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Startups

MySpace schließt deutsche Zentrale

    MySpace schließt deutsche Zentrale

MySpace hat angekündigt, die Hälfte seiner Mitarbeiter weltweit entlassen zu wollen. Betroffen sind auch deutsche Angestellte des Social Network: Die hiesige MySpace-Zentrale wird komplett dicht gemacht.

MySpace erneut mit Massenkündigungen

MySpace hat seine besten Tage hinter sich und von dem einstigen Glanz des Überfliegers ist anscheinend nicht mehr viel übrig geblieben. Die Massenkündigungen sind ein letzter verzweifelter Versuch, zurück in die Profitabilität zu finden. MySpace-Boss Mike Jones rechtfertigte die Streichung von 500 Stellen inklusive der 30 deutschen Mitarbeiter damit, dass man sich von alten Strukturen trennen müsse, um wachsen zu können und wieder profitabel zu werden.

MySpace soll mit einem neuen Design, der Ausrichtung als Unterhaltungsplattform und massiven Stellenstreichungen gerettet werden.

Musterknabe MySpace längst abgehängt

Einst galt MySpace als Musterdienst im Web 2.0. Der Vorreiter unter den Sozialen Netzwerken ging 2003 an den Start, geriet in jüngster Vergangenheit jedoch unter wachsenden Druck. Konkurrent Facebook überrollte den Dienst förmlich. Während MySpace aktuell von etwa 100 Millionen Anwendern genutzt wird, erreicht Facebook eine Mitgliederzahl von rund 550 Millionen.

Nach Angaben des MySpace Chefs haben sich das neue Design und die neue Ausrichtung als Unterhaltungsplattform ausgezahlt. Seit Oktober habe MySpace 3,3 Millionen neue Mitglieder gewonnen, und auch bei mobilen Zugriffen verzeichne der Dienst seit November 2010 Wachstum. Dennoch scheint dieses Wachstum vor dem Hintergrund der jetzt angekündigten Sparmaßnahmen nicht auszureichen.

Die sinkende Bedeutung von MySpace im Mix der Sozialen Netzwerke wirkt sich logischerweise negativ auf Werbeeinnahmen aus, was MySpace-Besitzer Rupert Murdoch sogar dazu verleitet, einen Verkauf zu erwägen. Murdochs News Corporation hatte das Soziale Netzwerk 2005 für 580 Millionen Dollar erworben.

Deutschland ab Februar ohne eigene MySpace-Niederlassung

Die aktuelle Restrukturierung von MySpace beinhaltet die Schließung der für den deutschen Markt verantwortlichen Fox Interactive Media Germany GmbH zu Ende Februar. Außerdem will MySpace auch in Australien und Großbritannien sparen. Die anstehenden Massenkündigungen sind binnen kurzer Zeit bereits der zweite Rundumschlag. Schon im Sommer 2009 hatte sich der damalige MySpace-Boss Owen Van Natta von einem Drittel der Belegschaft getrennt und 1500 amerikanische Mitarbeiter entlassen. Ob die neuerlichen Stellenkürzungen MySpace noch retten können, bleibt abzuwarten.

Weiterführende Links:

MySpace kündigt Mashup mit Facebook an

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2 Reaktionen
Christian
Christian

Kenne noch genügend Bands die MySpace als HP Ersatz nutzen. Mal sehen was diese machen, wenn MySpace entgültig zu macht. Youtube macht mir, dank gesperrter Videos, auch keinen Spaß mehr. Würde mich mal interessieren wie bei denen die Zugriffe aussehen.

@Sebastian
Glaube ich auch. Da werden sich die Leute, die soviel Geld reingepumpt haben, ja richtig "freuen".

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