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Neue Händlervorgaben bei Amazon: Lokale Rücksendeadresse wird zum Standard

Neue Händlervorgaben bei Amazon: Lokale Rücksendeadresse wird zum Standard

Händler, die ihre Waren auf dem Online-Marktplatz von verkaufen, müssen neben den gesetzlichen Anforderungen auch die Vorgaben der Plattformbetreiber einhalten. Jetzt hat Amazon die lokale Rücksendeadresse zum Standard erhoben.

Neue Händlervorgaben bei Amazon: Lokale Rücksendeadresse wird zum Standard

Amazon verlangt ab sofort eine inländische Rücksendeadresse. (Foto: blu-news.org / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Aktuell hat Amazon neue Richtlinien eingeführt, die die Verkäufer ab sofort umsetzen müssen. Betroffen sind vor allem Händler, die auf verschiedenen Marktplätzen innerhalb der EU handeln. Was ihr als Amazon-Händler beachten müsst, steht im Artikel.

Deutsche Händler, die in Großbritannien verkaufen, brauchen ab sofort eine Rücksendeadresse in Großbritannien. (Screenshot: Amazon.co.uk)
Deutsche Händler, die in Großbritannien verkaufen, brauchen ab sofort eine Rücksendeadresse in Großbritannien. (Screenshot: Amazon.co.uk)

Amazon: Lokale Rücksendeadresse oder kostenlose Retoure

Deutsche Amazon-Händler, die im Ausland verkaufen, müssen jetzt entweder ihre Geschäftsprozesse anpassen oder die Kosten für die Rücksendung aus dem Ausland übernehmen.

Amazon-Händler müssen seit dem 12. März 2015 eine Rücksendestelle für jedes Land einrichten, dessen Amazon-Marktplatz sie nutzen: Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien.

Erstmal kein Problem, denn als Retouren-Adresse kann der Firmensitz dienen. Der deutsche Amazon-Händler, der seine Waren über Amazon.de verkauft, kann also seine deutsche Geschäftsadresse angeben, der englische Händler, der über Amazon.co.uk verkauft, seine englische und so weiter.

Amazon Marketplace: Änderungsbedarf bei internationalem Warenverkauf

Handlungsbedarf besteht aber für all jene Händler, die die Marktplätze zweier oder mehrerer Länder nutzen. Für jedes Land muss nämlich eine eigene Rücksendeadresse vorgehalten werden.

Bietet beispielsweise ein deutscher Verkäufer seine Waren sowohl auf „Amazon.de“ als auch auf „Amazon.co.uk“ an, muss er in beiden Ländern Retouren-Adressen einrichten. Für Deutschland kann der Firmensitz als Rücksendestelle dienen, in England muss aber eine englische Adresse zur Verfügung gestellt werden.

Alternative: Verkäufer trägt die Rücksendekosten

Wer das nicht kann – oder will – muss nach den Vorgaben von Amazon die Rücksendekosten für  den Auslandsversand tragen. In unserem Beispiel also die Kosten der Rücksendung aus England an die deutsche Geschäftsadresse. Nur wer lokale Retouren-Adressen einrichtet, darf auch weiterhin den Käufern die Kosten der Warenrücksendung auferlegen.

Was, wenn ich mich nicht an die Neuerungen halte?

Wer sich nicht an die neuen Vorgaben hält, muss zwar keine Abmahnungen fürchten, da es sich um eine Amazon-interne Vorschrift und keine Rechtsvorschrift handelt – Amazon hat aber bereits angedroht, im Zweifel die Verkäuferlizenz zu entziehen, was wohl existenzbedrohende Folgen für den Unternehmer haben dürfte. Eine andere Wahl, als sich zu fügen, haben die Marketplace-Händler daher leider kaum.

Mehr E-Commerce-News auf netzaktiv.de

Von Katrin Trautzold

Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

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2 Antworten
  1. von Alexander Kwiotek am 14.04.2015 (10:34 Uhr)

    Eine absolut vernünftige Regelung, wie ich finde. Das könnte sogar der Vorreiter neuer Gesetze sein :) Zumindest sollte stets darauf hingewiesen werden, dass der Händler aus dem Ausland kommt und die zu tragenden Rücksendekosten erheblich höher ausfallen können...

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  2. von Donngal am 14.04.2015 (15:30 Uhr)

    Sehr gut! Ich habe schon mal ausversehen was aus England bestellt und das Rücksenden hätte sich nicht gelohnt, wusste ich aber erst, als ich die Ware hatte. Seit dem achte ich drauf, aber schöner ist es doch wenn ich gar nicht erst darauf achten muss.

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