Pandora in den USA oder Spotify in Europa haben mit vielen Problemen zu kämpfen. Zunächst gilt es die Basis zu schaffen und möglichst alle Major-Label und möglichst viele der kleinen Independent-Plattenfirmen mit ins Boot zu holen. Parallel dazu muss eine solide technische Infrastruktur geschaffen werden, die ohne Probleme läuft und dabei möglichst benutzerfreundlich sein sollte.

Sind diese Punkte abgearbeitet, gibt es für die Startups noch viele rechtliche Dinge zu klären - und das meist für jedes einzelne Land. Ähnlich wie Spotify, dessen Deutschland-Start nach wie vor nicht in Sicht ist, dürfte es auch schwer haben, sich mit der Verwertungsgesellschaft GEMA auf ein für beide Seiten tragbares Modell zu einigen.

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