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Neues BarCamp: „SummerCamp“ Alfeld – „Wissen tauschen. Kontakte knüpfen.“

    Neues BarCamp: „SummerCamp“ Alfeld - „Wissen tauschen. Kontakte knüpfen.“

Vom 23. bis 25. Juli findet erstmalig das SummerCamp in Alfeld statt. Der Organisator, Blogger und Coder Kai Thrun stellte sich im Frühjahr die Frage, warum er für den Besuch eines BarCamps immer 400km+ fahren solle und warum viele BarCamps immer im Herbst stattfinden. Seine Lösung: Das von ihm selbst organisierte SummerCamp in seiner Heimatstadt. Wie genau alles ablief, welche Tücken es gab und was das Ziel dabei ist, hat er uns in einem Interview erklärt.

Wie bist Du auf die Idee gekommen ein BarCamp in Alfeld zu organisieren? Gibt es nicht schon genügend? Und warum sollte es ausgerechnet in Alfeld ein BarCamp geben?

Die Idee resultiert aus vielen persönlichen Faktoren im Frühjahr des Jahres. Ich beschloss einige Sessions auf BarCamps zu halten. Ich musste feststellen, entweder sind die Camps im Süden mit einer Entfernung von 400km+ oder im Herbst. Es ärgerte mich. Irgendwann kam der Gedanke, wieso muss ich eigentlich immer durch Deutschland reisen? Die Leute können doch auch hier her kommen, so mies ist es hier auch nicht. Gut Kleinstadt, aber fließend Wasser haben wir schon!

Letztlich ging ich mit der Frage in die Öffentlichkeit, ob überhaupt Interesse bestünde. Die Resonanz war überwältigend, binnen 7 Tagen war die Idee soweit rumgetragen, dass klar war, ich würde aus der Sache nicht rauskommen.

Ob es schon genügend gibt? Schwierige Frage. Ich denke, es hängt von Themen, Ort und Zeit ab. Ich habe letztens erschüttert gelesen, dass ein BarCamp mangels Interesse abgesagt worden ist. Das hätte ich nicht gedacht, finde ich auch echt bitter.

Warum Alfeld? Das lässt sich einfach beantworten. Ich bin ein Kind dieser Stadt, ich wohne hier. Klar, hier gibt es viele Probleme, die ich in einer Großstadt nicht hätte. Aber ich sehe doch, wie die (wirtschaftlichen) Strukturen hier bröckeln. Und hier gibt's viele Sachen vor allem oder auch für Fotografen.

Was sind für Dich die Vorteile von BarCamps? Wieso sollte man sie besuchen, bzw. wer sollte sie besuchen?

BarCamps bieten eine wundervolle Möglichkeit viel, viel Input zwischen den Zeilen zu bekommen in einem kurzen Zeitraum. Das Wissen, was man an einem Tag oder einem Wochenende mitnimmt, als auch die Impressionen und Inspirationen. Dafür müsste man lange im Keller sitzen und Bücher wälzen ohne zu wissen, ob es funktioniert. Wer sich mal auf einem BarCamp „infiziert“ hat, wird wissen, was ich meine.

SummerCamp-Organisator Kai Thrun

Was sollen die Themen des SummerCamps sein?

„Wissen tauschen. Kontakte knüpfen.“, so lautet das von mir avancierte Motto. Ich hatte viele Themen im Kopf. Ich gebe keins vor. Ich sehe mich nur als Gastgeber. Ich kümmere mich um die Location, den Shuttleservice, bestimmte Rahmenbedingungen etc. Es kommen Marketingleute, Entwickler, Produktmanager, SEOs, Texter, Shopbetreiber sind dabei, Blogger - ich denke, in die Richtung wird es sich entwickeln. Und wenn jemand eine Session halten möchte über Origami bei eingeschränktem Tageslicht mit Brotpapier. Bitte - die Leute sollen Spaß haben. Das ist mir wichtig.

„Wissen tauschen. Kontakte knüpfen. “ ist doch eigentlich ein Grundgedanke eines BarCamps. Wieso hebst Du es hervor?

Sicherlich. Wissen tauschen funktioniert in der Regel auch prima. Kontakte knüpfen - mal besser, mal schlechter. Genau dort sehe ich meine Aufgabe „nachzuhelfen". Ich habe schon einige Ideen, wie ich die Leute zueinander bekomme. Ein großer Punkt, der zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist. Ich denke aber auch, dass die geringe Teilnehmerzahl (80 Personen), einen guten Teil dazu beitragen wird.

Welche positiven Erfahrungen hast Du bei der Organisation gemacht?

Es gibt einem unheimlich viel, wenn Leute hinter einem stehen, an dich und dein Vorhaben glauben. Dich unterstützen, dir Möglichkeiten anbieten und aufzeigen. Es geht mir nicht darum berühmt zu werden, ich meine die Dinge im Verborgenen. Kleinigkeiten. Es stecken viele (hunderte) Stunden in der Organisation und Planung, da hält es die Motivation oft mit Kleinigkeiten oben. Ob nun jemand den Banner in seinen Blog einbaut oder einfach sagt "coole Sache". Ich habe viel (unnötige) Arbeit in die Seite gesteckt, das Feedback gab mir recht, auf dem richtigen Weg zu sein. Ich möchte hier lobenswert Sven Hennig, Eveline Hauptkorn sowie Tobias Glawe erwähnen. Sie haben mir viel erleichtert, viel Motivation gegeben und mich großartig unterstützt bisher. Großer Dank auch an meine Freundin, die den ganzen Zirkus ohne Knurren mitmacht.

Und welche negativen?

Es ist schwierig Organisatoren aus der Vergangenheit zu finden, die sich wirklich in die Karten schauen lassen. Ich meine mehr als ein „meld dich doch mal“ inkl. Funkstille. Viele Themen werden nur oberflächlich behandelt, Fragen nicht beantwortet. Kontakte stellen Kontakte vor und ich bekam keine Antwort. Das ärgert einen im ersten Moment tierisch, danach muss man es sportlich nehmen. Daher habe ich mir mein eigenes Konzept gebaut, vieles in Absprache meiner Blogleser.

Welche Tipps würdest Du angehenden BarCamp-Organisatoren mit auf den Weg geben?

Einen ganzen Koffer voll und dabei bin ich erst noch „mitten drin“. Ein wichtiger Schlüssel, den ich für mich entwickelte ist, das „Verantwortungs-Dreieck“. Es besteht aus Veranstalter, Sponsor und Besucher. Egal welchen Schritt ich mache, es sollte sich zwischen allen drei Parteien immer ein gleiches Verhältnis aufbauen. Ich wechsele die Position, um in die Betrachtung meines Gesprächspartners zu gelangen. Was würde mir Gefallen an seiner Stelle, was würde mir nicht gefallen? Daraus baut sich oftmals ein guter Argumentationsbaum für Verhandlungen, Gespräche und oder Ideen. Und nehmt nicht jeden Kübel mit, der euch angeboten wird ;)

Verstehe ich dich richtig, dass Du auch Angebote ausgeschlagen hast?

Selbstverständlich. Aber Obacht. Wenn man jemandem eine Absage ausspricht, sollte man das mit Anerkennung tun. Viele Sachen passten einfach nicht. Ich bin damit gut gefahren, ehrlich zu sein, Transparenz zu wahren und dem Anbieter bis ins Detail zu sagen, wieso wir nicht zusammen passen. Immerhin habe eine Verantwortung gegenüber den Sponsoren.

Wird es auch im nächsten Jahr ein SummerCamp in Alfeld geben?

Ich werde darüber nachdenken, wenn das erste BarCamp nicht in einem Fiasko endete. Letztlich geht es darum, dass die Leute die kommen, mit einem guten Gefühl nach Hause fahren. Ehrlich gesagt, ich habe da eine Vision, die ich attraktiv fände. Aber das wäre in 3 Monaten nicht realisierbar gewesen ;)

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11 Reaktionen
Kai Thrun

@zeniscalm: Sicher kann man nicht alle über einen Kamm scheren. Ich finde es halt auch etwas seltsam, wenn ein Kontakt von mir jmd. Drittes vorstellt und ich dann dem nicht antworten würde. Ist auch egal, war letztlich ganz gut so.
Dennoch schön, wenn es auch anders funktioniert.

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zeniscalm
zeniscalm

Erfahrene Organisatoren lassen sich nicht in die Karten schauen? Ich glaube dann hast Du genau die falschen erwischt, denn ich habe bei meinem ersten Camp genau das Gegenteil erfahren und gebe deswegen bis heute mein Wissen gerne weiter und kenne auch eine Reihe anderer Organisatoren die das gerne tun.
Ich wünsch Euch viel Erfolg und Spaß mit dem summercamp :-)

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torsten
torsten

Ich drücke Dir die Daumen Kai. Hoffentlich klappt alles und Ihr habt viel Spaß. Aus terminkichen Gründen kann ich nicht kommen, was ich sehr bedaure.

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Sven
Sven

Zuerst:

Unterstützung gern, und wenn es dann noch was gebracht hat- super !

Ich freu mich auf ne ganze Reihe Leute die ich bisher nur aus dem Netz kenne.

:-)

Mal schauen ob die mir danach auch noch folgen :-)

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Eveline3112
Eveline3112

Freue mich, dass ich Dich da unterstützen konnte und wir auch gutes Netz haben werden, um uns zu vernetzen :-)

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Tobias Glawe
Tobias Glawe

Oh, Danke für die Blumen an den Kai!

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Kai Thrun

kann ich mich noch abmelden? ;-)

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Manuel
Manuel

Dabei! Wird bestimmt super!

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CBS
CBS

Tickets inkl. Übernachtung und Grillen sind bestellt, Mietwagen ist reserviert. SummerCamp wir kommen!

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caschy
caschy

Ich bin auf jeden Fall dabei - wer noch? :)

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