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Digitale Gesellschaft

Netflix-CEO Reed Hastings: „Virtual Reality ist für uns nicht relevant.“ [DLD16]

    Netflix-CEO Reed Hastings: „Virtual Reality ist für uns nicht relevant.“ [DLD16]

Reed Hastings, Netflix-CEO (Foto: Netflix)

Netflix ist zum Synonym für On-Demand-TV geworden. Wir sprachen mit Netflix-CEO Reed Hastings am Rande der DLD16-Konferenz über den Start des Video-Streaming-Angebots, Live-TV und Virtual Reality.

Reed Hastings ist ein gefragter Mann dieser Tage – auch auf der DLD-Konferenz 16. Erst vor wenigen Tagen verkündete er den Marktstart von Netflix in weiteren 130 Ländern – mittlerweile sind es 190 Länder weltweit, in denen Netflix verfügbar ist.

„YouTube hat mich bereits 2005 überzeugt“

Dabei begann der Dienst, der ursprünglich als DVD-Verleih im Netz startete, erst 2007 mit dem Video-Streaming. „Was vorher einfach gefehlt hat, war die Bandbreite des Netzes“, erklärt Hastings. Und wann wurde ihm klar, dass es nicht die Zukunft der Content-Distribution sein wird, DVDs per Post zu verschicken? „Das war ziemlich genau im August 2005, als ich erstmals ein Video auf YouTube anmachte: einfach klick und los.“ Hastings und sein Team brauchten dann noch eineinhalb Jahre, um den Content fürs Streaming vorzubereiten – 2007 ging es dann los, der Rest ist Geschichte.

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Reed Hastings im Gespräch mit Claus Kleber auf der DLD16-Konferenz. Hastings glaubt nicht daran, dass Virtual Reality für Film und Fernsehen eine große Rolle spielen wird.

Virtual Reality? „Für Netflix uninteressant“

Ein Markenzeichen von Netflix war es schon immer, sich auf das zu konzentrieren, was sie am besten können: die On-Demand-Distribution von Video-Inhalten. Und so zeigt sich Hasting auch relativ immun gegen alles, was den Kern des Dienstes übersteigt. So glaubt er etwa nicht, dass Virtual Reality etwas ist, mit dem sich Netflix auseinandersetzen muss: „Für Videospiele ist Virtual Reality eine große Sache. Ich glaube aber nicht, dass es für TV- und Filmentertainment relevant wird. Es gibt zwar auch Möglichkeiten des Storytelling, aber das Medium ist äußerst interaktiv – deshalb wird es in Film und Fernsehen keine Rolle spielen.“

Auch zu Live-TV hat Hastings eine klare Meinung: „Netflix konzentriert sich voll und ganz auf Filme und TV-Serien. Wir produzieren lokal, in Frankreich, Japan oder Südkorea etwa, und distribuieren global – das ist eine große Herausforderung für uns und erfordert unsere volle Konzentration.“ Auch eine deutsche Serie könnten in Zukunft produziert werden, bisher habe sich Hastings und sein Team aber noch für keine Idee entschieden.

„Daten allein entscheiden nicht über Formate“

Auch Netflix nutzt Datenanalyse, um die Vorlieben der Nutzer zu verstehen und entsprechend Formate zu entwicklen. Wir wollten wissen, wie auch in Zukunft innovative Formate möglich seien, wenn Daten über Formate bestimmen? „Ganz einfach“, antwortet Hastings. „Wir überschreiben die Daten einfach, wenn uns ein interessanter Stoff gepitcht wird. Daten alleine entscheiden nicht über Formate, die wir produzieren.“ Nur so sei schließlich der Erfolg von „Making a Murder“ zu erklären. „Wer würde sonst eine 10-Stunden-Dokumentation über einen Mörder finanzieren?“ – Die Mörder-Doku ist übrigens auch aktuell Hastings Liebenslingsserie auf Netflix.

Und was glüht bei euch aktuell über die Leitung bei Netflix und Co?

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