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50-Dollar-Kinopremiere auf dem Sofa: Wie Napster-Gründer Sean Parker das Filmerlebnis revolutionieren will

50-Dollar-Kinopremiere auf dem Sofa: Wie Napster-Gründer Sean Parker das Filmerlebnis revolutionieren will

Napster-Gründer Sean Parker will mit einem Premium-Streaming-Dienst das Filmerlebnis revolutionieren. Filme sollen künftig zeitgleich mit der Kinopremiere auf auf den heimischen Bildschirmen laufen – zum Preis von jeweils 50 US-Dollar.

50-Dollar-Kinopremiere auf dem Sofa: Wie Napster-Gründer Sean Parker das Filmerlebnis revolutionieren will

Sean Parker. (Foto: LeWeb14  / flickr.com, Lizenz: CC-BY )

Premium-Streaming: Neueste Filme sofort zu Hause sehen

Die Idee, Filme zeitgleich mit der Kinopremiere auch im heimischen Wohnzimmer auszustrahlen, ist nicht ganz neu. Schon vor fünf Jahren haben einige Hollywood-Filmstudio mit dem Angebot experimentiert. Jetzt wagt sich ein von Napster-Gründer Sean Parker und dem ehemaligen Chef von SFX Entertainment Prem Akkaraju gegründetes Startup an eine Neuauflage eines solchen Premium-Streaming-Dienstes, wie Variety berichtet. Der Name des jungen Unternehmens ist Programm: „The Screening Room“.

Premium-Streaming statt Filmpremiere: Popcorn und Cola zu Hause und nicht im Kino. (Foto: © nioloxs / Shutterstock)
Premium-Streaming statt Filmpremiere: Popcorn und Cola zu Hause und nicht im Kino. (Foto: © nioloxs / Shutterstock)

Um die großen Studios und Kino-Betreiber ins Boot zu holen, muss das Startup allerdings ein hochpreisiges Paket schnüren. Interessenten müssen sich eine von The Screening Room angebotene Set-Top-Box für das Fernsehgerät kaufen – für einmalig 150 US-Dollar. Pro Filmvorführung werden weitere 50 US-Dollar fällig. Wer den neuesten Film nicht im Kino, sondern gemütlich zu Hause auf der Couch sehen will, bevor der Film auf DVD oder in Streaming-Portalen wie Netflix oder Prime Video auftaucht, muss also tief in die Tasche greifen. Nach dem Kauf steht der Film für 48 Stunden zur Verfügung, die 50 US-Dollar fallen Medienberichten zufolge aber für jedes Mal Anschauen an.

Streaming-Umsätze: Großteil geht an Studios und Kinos

Den Löwenanteil an den geplanten Umsätzen werden Parker und Akkaraju den Hollywood-Studios und Kino-Betreibern überlassen, lediglich zehn Prozent gehen an The Screening Room. Kinos sollen zusätzliche Einnahmen verbuchen können, weil die Filmkäufer für jeden Film zwei Gratis-Tickets für ein Kino in der Nähe für den Film bekommen, dadurch erhalten die Betreiber Konzessionsumsätze.

Insidern zufolge sollen schon mehrere große Hollywood-Studios wie Universal, Fox und Sony ihr Interesse an dem neuen Premium-Streaming-Modell bekundet haben. Die Verhandlungen sollen sich allerdings noch in einer frühen Phase befinden. Zudem ist Widerstand aus den Reihen der großen Kino-Betreiber zu erwarten. Wann der Dienst an den Start gehen kann, ist also noch ungewiss.

Bis ihr die neuesten Filme im Heimkino präsentiert bekommt, könnte euch eine Auswahl der im t3n-Artikel „16 Filme für den Geek-Kinoabend: Von „Hack the Planet!“ bis „Durchkämmt die Wüste!““ aufgelisteten Filme den Abend mit Freunden versüßen.

via variety.com

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