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„Unlautere geschäftliche Handlung“: Landgericht verbietet großzügige MyTaxi-Rabatte [Startup-News]

„Unlautere geschäftliche Handlung“: Landgericht verbietet großzügige MyTaxi-Rabatte [Startup-News]

MyTaxi darf seine großzügigen Rabattaktionen nicht mehr anbieten und gegen Neu-Löwe Carsten Maschmeyer richtet sich jetzt sogar eine Online-Petition. Das und mehr in den heutigen Startup-News.

„Unlautere geschäftliche Handlung“: Landgericht verbietet großzügige MyTaxi-Rabatte [Startup-News]

(Foto: MyTaxi)

Landgericht Frankfurt verbietet MyTaxi-Rabatte

„Ganze Strecke, halber Preis“: Der zu Daimler gehörende App-Anbieter MyTaxi darf seine beliebten Rabattaktionen nicht länger betreiben. Das entschied das Frankfurter Landgericht am Dienstag. Die Richterin sah es als erwiesen an, dass es sich bei der Gewährung der Preisnachlässe um eine „unlautere geschäftliche Handlung“ im Sinne des Personenbeförderungsgesetzes handelt. „Die Höhe des gesetzlich festgelegten Preises für Taxifahrten darf weder nach oben noch nach unten unterschritten werden", heißt es in der Urteilsbegründung.

MyTaxi muss vor dem Landgericht Frankfurt eine Niederlage einstecken. (Foto: myTaxi)
MyTaxi muss vor dem Landgericht Frankfurt eine Niederlage einstecken. (Foto: myTaxi)

Vorausgegangen war der Verhandlung eine Klage von Taxi-Deutschland gegen MyTaxi. Viele traditionelle Taxifahrer, die ihre Fahrten nicht über die App abwickeln, sehen sich durch die Rabattaktionen einem ruinösem Wettbewerb ausgesetzt. Entsprechend positiv fallen die Reaktionen in der Branche aus: „Diese Entscheidung ist positiv für Verbraucher und für die mittelständischen Taxibetriebe", erklärte eine Sprecherin von Taxi-Deutschland. MyTaxi hält auch nach dem Urteil dagegen: „Wir sind weiter von der Rechtmäßigkeit unserer Aktionen überzeugt", so ein Sprecher des Hamburger Unternehmens. Eine Revision gegen das Urteil werde geprüft. Mehr dazu bei Hessenschau.de.

Zalando verkündet Umsatzplus von 30 Prozent

Zalando hat am Dienstag die vorläufigen Geschäftsergebnisse für das viertel Quartal 2015 veröffentlicht. Demnach konnte der Modehändler seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 31 Prozent auf maximal 872 Millionen Euro steigern. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres hatte der Umsatz noch bei 666 Millionen Euro gelegen. Unterm Strich beschert das Umsatzplus Zalando ein bereinigtes Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 61 bis 78 Millionen Euro.

Zalando steigert seinen Umsatz erneut deutlich. (Screenshot: Zalando)
Zalando steigert seinen Umsatz erneut deutlich. (Screenshot: Zalando)

„Weiterhin klar profitabel“, kommentierter der Konzern aus Berlin diese Zahlen. Der Gesamtjahresumsatz für 2015 wird voraussichtlich rund drei Milliarden Euro bei einem Ebit von 100 Millionen Euro betragen. Die endgültigen Zahlen werden am 1. März veröffentlicht.

Siebenstelliges Investment für Favendo

Das in Bamburg ansässige Startup Favendo hat ein Investment in nicht genannter Millionenhöhe erhalten. Ebenso unbekannt sind die Namen der Investoren. „Die bereits vollzogene Finanzierung stellten vorhandene und neu gewonnene Partner aus Europa und den USA zur Verfügung“, teilt das Unternehmen mit. Mit dem Geld will sich Favendo um CEO Richard Lemke international besser aufstellen: „Dieses Kapital wird uns dabei helfen, unsere Expansion auf dem US-amerikanischen Markt weiter voranzutreiben“, heißt es.

Favendo entwickelt Konzepte für den Einzelhandel und andere Branchen auf Basis der Beacon-Technologie. Dazu bietet man unter anderem kleine Hardware-Sensoren an. Die 70 Mitarbeiter des vereinen dazu Software, E-Commerce, mobile Werbung und Hardware-Produktion unter einem Dach und kooperieren seit kurzem auch mit dem bekannten Außenwerber Ströer.

Rocket Internet macht 420 Millionen locker

Rocket Internet hat einen neuen Beteiligungsfonds für die Finanzierung von Startups aufgelegt. Wie der Samwer-Konzern mitteilte, hat der Rocket Internet Capital Partners Fund im ersten Anlauf rund 420 Millionen US-Dollar eingesammelt. Es soll sich damit um den größten Startup-Fonds in Europa handeln.

Oliver Samwer und seine Brüder wollen sich mit dem neuen Fonds unabhängiger von Co-Investoren machen. (Foto: Rocket Internet)
Oliver Samwer und seine Brüder wollen sich mit dem neuen Fonds unabhängiger von Co-Investoren machen. (Foto: Rocket Internet)

Rocket Internet selbst beteiligt sich mit einem Betrag von 50 Millionen Euro an dem Topf. Ziel des neuen Fonds ist auch mehr Handlungsfähigkeit seitens der Samwer-Brüder: „Der Kapitalzugang für unsere Unternehmen wird künftig weniger von Investments einzelner Co-Investoren abhängen und dadurch schneller und effizienter sein“, sagte Oliver Samwer.

Petition gegen Carsten Maschmeyer gestartet

Auch zwei Tage nach Bekanntgabe erhitzt die Berufung von AWD-Gründer und Milliardär Carsten Maschmeyer als neuen Juror in „Die Höhle der Löwen“ die Netzgemeinde. Unter der Bezeichnung „Kein Juryplatz für Carsten Maschmeyer bei Vox / "Die Höhle der Löwen“!“ richtet sich jetzt sogar eine Petition an die Entscheidung des produzierendes TV-Senders Vox.

Carsten Maschmeyer wird immer wieder mit fragwürdigen Geschäftspraktiken bis hin zu Vorwürfen des gewerblichen Betrugs in Verbindung gebracht. Aktuell haben allerdings erst 21 Menschen die Petition unterzeichnet.

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere News-Redaktion? Schreibt @lojanna  oder @hexitus  bei Twitter!

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