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Abschied auf Zeit von Smartphone und Co.: Der neue Trend heißt Digital Detox

Abschied auf Zeit von Smartphone und Co.: Der neue Trend heißt Digital Detox

Der neueste Trend aus dem hat nichts mit und zu tun, sondern mit dem Verzicht darauf. Digital Detox nutzen immer mehr ansonsten hypervernetzte Menschen, um richtig abzuschalten – und danach produktiver zu sein.

Abschied auf Zeit von Smartphone und Co.: Der neue Trend heißt Digital Detox

Digital-Detox-Camp in den USA. (Foto: davitydave, via flickr, Lizenz CC BY 2.0)

Das Oxford Dictionary kennt den Begriff bereits: Digital Detox ist demnach ein Zeitraum, in der eine Person auf die Benutzung elektronischer Geräte wie Smartphones oder Computer verzichtet – als Möglichkeit, Stress zu reduzieren und mit der physischen Welt zu interagieren.

In den USA gibt es bereits Digital-Detox-Camps, die ihren Kunden eine Art Neustart für den Körper anbieten. Besonders in der kalifornischen Tech-Hochburg Silicon Valley sind die Camps beliebt. Voice of America beschreibt die Regeln eines solchen Camps in einem Wald drei Autostunden von San Francisco entfernt: Keine Gespräche über die Arbeit, kein Alkohol, keine Vornamen oder Diskussionen darüber, wie alt die Anwesenden sind – und am wichtigsten natürlich: keine Handys, keine Computer, Tablets oder Uhren.

„Device-Free Analog Zone“: Wer bei einem Digital-Detox-Camp mitmachen will, muss Smartphone, Tablet und Co. für eine Weile adieu sagen. (Foto: davitydave  via flickr , Lizenz   CC BY 2.0)
„Device-Free Analog Zone“: Wer bei einem Digital-Detox-Camp mitmachen will, muss Smartphone, Tablet und Co. für eine Weile Adieu sagen. (Foto: davitydave, via flickr , Lizenz CC BY 2.0)

Erstmals fand das Camp vergangenes Jahr statt – doch in diesem Jahr sind die Wochenend-Camps stark gewachsen. Dem Bericht zufolge haben sich diesmal jeweils mehrere Hundert Teilnehmer an drei Wochenenden zum Digital-Detox-Camp angemeldet. Das Camp kostet 570 US-Dollar, Essen und Gruppenaktivitäten inklusive. Mit den Hippies und Aussteigern der 1960er und 1970er Jahre hat der neue Trend zur digitalen Enthaltsamkeit übrigens nichts zu tun. Die überwiegend hart arbeitenden Mitarbeiter aus Tech-Unternehmen betonen häufig, dass ihr vorübergehender Verzicht auf digitale Kommunikation hilft, ihre Produktivität zu steigern.

„Wenn wir – wieder aufgeladen – zurückkommen, sind wir produktiver und haben eine andere Perspektive“, schreibt die Digital-Detox-Expertin Frances Booth für Forbes. „Es ist außerdem wahrscheinlich, dass wir mindestens eine großartige Idee bekommen, während wir nicht darüber nachdenken.“

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Von Stephan Dörner

Ursprünglich publiziert bei wsj.de

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3 Antworten
  1. von alex am 28.07.2014 (15:12 Uhr)

    Eine Art Light-Version bzw. die tägliche Dosis des Digital Detox bietet übrigens die Smartphone-App Offtime: http://www.offtime.co

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  2. von MarinaS. am 30.07.2014 (09:51 Uhr)

    Wenn ich das lese, frage ich mich schon ernsthaft, ob wir verlernt haben, unsere Geräte abzuschalten? Mit etwas gesundem Menschenverstand kann sich doch jeder selbst solche Auszeiten nehmen bzw. planen, ohne gleich für zwei Tage Web-Abstinenz umgerechnet 425 Euro hinzulegen ...

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  3. von DrThomas am 07.04.2016 (08:56 Uhr)

    Wahrscheinlich ein sinnvolles Angebot. Ich kann mir gut vorstellen, dass es dem ein oder anderen hilft. Es schadet sicherlich nicht, das Smartphone mal für ein paar Stunden am Tag Smartphone sein zu lassen (https://jarmino.de/detox)

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