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Interview

Mytaxi-Chef: In 10 bis 20 Jahren fahren die meisten Taxis autonom

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Ich glaube, es wird immer noch eine Menge Beschäftigung geben, wenn es soweit ist. Die Art des Jobs wird sich nur verändern. Zu Beginn werden die Autos vor allem automatisch gesteuert, aber die Regulierung wird verlangen, dass ein Mensch mit an Bord ist. Die Übergangsphase wird sicher fünf oder mehr Jahre dauern. Und wenn dann das voll autonome Fahren da ist, wird es unterschiedliche Angebote geben: Sehr einfache Angebote, in denen es nur um die Fortbewegung geht, und Angebote, die mehr Service versprechen, wenn du Hilfe mit deinen Koffern benötigst, Kinder hast, jemanden suchst, der dir die Stadt zeigt. Welchen Service du auch brauchst – für alle davon wird es Angebote geben. Nur die Rolle des Fahrers wird sich ändern.

t3n.de: Am Ende ist es aber einfach eine Kostenfrage: Das Taxifahren wird nur günstig angeboten werden können, wenn kein Fahrer mehr im Auto sitzt.

Ja, manche Kunden werden nach dem Preis entscheiden. Es gibt auch beim Fliegen Ryanair und es gibt andere Service-Level.

t3n.de: Was ist euer stärkster Konkurrent aktuell?

Das kommt auf den Markt an. In London ist die Antwort eine andere als in Deutschland zum Beispiel. Dennoch ist der größte Konkurrent immer noch die traditionelle Methode, ein Taxi zu rufen. Aber wenn die Antwort eine technologischer ausgerichtete Konkurrenz sein soll: In Großbritannien ist das Uber, in Spanien Cabify und in Italien gibt eigentlich keinen echten Konkurrenten.

t3n.de: So wie in Deutschland?

Da sind es tatsächlich die traditionellen Taxizentralen wie Hansa Taxi in Hamburg, die dort ein sehr starkes Geschäft haben und eine tollen Job machen.

t3n.de: Was hältst du von den Versuchen der klassischen Taxi-Unternehmen, eigene Taxi-Apps auf den Markt zu bringen?

Das ist herausfordernd. Die grundlegende Technologie scheint einfach zu sein: Du hast einen Kunden hier und einen Fahrer dort und du verbindest beide. Aber wenn du unter die Oberfläche schaust, ist das deutlich komplizierter. Die Technologie dahinter benötigt sehr viel Geld, um mithalten zu können. Und es ist nicht einfach, neue Technologien wie Pooling zu entwickeln.

Vielen Dank für das Interview!

Disclosure: Die Reise unseres Autors zum Web Summit wurde von Daimler Nutzfahrzeuge finanziert. Einfluss auf die Berichterstattung hat das nicht. Das Interview wurde nah am ins Deutsche übersetzten Wortlaut von t3n.de aufgeschrieben – es gab keine Autorisierung durch eine Pressestelle.

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