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Siri: Sprachsteuerung mit künstlicher Intelligenz [UPDATE]

Siri: Sprachsteuerung mit künstlicher Intelligenz [UPDATE]

Es ware eines der Gerüchte zum iPhone-Event, das zugetroffen hat: hat heute nicht nur ein neues vorgestellt, sondern vor allem . So heißt eine Sprachsteuerung, die an Science-Fiction-Filme errinert. Die Technologie dazu stammt aus einem militärischen Forschungsprojekt für digitale Assistenten mit künstlicher Intelligenz.

Siri: Sprachsteuerung mit künstlicher Intelligenz [UPDATE]

Der Titel der Einladung „Let's talk iPhone“ war tatsächlich wörtlich zu verstehen: Heute abend gab es die Demonstration einer Sprachsteuerung zu sehen, die weit über einige gesprochene Befehle hinausgeht, wie sie jetzt schon im iPhone und bei anderen Handys zu finden ist. Ihr Name: Siri.

So lud Apple zum iPhone-Event ein. Und „talk“ war hier nicht nur als Plausch über ein neues iPhone, sondern vor allem mit dem iPhone zu verstehen. Fürs iPhone 4S gibt es jetzt Siri.

Neues iPhone mit Technologie von Siri

Apple hatte im April 2010 das Unternehmen Siri gekauft, angeblich für 200 Millionen US-Dollar. Seitdem hat man von den drei Gründern nicht viel gehört, aber sie sind bei Apple geblieben. Sprich: Nicht ihre bisherige Technologie wurde gekauft, sondern ihr Fachwissen. Wofür, wurde heute der Öffentlichkeit gezeigt.

Die Ursprünge von Siri liegen im Forschungsprojekt CALO, das ab 2003 digitale Assistenten mit künstlicher Intelligenz gearbeitet hatte. Es war Teil des übergeordneten Projekts „Personalized Assistent that Learns“ (PAL). Aufttraggeber war die Defense Advanced Research Project Agency (DARPA), die an diesen Themen aus militärischen Gründen interessiert ist. 300 Forscher verfolgten bei alldem das Ziel, eine neue Generation von digitalen Assistenten zu erschaffen, die Schlussfolgerungen ziehen können, aus Erfahrungen lernen, ihr Vorgehen erklären und auch auf überraschende Situationen reagieren.

Das klingt nach Science Fiction und in dieser Form wird es das vielleicht auch noch eine Weile bleiben. Einen Teil davon aber haben wir heute Abend schon gesehen. Denn das Unternehmen Siri ist aus dem CALO-Projekt hervorgegangen, als das 2007 zu Ende ging. Dem Startup ging es darum, einen Assistenten in Form einer Smartphone-App zu schaffen, der auf gesprochene Befehle reagiert. Die Spracherkennung ist dabei gar nicht der entscheidende Faktor. Wichtiger ist die Verarbeitung des Gesprochenen mithilfe künstlicher Intelligenz.

Siri erkennt Sprache und kann sie interpretieren

In diesem Video sieht man einige Beispiele anhand der ursprünglichen Siri-iPhone-App:

Im ersten Beispiel sagt man also: „Ich suche ein romantisches italienisches Restaurant in der Nähe meines Büros“ und Siri erkennt nicht nur die gesprochenen Worte, sondern kann die einzelnen Bestandteile des Satzes erkennen und interpretieren. Das ist der entscheidende Schritt. Im Video werden weitere Beispiele gezeigt. Abgesehen von der Spracherkennung wird das Apple-Kenner an die „Assist“-Funktion des Handheld-Geräts „Newton“ erinnern. Der kommerziell wenig erfolgreiche Newton gehörte zu den Projekten, die Apple-Chef Steve Jobs nach seiner Rückkehr gestoppt hat. Teile der Technik finden sich aber in Mac OS X und iOS. Und die Vision eines digitalen Assistenten von damals könnte mit der Technik von heute jedenfalls Wirklichkeit werden.

Gegenüber 9to5mac.com erklärt Norman Winarsky, der das Forschungsprojekt ebenso wie Siri bestens kennt: Es gebe zwar einige, die im Bereich der künstlichen Intelligenz und Spracherkennung forschen, aber Siri sei zum Zeitpunkt des Kaufs durch Apple erheblich im Voraus gewesen. „Wenn die Gerüchte stimmen, wird Apple Millionen von Menschen ermöglichen, mit Geräten per natürlicher Sprache zu interagieren.“ Das könne nach Tastatur, Maus und Touchscreen die nächste Generation und Revolution einläuten.

Siri im iPhone 4S

Dieses Werbevideo zeigt nun Apples iPhone-Assistenten Siri in Aktion:

Weitere Informationen zu Siri findet ihr hier bei Apple.

Neben Englisch, soll Siri auch Französisch und Deutsch verstehen. Wie man im Video sieht, geht es bei Siri um einen Dialog, nicht nur um einzelne Befehle. Man fragt beispielsweise: „Wie wird das Wetter in San Francisco?“ und nachdem man eine Antwort bekommen hat, fragt man weiter: „Und in Los Angeles?“. In dem Moment soll Siri erkennen, dass sich die Frage noch immer auf das Wetter bezieht. Das klingt banal, ist technisch aber alles andere als leicht umzusetzen.

Man kann gespannt sein, wie gut Siri mit der komplizierten deutschen Grammatik zurechtkommt. Apple hat Siri (vorsichtshalber?) als Beta deklariert.

Ausprobieren können Siri derzeit nur Besitzer eines iPhone 4S. Weder das iPhone 4 noch das iPad 2 sind trotz vergleichbarer Performance dabei. Hier dürfte auch eine Rolle gespielt haben, Siri als Verkaufsargument für das iPhone 4S zu nutzen.

Fazit: Revolution oder Revolutiönchen?

Klar ist, dass sich Computer in genau diese Richtung entwickeln werden. Die Frage ist: Wie gut kann das heute schon in der Realität auf einem mobilen Gerät wie dem iPhone funktionieren? Wie nützlich im Alltag wird es sein? Denn nutzen werden es die Leute nur, wenn es weitgehend fehlerfrei funktioniert.

Weitere Informationen in unserer Live-Bericht vom iPhone-Event.

P.S.: Sollte Scotty dann noch einmal in der Gegenwart landen, hätte er jedenfalls deutlich weniger Schwierigkeiten, einen Computer zu bedienen:

Weiterführende Links rund ums Thema „neues iPhone“:

Alles zu AppleiPodiPadiPhoneiPhone 4iPhone 5iPhone 4SSiriAndroid 4.0 und dem Galaxy Nexus auf den t3n-Themenseiten.

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6 Antworten
  1. von MFrontzeck am 04.10.2011 (13:00 Uhr)

    Hallo,

    ich glaube, Apple wird heute nur das iPhone 5 vorstellen oder eben auch beiden Geräte - also iPhone 4S und 5. Doch nur ein iPhone 4S kann ich mir nicht vorstellen. Habe auch mal meine Meinung dazu im Blog geschrieben: http://www.dsltarife.net/iphone-5-iphone-4-apple-geheimnis/news/44334.html

    Gruß

    Marleen von dsltarife.net

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  2. von dani vom lifestyle portal am 04.10.2011 (13:12 Uhr)

    Und soll das nur in Engl. möglich sein oder auch in Deutsch?

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  3. von Konstantin am 04.10.2011 (17:18 Uhr)

    eigentlich versuche ich ja immer objektiv zu bleiben,aber dieses "hätte", "könnte", "würde" über die IPHONE dinger geht mir gehörig aufn Sack. Ich kenne keinen einzigen iphone besitzer der tadellos mit seinem gerät über 18 monate zufrieden ist.

    und die anderen kaufen sich ja eh ein neues nachdem steve jobs gesagt, hat, dass das neue noch viel, viel besser ist. t3n es reicht langsam- macht doch für sowas einfach nen extra apple-orakel BLOG auf- damit wäre uns allen geholfen.

    und die die jtzt hier fragen stellen, werden eh keine antwort bekommen, weil diese nachricht reine spekulation ist- mehr nicht.

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  4. von Jan Tißler am 04.10.2011 (23:13 Uhr)

    Habe die News nun entsprechend um die heute veröffentlichten Informationen aktualisiert.

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  5. von Sepplpeter am 05.10.2011 (08:11 Uhr)

    Take me drunk, I'm home - LOL

    Vermutlich kann das iPhone ein
    "Where is a good restaurant with delicous food?" verstehen.
    Aber was ist mit
    "Wo is a guads Restaurant mit guadem Essn?"

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