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Marketing

Negative SEO: Deutscher Online-Shop im Fadenkreuz

    Negative SEO: Deutscher Online-Shop im Fadenkreuz

Das gezielte Torpedieren von Suchmaschinen-Rankings anderer, sogenanntes Negative SEO, ist eine Maßnahme weit jenseits von normalem Wettbewerb. Der deutsche Zigarren-Shop Noblego ist eines der ersten Opfer, das an die Öffentlichkeit tritt.

Abwehr von Negative SEO ist Kampf gegen Windmühlen

Negative SEO: Massenweise neue Spam-Links in den letzten Wochen bei noblego.de.

Laut Noblego-Marketingchef Andre Alpar wurden in den letzten Wochen tausende minderwertige Links auf noblego.de gesetzt, womit die Domain Popularity steil angestiegen ist. Die neuen Verweise auf das rein deutschsprachige Angebot kamen aus aller Welt (Thailand, Myanmar, Marokko) und wurden mit den immer gleichen Ankertexten gesetzt. Man muss kein Profi-SEO für die Erkenntnis sein, dass Google diese Links als unnatürlich bewerten und die Domain damit abwerten könnte.

Google bietet zur Entwertung solcher Links seit Oktober 2012 ein eigenes Tool an. Laut Alpar handelt es sich dabei angesichts tausender Spam-Links allerdings um einen Kampf gegen Windmühlen, zudem gebe es noch kaum Erfahrungswerte zur Nutzung des Tools und damit einhergehenden Konsequenzen.

Außerdem werde Noblego regelmäßig von DDos-Attacken heimgesucht, beklagt Alpar. Neben der unmittelbaren Wirkung – weniger Umsatz und verprellte Besucher durch Nicht-Erreichbarkeit der Seite – kann es auch negative Auswirkungen auf das Google-Ranking geben. Der Google-Crawler ist bekanntlich nicht begeistert von langsamen oder gar unerreichbaren Seiten.

Im Gespräch mit t3n.de erläuterten Alpar und Noblego-Geschäftsfüher Benjamin Patock die Probleme, die Urheber von Negative SEO vor Gericht zu bringen. Während wegen der DDos-Attacken bereits Strafanzeige beim LKA gestellt würde, sei die Rechtslage bei Negative SEO weit weniger klar. „Man muss vor Gericht lückenfrei nachweisen können, dass die gesetzten Links dir schaden", erklärte Alpar. Angesichts der Intransparenz von Google sei das aber kaum möglich. Der Bundesgerichtshof habe Links außerdem als freie Meinungsäußerung gewertet (heise vs. Musikindustrie) – ein Urteil, dass sich im Bezug auf Negative SEO als problematisch herausstellen kann.

Negative SEO: Ein wachsendes Problem

Seit dem Pinguin-Update ist Negative SEO erheblich einfacher geworden, nicht zuletzt weil gleichartige Ankertexte von Google als Spam-Signal antizipiert werden. Für den Google-Algorithmus ist es fast unmöglich, „echte" Links von Spam-Links zu unterscheiden, die nur zwecks Negative SEO gesetzt werden. Und spätestens seit der Erpressung eines Spielzeug-Shops ist unstrittig, dass die Täter hochkriminiell sind und der wirtschaftliche Schaden durch einen Google-Malus existenzbedrohend sein kann. Aber selbst wenn die Gerichte in solchen Fällen hart durchgreifen: Die Urheber von Negative SEO ausfindig zu machen, ist ein äußerst mühseliges Unterfangen.

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15 Reaktionen
Sascha Blank

Ich habe auch mal meine Gedanken dazu niedergeschrieben: http://www.thinknext-media.net/die-seo-szene-in-aufruhr/

Ich denke es ist beides. Ich werde das aufjedenfall weiter verfolgen und man wird sehen, ob das Ganze eher positiv bleibt, oder aber noch negative Folgen haben wird.

Das die Gründer Riege sicher auch Feinde hat denke ich auch.

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Kay

Warum geht die Webseite nicht mehr? Wenn ich http://www.noblego.de aufrufe kommt nur "hi"

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Alex

Um die Ddos-Attacke zu bestätigen sind die Infos etwas zu ungenau (gesamt angeblich 305 Seiten auf dem Server, falls es eine Attacke/n war/en, galt/en diese wirklich dem Zigarren-Shop?).
Ob die ganze Geschichte zu einem Marketing-Linkbait genutzt wurde? Wenn die Sau schon los ist, warum nicht durchs Dorf treiben?
Der Shop ist doch einfach zu klein und zu uninteressant um als Konkurrent ernsthaft Geld in die Hand zu nehmen. "Wehret den Anfängen" kann man hier m.E. schon eher gelten lassen.

Die Gründer-Klientel des Shops hat (abgesehen von Neidern) sicherlich einige hochkarätige Feinde in der Szene - nicht nur in Deutschland.

http://www.seo-woman.de/negative-seo-attacke-auf-noblego/

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Oink
Oink

Der Mist war doch vorauszusehen. Als Google mit dem Sch* anfing und dafür noch ein Tool zum Entwerten von Backlinks bereitstellte ...

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noname178
noname178

klasse pr von den tabakfuzzis - und die redaktion plappert es schön nach. t3n wird immer flacher. schade

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Adam

Naja, wird einem wohl nicht viel mehr übrig bleiben, als es mit dem Entwertungstool zu versuchen! Wäre interessant zu erfahren, ob man solche Leute vors Gericht bekommt...!

Das wäre dann ein netter Präzedenzfall und das könnte Andere von solchen Mitteln abhalten!

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sergej

Ok, und wie sollte man dann in diesem Fall richtig vorgehen?

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Störer der Joe Jobs
Störer der Joe Jobs

Google müsste also einführen das Noblego diese Links nicht will und das mitteilen kann (z.B. robots.txt) und die entsprechenden "Mitstörer" in Thailand, Birma/Myanmar, Marokko google-mäßig runterscoren und denen das dann auch klar öffentlich mitteilen. Dann kriegen die Kunden auf demselben Webserver bzw. beim selben Provider bzw. Subnetz schon mit das sie bei google runterscoren weil auf ihrem Server bzw. Provider Joe Jobs (ich glaube so nennt man sowas) laufen.

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Thomas673
Thomas673

Vielen Dank für diesen schönen Artikel. Er weist darauf hin, dass seine Website auch auf negative Einflüsse regelmäßig überprüfen sollte. Die Google-Webmaster-Tools sind einem auch schon behilflich, falls es zu unregelmägen Vorkommen oder Ausfällen auf einer Website kommt.
Kennt jemand ein (kostenloses) Tool, welches E-Mail Benachrichtigungen verschickt, sobald ungewöhnlich viele Links auf eine Website (wohl möglich noch Negativ-Links bzw. Links mit niedrigen PageRank) vorkommen?

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Andreas Lenz

oder hunderte gleichzeitige vistis von hier ;)

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Goran
Goran

Jetzt auch noch gehackt?

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Andreas Lenz

@rené: der link oben stimmt schon, glaube nur der shop ist gerade komplett down gegangen ;)

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Oneck

Gibt es Versuchsreihen, mit denen die Korrelation zwischen schlechten Links und einer Abwertung zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, oder beruht das lediglich auf Vermutungen?

Ich denke, es wäre für Google und auch die betroffenen Webmaster besser, schlechte Links einfach zu ignorieren anstatt abzustrafen.

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