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NativeAds: Google steigt ins Content-Marketing-Business ein

NativeAds: Google steigt ins Content-Marketing-Business ein

NativeAds, also der Versuch, in für den Leser möglichst brauchbare Inhalte zu verpacken, sind derzeit ein gefragtes Thema. Selbst das Traditionsblatt Washington Post versucht sich seit Neuestem an bezahltem Content. Kein Wunder also, dass auf den fahrenden Zug aufspringt.

NativeAds: Google steigt ins Content-Marketing-Business ein
Google stellt seine Pläne zu NativeAds vor. (Bild: Google)

NativeAds: Google will mit Werbetreibenden und Publishern zusammenarbeiten

NativeAds sollen Publishern, Firmen und Lesern zugutekommen. (Bild: Google)
NativeAds sollen Publishern, Firmen und Lesern zugutekommen. (Bild: Google)

Neal Mohan, bei Google zuständig für Display-Marketing, kündigte in einem Blogbeitrag an, in solche Modelle zu investieren, um Werbetreibende und Publisher zusammenzubringen. Er glaubt, NativeAds würden auch dem Nutzer einen echten Mehrwert bringen. Die notwendige Technik möchte man in den kommenden Monaten vorstellen.

DoubleClick arbeitet bereits an einer NativeAds-Plattform

Googles Tochterfirma für Online-Marketing-Lösungen, DoubleClick, hat bereits ein Pilotprojekt mit verschiedenen Publishern gestartet. Einer davon ist das Wirtschaftsmagazin Forbes. Über eine eigene Plattform können Werbetreibende Inhalte einstellen, die als bezahlter Content über die Webseite des Magazins an ihre Leser gebracht werden. Dabei achtet zumindest Forbes auf strikte Regeln, an die sich die beteiligten Marken halten müssen. Die Inhalte sollen auf die Seite passen und außerdem transparent als Werbung gekennzeichnet sein. Das scheint auch im Sinne von Google zu sein. Vor knapp einer Woche hatte der Chef von Googles Webspam-Team in einem YouTube-Video darauf hingewiesen, dass nicht ausreichend markierter Werbeinhalte im schlimmsten Fall zu einem verringerten PageRank führen könnten.

NativeAds mit DoubleClick managen

DoubleClick will Seitenbetreibern eine Lösung anbieten, NativeAds wie andere Werbeformen zu verwalten. Dadurch könnten Kauf und Verkauf bezahlter Inhalte deutlich einfacher werden. Wirklich gute NativeAds müssten allerdings prinzipbedingt von jemandem kommen, der die Zielseite und ihre Leser kennt. Ziel bei DoubleClick soll sein, den Prozess so einfach wie möglich zu gestalten.

Inwiefern sich der Trend hin zu NativeAds entwickelt, bleibt abzuwarten. Bei Google zumindest scheint man einiges an Potenzial in dieser Werbeform zu sehen. Die werbetreibende Industrie wird es freuen – und natürlich auch die Publisher aufgrund steigender Werbeeinnahmen. Beide Seiten sollten bei der Auswahl ihrer jeweiligen Partner allerdings vorsichtig sein. The Atlantic beispielsweise musste dies auf die harte Tour lernen, als ein von Scientology bezahlter Artikel unangenehme Reaktionen hervorrief und man sich nach nur zwölf Stunden zur Depublizierung veranlasst sah.

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