Mit seinem neuen Projekt "Buzzriders" will Robert Basic wieder angreifen, das erklärt er in einem Meedia-Interview auf dem Wordcamp in Jena. Das langfristige Ziel: "Ich will Spiegel Online und Heise angreifen.". Erreichen will er dies durch eine Mischung aus DPA-Ticker und Twitter, bei dem alle Nutzer eigene News einstellen können. Eine News solle dabei lediglich aus einem Satz bestehen und einen Link enthalten.
Das Modell "Buzzriders"
Die Top-News werden dann von Basic selbst oder einem seiner News-Schreiber aufgegriffen und zu Top-Storys ausgebaut. Mögliche Inhalte zur Ergänzung wären beispielsweise O-Töne. Wie allerdings die Top-News genau entstehen, bleibt zunächst unklar, denn auf eine Kommentarfunktion wie sie beispielsweise Digg nutzt, verzichtet "Buzzriders" zum Anfang.
Das Projekt will er im Gegensatz zum Basis-Thinking-Blog auch nicht alleine forcieren. Geplant ist ein bezahltes Mitarbeiter-Team, deren Finanzierung über Werbung laufen soll. Interessant ist hier die Idee, einzelne Ressorts oder Themen-Channel direkt an einzelne Sponsoren zu vergeben.
Von Twitter wird die Follower-Idee übernommen. Leser können so interessanten News-Einstellern folgen und bekommen dann automatisch deren News präsentiert. Nach einer gewissen Zeit und ab einer bestimmten Qualität, glaubt Basic an die Bereitschaft der User für das Angebot einen kleinen finanziellen Betrag zu zahlen. Damit hätte er das geschafft, was Twitter und klassische Nachrichtenportale bis heute nicht geschafft haben.
Die Rolle von Open Source
Zum Schluss des Interviews stellt Basic die Wichtigkeit von Open Source für die Entwicklung des Internets heraus. "Die Vergünstigung der Produktionsmittel, so dass sie sich jeder leisten kann, das war elementar für die Innovationsfähigkeit einer Gesellschaft im technischen Bereich". Das Internet wäre nicht auf dem Stand von heute, hätte es nicht die Open-Source-Bewegung gegeben.





7 Antworten
von Andreas 18.02.2009 (13:45Uhr) 1.
Ich stelle es mir schwer vor eine Vertrauensbasis zwischen Leser und Seite aufzubauen, wenn sogar resourcespezifisch gesponsort wird. Mir ist bis dato kein Unternehmen bekannt, das diesen Spagat gemeistert hat. Bisher klingt das ganze wirklich wenig innovativ, ich bin gespannt wie es sich entwickelt.
von stimpmania 18.02.2009 (17:21Uhr) 2.
Bei Punkt "Ressortsponsoring" bin ich in der Tat auch sehr skeptisch. Interessant finde ich die Adaption des Follower-Prinzips von Twitter. So besteht für Nutzer der Anreiz, sich zu einer Autorität in einem bestimmten Gebiet zu entwickeln und reine Konsumenten haben die Möglichkeit, sich auf interessante News-Einsteller zu fokussieren.
von Markus Scholl 19.02.2009 (11:30Uhr) 3.
Der gute Robert lehnt sich da sehr weit und viel zu früh aus dem Fenster. Ein intelligenter Mensch würde erstmal den Kopp dicht machen, beta Version fertig machen und dann Welle schieben oder?
von TechDivision 19.02.2009 (22:07Uhr) 4.
Ob da dem Hr. Basic wohl der Medienrummel um seinen Blog-Verkauf zu Kopf gestiegen ist. Wenn er die Aussage mit dem Angriff auf Spiegel Online und Heise tatsächlich so getätigt hat, dann mach ich mir um den Misserfolg seines neuen Projektes keine Sorgen....
Ich übrigen kann ich Markus nur zustimmen. Derartige Aussagen im Vorfeld zu machen, halte ich - gelinde gesagt - für keine sehr clevere Idee. Oder weiß er womöglich etwas, das wir noch nicht wissen???
von Jesse 23.02.2009 (12:53Uhr) 5.
Wir können vielleicht auch festhalten, dass der Verkauf eines blogs für ein paar tausend Euro nur bedingt als Erfolg zu werten ist.
P.S. dieses captchabild da unten ist auch nach mehrmaligem laden nicht lesbar!
von stimpmania 23.02.2009 (13:08Uhr) 6.
@Jesse: Sorry für das miese Captcha. Treibt mich auch immer wieder zur Verzweiflung. Wir arbeiten aber gerade an unserem Relaunch, der in Kürze online gehen wird. Da wird dann alles besser ;-)
von Buzzriders: Reaktionen auf die Ideen von… 23.04.2009 (13:43Uhr) 7.
[...] Inzwischen hat Robert seine Ideen in einem Posting auf „written in basic“ schriftlich festgehalten. Wohin genau die Reise geht, wird man nun mitverfolgen können. Nicht umsonst hatte er die Phase 1 seines Projekts mit „Feedback, Feedback, Feedback“ überschrieben. Schon in den vergangenen Wochen hatten sich die Ideen zu Buzzriders übrigens stark gewandelt. [...]