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Neue Ära bei Google: Tech-Riese baut Struktur mit neuer Holding „Alphabet“ um

Neue Ära bei Google: Tech-Riese baut Struktur mit neuer Holding „Alphabet“ um

Durch die Reorganisation wird Langzeitmanager Sundar Pichai zum CEO der , Inc. und Sergey Brin führen die Holding und nehmen sich aus dem operativen Geschäft zurück.

Google-Projekte werden zu Tochtergesellschaften

Das Google, das wir kennen, ist Geschichte – zumindest aus Unternehmenssicht. Denn der börsennotierte Konzern schichtet seine Geschäftsbereiche um und gründet deshalb eine Holding mit dem Namen „Alphabet“. Dessen CEO wird der ehemalige Google-CEO Larry Page, Sergey Brin erhält den Titel Präsident. Die beiden wollen die durch den Großumbau entstandenen Töchterunternehmen unterstützen. Genauer haben sie ihre Rolle in der Holding noch nicht definiert.

Sundar Pichai bekommt bei Google noch mehr Einfluss als zuvor. (Foto: Sam Churchill / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Beförderung für Sundar Pichai: Er wird CEO der Google, Inc. (Foto: Sam Churchill / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Mit der neuen Struktur steigt Sundar Pichai, seit 2004 beim Konzern und zuletzt Vize-Chef, zum CEO der Google, Inc. auf. Neu ist auch, dass einzelne Projekte zu Tochtergesellschaften ausgelagert werden. So sind das Forschungslabor „Google X“ und „Calico“, ein Projekt zur Erhöhung der Lebenserwartung, jetzt eigene Unternehmen. Das Breitbandinternet „Fiber“ ist ebenfalls eine Tochter von „Alphabet“.

Mehr Transparenz und Förderung

„Alphabet“-CEO Larry Page erklärt die Umstrukturierung in der offiziellen Bekanntmachung damit, dass die einzelnen Geschäftsbereiche und Produkte besser gefördert werden und mehr Transparenz geschaffen wird. Denn künftig ist nachvollziehbar, wie viel Geld in die einzelnen Projekte fließt. An der Holding hat der Konzern seit mehr als einem Jahr gearbeitet, berichten Medien.

Während die Börse die neue Unternehmensstruktur begrüßt, wundert sich die Tech-Branche, warum Google weder die Domain „Alphabet.com“ noch die dazugehörigen Social Media-Handles besitzt.

via investor.google.com

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3 Antworten
  1. von Steven Broschart am 11.08.2015 (11:04 Uhr)

    Die neue Website abc.xyz enthält ja nicht viele Seiten, schafft es aber trotzdem, Duplicate Content zu produzieren :-) -> http://magazin.optimizingexperts.de/google-wird-teil-von-alphabet-3534/

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  2. von Aufkauf und Leistung am 11.08.2015 (13:55 Uhr)

    Wohl aus Steuer-Gründen oder sonstwie. Manche Neue-Markt Unternehmen gründeten vor dem Untergang noch fleissig Büros in New York usw. und gaben die Millionen der kleinen Kleinaktionäre munter aus...

    Daher ist folgendes Konzept wohl eher fiktiv:
    Google-Bosse haben erkannt das die meisten Aufkäufe und Projekte im Sande verlaufen oder untergehen. Also werden jetzt wie schon Oculus Rift (Facebook) oder Whatsapp (auch Facebook) die Firmen knallhart separat gehalten und die Cashburner kriegen Hohn und Mindestlohn.
    Separierung führt dazu, das man nicht mit der Mutterfirma mit zigtausenden Mitarbeitern in Verbindung kommt und stattdessen eigenständig sichtbar Leistung liefern kann ohne das die Mutterfirma-Boni-Manager es verhindern können. Jedes Schlauchboot kämpft für sich.
    Wie gesagt: Vermutlich ist das leider nicht das beabsichtigte Konzept...

    Schön wäre eine Infografik mit den 50-100 Projekten und Käufen von Google und wo die jeweils verbleiben. Denn nicht vergessen: Wave ist nicht tot. Es wurde lizensiert....

    Was mit Web und Traffic zu tun hat scheint bei GoogleInc zu landen. Also Chrome ziemlich sicher. Aber auch ChromeOs ? Wo bleibt Android ? Wo bleibt Glass ? Wo bleibt der GoogleGithubClone-Nachfolger vom beendeten GoogleCode ? Wo bleiben die Nexus-Geräte ? Nest gehört vermutlich zu Alphabet weil es zu weit weg von Suche&Web ist. Aber was ist mit dem frischen Teil(Ganz?)-Kauf von Secret-Escapes die durch die TV-Werbung ständig zu sehen sind und den ganzen anderen Reise-Diensten die Google sonst noch hat und beteiligt ist ? Google und M$ haben Beteiligungen an Uber.
    Usw. Eine Infografik als dauerhafte Referenz wäre wirklich nett. Die würde aber wohl ca. 100 Firmen/Projekte enthalten.


    Und wer noch an Google Glass glaubt dem sei erinnert, das eine Firma die vor 10-15 Jahren Videobrillen machte, dann auch "Business-Orientiert" wie GoogleGlass letzte Woche wurde und erst jetzt wieder Videobrillen langsam in Reichweite kleiner Bürger kommen.
    "Business-orientiert" heisst meist: Viel weniger Stückzahlen als "Endkunden-Orientiert" und viel weniger Kunden und viel weniger Umsatz und viel höhere Preise und viel langsamere Entwicklung. Sogar WinPhone entwickelt sich schneller....
    Die 3D-Drucker-Firmen werden aufgekauft und auch "business-Orientiert" so das der kleine Bürger immer weniger Zugang zu 3D-Druckern und Fortentwicklungen hat. Folgende Technologien werden systematisch verzögert: E-Cars, Solarzellen-Verbesserungen, Akku-Verbesserungen von denen wir 2-4 Mal im Jahr lesen (letzte Woche wieder was mit bessere Kathoden aus Aluminium), 3D-Drucker, Videobrillen (Oculus), Augmented-Brillen (GoogleGlass), FreeWifis oder auch FinTech um das Onlinebanking zu verbessern um mal ein rein softwarebasiertes Beispiel zu nennen...
    Wenn Ihr Verbesserungen bei Festplatten oder SSDs/Flash_Speicher lest, sind die "seltsamerweise" 2-3 Jahre später in den kaufbaren Platten und SSDs und SD-Karten/USB-Sticks verfügbar. Anscheinend herrscht fast nur dort wahrer Fortschritts-Wille.
    Satelliten-Internet wurde von Google letztens wohl gedroppt. Nur Facebook baut die Solarbasierten Internet-Versorgungs-Flugzeuge während Google die ihre Solar-Flugzeug-Firma ("Titan Aerospace" ?) nach dem Aufkauf wohl nicht so gut weiterentwickelt hat.
    Von Summly und Yahoo hört man auch nichts mehr und muss sich unnötig lange Klickstrecken und platzierte Lang-Texte durchlesen.

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  3. von Aufkauf und Leistung am 16.08.2015 (16:22 Uhr)

    Neue Ära ; No Ara

    Ara wird wohl gedroppt oder wie Google Glass kaum noch relevant fortentwickelt. Stattdessen werden regelmäßig durchhalte-PR-Meldungen veröffentlicht damit keiner mitkriegt das das Projekt wohl schlafen gelegt wurde und vielleicht one+ schlau ist und die Modularisierung als Möglichkeit erkennt.

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