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Das neue Google Maps: So sieht es aus, so fühlt es sich an

Im Rahmen der Entwicklerkonferenz I/O wurde ein völlig neuer Look verpasst. Das Redesign erlaubt unter anderem, dass man aus dem Weltall bis direkt in ein Gebäude hineinzoomen kann, und bietet personalisierte Karten. Das neue Design soll im Sommer für alle Nutzer veröffentlicht werden. Wir konnten allerdings schon mit dem neuen Google Maps herumspielen, geben euch einen Einblick und zeigen, wie ihr die neuen Karten schon jetzt nutzen könnt.

Das neue Google Maps: So sieht es aus, so fühlt es sich an

Bisher ist das neue Google Maps noch nicht für alle Nutzer freigeschaltet, Nutzer können bei Google allerdings eine Einladung anfordern. Die auffälligste Änderung der Browser-Variante ist das Fehlen der Navigations-Sidebar, doch Google hat darüber hinaus an vielen weiteren Schrauben gedreht und Google Maps einige neue Funktionen spendiert.

Neues Design für Google Maps

Wurde man von Google für das neue Maps freigeschaltet, fällt als erstes auf, dass sich der Kartendienst im Vollbildmodus präsentiert. Das ist nicht nur schick, sondern sorgt auch für mehr Übersicht. Die Suche nach Orten ist jetzt mittels eines kleinen Widgets oben links möglich. Praktisch in diesem Zusammenhang ist auch, dass dort die letzten drei Suchen angezeigt werden sofern der Nutzer eingeloggt ist.

Google Maps hebt Geschäfte, Bars oder Restaurant besonders hervor, die von Freunden des jeweiligen Nutzers bewertet wurden. Darüber hinaus werden aber auch entsprechende Restaurants besonders hervorgehoben, die allgemein häufig gut bewertet wurden. Genauer ansehen, kann man Orte wie Geschäfte entweder durch einen Klick auf den Namen oder einen Klick auf den Pin.

Das neue Google Maps präsentiert sich im Vollbildmodus.
Das neue Google Maps präsentiert sich im Vollbildmodus. (Screenshot: Google Maps)

Geschäftsinformationen in Google Maps

Klickt man beispielsweise auf ein Geschäft, öffnet sich in Google Maps ein kleines Informationsfenster, das die Adresse, URL, Telefonnummer und Öffnungszeiten enthält. Der Nutzer kann sich ein Street-View-Foto der Lokalität ansehen und hat häufig auch Zugriff auf weitere Fotos. Man kann diesen Ort entweder speichern oder die Routenführung dorthin starten.

Google Maps verbessert Routenführung

Google Maps bietet die Routenführung für unterschiedliche Transportmittel wie öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad (nur USA), Auto oder Flüge. Diese werden sowohl im Suchfenster als auch auf der Karte selbst angezeigt. Besonders praktisch: ist man mit Öffis unterwegs, kann man unterschiedliche Routen visuell miteinander vergleichen. Google Maps zeigt dann unter anderem an, wie häufig man bei der jeweiligen Route umsteigen muss, wie weit man noch zu Fuß gehen muss und wie lange man insgesamt unterwegs wäre.

Häufig gefordert und jetzt bei Google Maps dabei: Flugrouten.
Häufig gefordert und jetzt bei Google Maps dabei: Flugrouten. (Screenshot: Google Maps)

Der visuelle Vergleich alternativer Routen ist überaus praktisch, denn beim neuen Design muss man nun nicht mehr jede Route einzeln anklicken, sondern bekommt alle Routen direkt auf der Karte angezeigt. Eine weitere interessante Neuerung bei der Routenführung: fehlt einem die genaue Zieladresse, kann man eine Route auch einfach auf der Karte selbst anlegen. Kennt man die genaue Adresse nicht, dafür aber die ungefähre Richtung, klappt dies erstaunlich gut.

Personalisierte Google Maps: praktisch und beängstigend zugleich

Insgesamt verpasst Google den karten eine ganz persönliche Note. Zumindest im eingeloggten Zustand erhält nämlich jeder Nutzer eine individuelle Karte, die vergangene Suchanfragen, Gewohnheiten und Vorlieben berücksichtigt. Das heißt im Klartext, dass Google Maps sich gemäß der Interessen des Nutzers präsentiert: von Restaurants, die man häufig frequentiert oder die Freunde empfehlen, über gespeicherte Suchanfragen bis hin zu erweiterten Anzeigen, die einer Suche entsprechen. Sucht man in einer Stadt beispielsweise nach einem bestimmten Theater, hebt Google Maps alle anderen Theater in dieser Stadt ebenfalls hervor.

Insgesamt bietet Google Maps mehr Eye-Candy.
Insgesamt bietet Google Maps mehr Eye-Candy. (Screenshot: Google Maps)

Menschen, die viele Google-Dienste nutzen, werden feststellen, dass die personalisierten Karten sehr praktisch sein können. Sie werden unter Umständen aber auch erstaunt darüber sein, wie viel Google über sie weiß. Im vergangenen Jahr hat das US-Unternehmen den Weg geebnet und die Daten vieler unterschiedlicher Dienste zusammengeführt. Das beinhaltet unter anderem vom Nutzer getätigte Suchanfragen, den Google Kalender und weitere Dienste des Unternehmens. Diese Daten ermöglichen auf der einen Seite den personalisierten Charakter von Google Maps, wecken aber andererseits erneut Bedenken in Hinblick auf den Datenschutz.

Mehr Bildgewalt bei Google Earth

Klickt man auf das Icon für Google Earth erhält man die entsprechende Earth-Ansicht der ausgewählten Gegend. Darüber hinaus kann man für die meisten Orte auch auf Street View zugreifen und in manchen Fällen sogar in Gebäude schauen. Das neue Google Maps bietet ohnehin mehr Eye-Candy. Am unteren Bildschirmrand findet sich ein scrollbares Menü mit Bildern zum jeweils ausgewählten Ort. Auf diese Weise kann man seine ganz eigene virtuelle Foto-Safari starten, ganz egal wo. Bei diesen Bildern handelt es sich sowohl um offizielle Bilder von Google als auch um öffentliche Fotos, die auf Google+ oder Picasa von Nutzern hochgeladen wurden.

Durch die Integration von Google Earth und Google Maps kann der Nutzer in Google Maps aus dem Weltall bis direkt in ein Gebäude zoomen.
Durch die Integration von Google Earth und Google Maps kann der Nutzer in Google Maps aus dem Weltall bis direkt in ein Gebäude zoomen. (Screenshot: Google Maps)

Fazit

Auch das neue Google Maps wird wahrscheinlich in erster Linie genutzt, um heraus zu bekommen, wie man von A nach B kommt. Allerdings bietet Google mit dem Redesign von Maps einige Anreize, sich über die Routenplanung hinaus länger mit dem Dienst zu beschäftigen: von mehr Fotos über eine bessere Integration von Google Earth und Google Street View bis hin zu Empfehlungen aus sozialen Netzwerken. Google Maps wurde in jedem Fall ordentlich umgekrempelt und in vielen Bereichen verbessert. Ein zweischneidiges Schwert sind dagegen die personalisierten Karten. Auf der einen Seite ist es toll, dass jeder Nutzer seine ganz individuelle Karte bekommt, auf der anderen Seite wirft das aber auch einige Bedenken in Sachen Datenschutz und Privatsphäre auf.

Das neue Google Maps schon jetzt ausprobieren

Wer sich das neue Google Maps schon jetzt ansehen will, muss sich für die Preview anmelden. Für alle Interessierten hat Google eine spezielle Anmeldeseite online gestellt.

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6 Antworten
  1. von Michael am 18.05.2013 (15:22 Uhr)

    "Öffis"- war das wirklich nötig? An sonsten guter Bericht.

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  2. von Tobbi am 21.05.2013 (19:50 Uhr)

    Sieht auf jeden Fall vielversprechend aus, ich bin gespannt.

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  3. von sorrysorry.habmalnefrage am 21.05.2013 (20:16 Uhr)

    Routing für ÖPNV? Hier in Berlin kennt Google nur die S-Bahn. Und lässt uns gfls. kilometerweit zum nächsten S-Bahnhof laufen. Bisher unbrauchbar!

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  4. von nick.merq am 23.05.2013 (12:28 Uhr)

    Jetzt konnte ich auch endlich die neuen Maps testen ;)
    http://de.merq.org/blog/2013/05/23/das-neue-google-maps-video-test/

    Ich finde das Design passt wirklich besser. Es ist übersichtlicher und das wesentlichste wird dargestellt.

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  5. von phil am 27.05.2013 (10:58 Uhr)

    Hat irgendjemand schon herausfinden können wie man Multi-Stop-Routen anlegen kann? Bisher kennt er scheinbar nur Routen von A nach B.
    Und wie komme ich an meine gespeicherten Karten und Orte?

    Bisher war das sehr intuitiv zu machen, jetzt ist in meinem Kopf nur ein großes Fragezeichen...

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  6. von m.seifert79 am 30.06.2013 (00:59 Uhr)

    Ich warte schon seit Tagen auf die Email wie! Werden die nur an eine Google Email verschickt???
    Vielen Dank

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