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Software & Infrastruktur

Die Hitparade der 10 nervigsten Software-Features

    Die Hitparade der 10 nervigsten Software-Features

Nichts nervt so, wie Clippy.(Foto: Shutterstock, Montage: t3n)

Wie kann man nur auf eine solche Idee kommen? Das könnte die Standard-Einleitung bei jedem Software-Fail sein, den wir euch hier vorstellen. Rückblickend aber sind sie alle irgendwie auch amüsant.

Kennen wir sie nicht alle? Software-Features, die genau das tun, was sie sollen – die aber trotzdem völlig sinnlos sind. Die eindrucksvollsten und nervigsten Features haben wir für euch ganz subjektiv zusammengetragen. Begleitet uns auf einer kleinen, nostalgischen Reise durch absolut sinnfreie Software-Funktionen.

Clippy, die sprechende Büroklammer

„Es sieht so aus, als würden Sie versuchen, einen Brief zu schreiben ...“ Aha. Danke, Sherlock. Selten war ein Satzanfang so nervig, wie bei Microsofts „intelligenter“ Büroklammer Clippy.

Clippy-letter
(Screenshot: Microsoft)

Clippy war ein „lustig“ gestalteter Software-Assistent, der Microsoft-Office-Nutzer eigentlich unterstützen sollte – tatsächlich hat er nur genervtes oder belustigtes Kopfschütteln erzeugt. Beim ersten Mal. Schon kurze Zeit nach dem ersten Auftauchen der Büroklammer schlug die Belustigung bei den meisten Nutzern in Hass um.

Wer trotzdem Lust auf ein Wiedersehen mit dem penetranten Microsoft-Zögling hat, kann ja mal einen Blick auf das Microsoft-Game „Ribbon Hero 2, Clippys Second Chance“ werfen. In dem Office-Lernspiel treibt die Büroklammer noch immer ungestraft ihr Unwesen und erklärt neuen Microsoft-Benutzern auf spielerische Weise die Office-Welt.

 

Der sprechende Lexmark-Drucker

(Foto: Lexmark, Montage: t3n)
„Selbstzerstörung eingeleitet“, wäre vielen Lexmark-Nutzer lieber gewesen. (Foto: Lexmark, Montage: t3n)

Jetzt mal ernsthaft, was sollte das? Man startet einen Druckvorgang und der Lexmark-Drucker vermeldet laut: „Druckvorgang gestartet!“ und kurz darauf: „Druckvorgang beendet“. Ja, nein, wirklich? Das aus dem Drucker herausragende, bedruckte Papier sowie der Höllenlärm eines Tintenstrahldruckers aus den späten 90ern ist nicht Hinweis genug darauf, dass ein Druckvorgang erfolgreich abgeschlossen wurde? Nein, Lexmark musste seine Kunden noch mit einer verbalen Erfolgsmeldung beglücken. Fast schon hatte man Angst, dass der Drucker sich vom US-Kabel löst und triumphierend um den Ausdruck herum tanzt.

Möchten Sie wirklich ...

Die Windows-Pest schlechthin: Die ewig überflüssige Nachfrage, ob ich das System wirklich herunterfahren möchte. Ist ja auch verständlich, der verschlungenen Klickstrecke bis zum „Herunterfahren-Button“ folgt man ja mehrmals täglich versehentlich. Wahlweise auch beim Reboot, oder beim Löschen. Oder, oder, oder. Und als wäre das noch nicht genug: Der Dialog hat sich in der Folge leise und klammheimlich in das Standard-Verhalten von einigen grafischen Benutzeroberflächen eingeschlichen.

Sony DRM-Rootkit

kopierschutz
Sony kettete mit seinem Kopierschutz nicht nur die CD an, sondern gleich noch den Rechner des Nutzers. (Foto: © pterwort - Fotolia.com)

Im Herbst 2005 wurde deutlich, wie Sony den Kopierschutz seiner CDs umsetzt: Beim Einlegen der CD installierte sich gleich ein dauer-spionierendes Rootkit auf dem Kunden-Rechner. Komplette Nutzerprofile gingen „zwecks Vermeidung von Raukopien“ an den Musikgiganten. Allerlei lustige Nebeneffekte inklusive: Nutzen Kunden eine andere Abspielsoftware als den mitgelieferten XPC-Player, fügte ein Treiber der Musik wahllos Lärm hinzu. Dank Sony und der legendären Reaktion des damaligen Digital-Chefs Thomas Hesse, weiß nun immerhin die breite Öffentlichkeit, was ein Rootkit ist:„Ich glaube die meisten Menschen wissen gar nicht, was ein Rootkit ist, warum sollten sie sich also darum kümmern?“. Danke für die Aufklärung, Sony.

Der „wackelnde“ MSN-Messenger

Instant-Messaging war in den 90ern (und in den folgenden Jahren) ein Riesentrend. Die Hersteller der Messenger kämpften mit allen Mitteln um die Vorherrschaft: Emoticons, animierte Emoticons, extrem animierte Emoticons, extremer animierte Emoticons, völlig absurd herumtanzende Emoticons – und gerade als jeder dachte, da kann man keinem mehr zumuten, kam der animierte Messenger. Ein Klick auf die entsprechende Schaltfläche des Microsoft-Programms und der Messenger beim Gegenüber begann zu wackeln, als hätte jemand kräftig mit dem Fuß gegengetreten: Rumms. Ungeduldige Menschen drückten dann auch gleich mehrfach auf den Button, woraufhin man spätestens nach dem dritten Wackeln Lust bekamt, kräftig gegen den Bildschirm zu treten.

Der ICQ-Pfiff

Für mich völlig unverständlich, aber für einige Nutzer war das nervig-hochfrequente „Oh-Oh“ von ICQ, mit dem der Messenger neue Nachrichten ankündigte, ein Genuss. Oder wie sonst erkläre ich mir die Tatsache, dass tatsächlich immer noch ICQ-Klingeltöne für Smartphones gesucht werden? Mir persönlich ging der Ton gewaltig auf die Nerven, meist begann dann die Konversation schon direkt aggressiv: „Oh-Oh!“ „WAS?“. Überhaupt klingt es nach einer schlechten Idee, jede Kommunikation mit „Oh-Oh“ einzuleiten – es sei denn, man ist Automechaniker.

AOLs „You've got Mail“

(Screenshot: AOL)
Das ist ja einfach. (Screenshot: AOL)

Sie haben Post. Beim Start der AOL-Software verkündete dieses Meisterwerk der AOL-Softwareschmiede stolz, dass neue E-Mails eingegangen waren. Richtig lustig wurde es, wenn die E-Mails nicht gelesen wurden und Microsoft Windows wie erwartet einen Bluescreen produzierte: Bei vielfältigen Neustarts im Büro und der grundsätzlich im Autostart befindlichen AOL-Software konnte man dann an manchen Nachmittagen eine wahre Kakophonie durch das Büro schallen hören: Sie - haben - Post! Direkt nach der penetranten AOL-CD-Epidemie, war das damals der zweite Grund für mich, vor AOL das Weite zu suchen. Die US-Seite Columbian.com hat den Sound noch zum Anhören parat, falls jemand das Verlangen nach dem alten AOL-Sound verspüren sollte.

Rover, der Hund in der XP-Suche

(Screenshot: Microsoft)
Was wackelt mit dem Schwanz und nervt? Rover. (Screenshot: Microsoft)

Eigentlich würde es reichen, den oben stehenden Absatz über Clippy erneut zu lesen. Man sollte es nicht glauben, aber nach dem Hohn und Spott über Clippy griff Microsoft erneut zu einem pseudo-putzigen Maskottchen: Rover. Ein kleiner, gelber, mit dem Schwanz wedelnder Hund begleitete jeden Aufruf der XP-Suche mit diversen Fragen zum Suchvorgang. Sitz, Mistvieh!

FilterKeys

Das ist definitiv das letzte Windows-Disaster für diesen Artikel, auch wenn mir als Apple-Fanboy noch einige einfallen würden: FilterKeys. Eine Eingabehilfe, also eigentlich eine löbliche Einrichtung, die leider schon werksseitig aktiviert wurde, anstatt nur bei Bedarf. Mit nervigen Folgen: Bei längerem Drücken der Shift-Taste öffnete sich das FilterKeys-Fenster und blockierte den Desktop, egal was gerade getippt und geklickt wurde – erst mal musste FilterKeys weg. Sollte es sich noch dazu um die Version mit dem fehlerhaften „Cancel-Button“ handeln, war Freude angesagt: FilterKeys lief einfach weiter.

Facebook-Sticker

(Screenshot: Facebook)
(Screenshot: Facebook)

Ich gebe auf. Bei jedem anderen bisher vorgestellten Feature fällt mir wenigstens ansatzweise ein, wozu es gut sein könnte. Womit aber diese absurd großen, extrem hässlichen Dinger bei Facebook gerechtfertigt werden? Keine Ahnung.

Welche Software-Funktionen haben eure Nerven malträtiert, welches „Feature from Hell“ fehlt noch in unserer Liste? Wir sind gespannt auf eure „Favoriten“!

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9 Reaktionen
Ico
Ico

"Windows erfordert einen digital signierten Treiber."

"- 'Möchten Sie wirklich' ist bei manchen Dingen wie dem Dateien-Löschen oder schließen-ohne-speichern wirklich praktisch. Daher auch bei Win8 eingeschaltet, wo die Löschfrage standardmäßig nicht kommt."

Ein Paradebeispiel für Nutzer, dessen Bild des Computers durch Microsoft Windows verdorben sind.

Verklickt und ausversehen gelöscht:
Papierkorb hat es noch.
Erst 1 Monat später gemerkt?:
Wiederherstellung(TimeMachine o.Ä.)

Meistens merkt man es aber eher zeitnah, und der Papierkorb ist 1 Klick entfernt. Für das 1x im Quartal wo man sich vertut, hat man sich hunderte "willst du das jetzt wirklich machen?" Dialoge erspart.

"Schließen ohne speichern"
Nutzer will Anwendung schließen: Anwendung soll sich schließen.
Nutzer will Anwendung starten: Anwendung starten und den Stand vom letzten mal wiederherstellen.
Lobenswert zu erwähnen wäre hier Textmate.

Es gibt Einsatzzwecke von Nachfragen,
z.B. für Aktionen die sich nicht rückgängig machen lassen,
oder die Anwendung für längere Zeit unbenutzbar machen(Thunderbird IMAP Ordner verschieben).

Antworten
Manuel
Manuel

Auf dem Mac: «Anwendung kann nicht geöffnet werden, da es von einem nicht verifizierten Entwickler stammt»

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Matze
Matze

Nett waren auch die alten Fehlermeldungen von Win 3.1 die über eine "allgemeine Schutzverletzung an Adresse "###+q2303oeidke034i03irfmvo" informierten

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Fitweltweit

HAHA, ich dachte "Von wann ist dieser Artikel". Denn der Hund, die nervige Büroklammer und icq sind a schon ewig her. Mittlerweile habe ich (Gott sei Dank kein Windows mehr). Aber das waren schon lustige aber auch stressige Zeiten. Irgendwie hat bei mir bei windows nie etwa so funktioniert wie ich es mir gewünscht hätte. :D

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mega

- Statt Büroklammer hatte ich damals den Hund (Office-Köter) eingestellt und zwar so, das der nicht mit Tips nervt, sondern einfach nur da ist (machte zu diversen Aktionen ne lustige Animation)
- 'Möchten Sie wirklich' ist bei manchen Dingen wie dem Dateien-Löschen oder schließen-ohne-speichern wirklich praktisch. Daher auch bei Win8 eingeschaltet, wo die Löschfrage standardmäßig nicht kommt.
- 'Der ICQ-Pfiff' da gabs irgendwann ne optimierte Version bei Orignal-ICQ. Ich verwende bis heute Trillian aber mit dem ICQ-Ton. Der Trillian-eigene ist einfach zu unauffällig.
- 'AOLs „You've got Mail“': Ich hab nie AOL gehabt, aber die deutsche Fassung dieser Ansage bis heute.
- 'Rover' Auch diesen Hund konnte man so einstellen, das er zwar da war aber direkt die normale Sucheingabe. Man musste (und muss) ja eh zig Dinge auf nem neuen Windows einstellen und installieren.
- 'FilterKeys': Die Bedienhilfen werden eh einmal eingerichtet und damit ist die Langdrück-Funktion dann auch gleich aus.
- 'Facebook-Sticker': Is doch ganz lustich...

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V Bernd
V Bernd

Auch sehr informativ:
Danke, dass du Facebook verwendest! Wir möchten unsere App für dich noch besser gestalten. Deshalb stellen wir jetzt alle 2 Wochen Aktualisierungen im App Store bereit. Du kannst die App automatisch aktualisieren, ohne hierher zurückkehren zu müssen. Gehe dafür zu „Einstellungen“ > „iTunes & App Store“ > „Automatische Downloads“ und aktiviere die Option „Updates“.

In jeder Aktualisierung deiner Facebook-App sind Verbesserungen enthalten, um die App schneller und zuverlässiger zu machen. Wenn neue Funktionen zur Verfügung stehen, werden wir diese für dich in der App sichtlich kennzeichnen.

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Ribert
Ribert

Fehlt noch WinRar, die nervige Meldung man sollte doch die Vollversion kaufen ist noch immer da - obwohl keiner kauft :D

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Werner
Werner

Klasse!
Danke für die Erinnerung an diese Windows Zeiten..lang ist’s her..
Mir wird ganz warm ums Herz.

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