Neun Open-Source-Shopsysteme auf der weit verbreiteten Basis PHP und MySQL stellen wir hier vor. Einen Testsieger kann es dabei objektiv betrachtet nicht geben: Zu unterschiedlich sind die jeweiligen Vor- und Nachteile.
In der aktuellen Ausgabe T3N Nr. 13 werden alle hier vorgestellen Shopsysteme im Themenschwerpunkt "E-Commerce" ausführlich dargestellt. Dort finden sich auch ein Grundlagenartikel zum viel gelobten Shop Magento sowie ein Beitrag rund um E-Payment-Systeme. Das Heft liegt seit dem 3. September im Bahnhofsbuchhandel und an ausgewählten Kiosken bereit.
FWP Shop

Der FWP Shop ist eine recht neue Shopsoftware, die vom Lüneburger Unternehmen FWP Systems GmbH entwickelt wurde. Alle für den deutschen Markt erforderlichen rechtlichen Grundlagen werden hier eingehalten. Kundensupport gibt es neben einem Online-Forum auch über eine kostenpflichtige Hotline. Interessant ist beim FWP Shop die Anbindung an Preisvergleichsportale, um mit seinen Angeboten auch dort präsent zu sein. Momentan werden allerdings noch keine Warenwirtschaftssysteme unterstützt.
- Aktuelle Version: 3.3
- Freie Templates? Nein
- Dokumentation: Ja, deutsch
- Warenwirtschafts-Schnittstellen: Nein
Magento

Der schon zur Betaphase 200.000 Mal heruntergeladene Shop Magento wurde von Entwicklern aus Los Angeles programmiert. Magento basiert auf dem Zend Framework und hat dadurch eine relativ saubere Programmierstruktur - das macht Updates einfacher und verspricht eine gute Erweiterbarkeit. Interessant ist Magento auch nicht zuletzt durch Features wie RSS-Feeds, Produktvergleiche, Produkt-Reviews und Schnittstellen zu zahlreichen Payment-Anbietern. Magento ist jedoch nicht vollständig für den deutschen Markt angepasst, beispielsweise fehlen entsprechende Schnittstellen. Außerdem ist Magento für kleinere Shops wegen der großen Hardware-Anforderungen nicht geeignet.
- Aktuelle Version: 1.1.2
- Freie Templates? Ja
- Dokumentation: Ja, Englisch
- Warenwirtschafts-Schnittstellen: Nein
OpenCart

OpenCart basiert auf dem MVS-Framework, ist aber dennoch schlank und performant. Die Features sind schlicht und einfach, wer einen komplexeren Shop plant, wird mit OpenCart also nicht zufrieden sein. Das System unterstützt die Einbindung von fremden Modulen, beispielsweise von Zahlungsanbietern. In der Download-Datei ist neben Englisch auch ein deutsches Sprachpaket enthalten.
- Aktuelle Version: 0.7.8
- Freie Templates? Ja
- Dokumentation: Teilweise, Englisch
- Warenwirtschafts-Schnittstellen: Nein
OsCommerce

Bereits seit vielen Jahren ist OsCommerce auf dem Markt. Mit der Software kann man materielle und virtuelle Produkte verwalten sowie unterschiedliche Währungen verwenden. Als Urgestein unter den Shopsystemen kann OsCommerce mit vielen Funktionen aufwarten und verfügt über eine große Entwicklergemeinde. Ein Nachteil ist jedoch das Layout: Statt auf CSS wird hier auf Tabellen gesetzt.
- Aktuelle Version: 2.2 RC 2a
- Freie Templates? Ja
- Dokumentation: Ja, Englisch
- Warenwirtschafts-Schnittstellen: Ja
phpShop

phpShop ist mit den Zielen entstanden, einfach anpassbar und unproblematisch in der Designanpassung zu sein. Außerdem war den Entwicklern ein verständlicher Quellcode in einer leicht zu lernenden Programmiersprache wichtig. Diese Ziele wurden umgesetzt, jedoch gleicht phpShop eher einem Warenkorb- denn einem Shopsystem.
- Aktuelle Version: 0.8.1
- Freie Templates? Nein
- Dokumentation: Ja, Englisch
- Warenwirtschafts-Schnittstellen: Nein
PrestaShop

Relativ neu und aus Frankreich ist PrestaShop. Er ist aufgeräumt und vor allem für Einsteiger dank selbsterklärender Funktionen interessant. Momentan liegt PrestaShop nur in Englisch und Französisch vor, die Sprache ist jedoch individuell über eine Sprachdatei anpassbar. Ein Einsatz im deutschen Rechtsraum möglich, da sich PrestaShop flexibel anpassen lässt. Interessant: PrestaShop erlaubt es, SMS-Benachrichtigungen zu verschicken.
- Aktuelle Version: 1.0
- Freie Templates? Nein
- Dokumentation: Nein
- Warenwirtschafts-Schnittstellen: Nein
xt:Commerce

Eine Weiterentwicklung von OsCommerce ist xt:Commerce. Der größte Unterschied besteht im Layout: Bei xt:Commerce wurde im Gegensatz zum Konkurrenten das Design vom Inhalt getrennt. Die Software ist Open Source, kann beim Anbieter selbst aber nur gegen Bezahlung heruntergeladen werden. xt:Commerce verfügt über viele Schnittstellen, unter anderem für die Anbindung an Preisvergleichsportale.
- Aktuelle Version: 3.04
- Freie Templates? Ja
- Dokumentation: Ja, Deutsch
- Warenwirtschafts-Schnittstellen:Ja
X-Cart

Open Source aber nicht kostenlos ist X-Cart. Eine X-Cart-Gold-Version mit allen Funktionen kostet 229 Dollar, eine Pro-Version 575 Dollar. Diese unterstützt neben allen Features auch Multishops. Für den deutschen Markt müssten einige Anpassungen unter anderem bei der Kaufabwicklung vorgenommen werden, da X-Cart hauptsächlich für die USA konzipiert wurde.
- Aktuelle Version: 4.1.10
- Freie Templates? Nein
- Dokumentation: Ja, Englisch
- Warenwirtschafts-Schnittstellen: Nein
ZenCart

ZenCart kann mit den "großen" Shopsystemen wie OsCommerce mithalten. So bietet ZenCart spezielle Features wie Zahlungsvarianten und -schnittstellen, Rabattmöglichkeiten, Newsletter und Artikelerinnerungen. Es gibt außerdem eine deutsche Sprachversion von ZenCart.
- Aktuelle Version: 1.3.8a
- Freie Templates? Ja
- Dokumentation: Ja, Englisch
- Warenwirtschafts-Schnittstellen: Ja























So macht man dies hier, man kann nicht Magentocommerce mit osCommerce oder X-Cart oder ZenCart vergleichen!
Wenn man sieht welche Funktionen und Möglichkeiten beim Magentocommerce integriert sind, sind die Funktionen im Vergleich zu den anderen Shops eine Frechheit!
Die Möglichkeiten von Magentocommerce überfliegen jegliche andere Shop Software, wenn man sich Zeit nimmt und diese Software zerlegt, merkt man diese ist von Grund auf durchdacht und seht geschickt aufgebaut!
--- das ist meine Meinung
----stooni.ch
So wie eine S-Klasse ein tolles Auto ist, man mit einem Smart aber viel leichter einen Parkplatz findet ;-)
Es ist richtig, dass Magento mit Sicherheit die Benchmark im Bereich Open Source Shopsysteme vorgibt, dennoch wird es auch für die anderen Tools weiterhin Einsatzgebiete geben. Einen Magento-Shop für erste "Gehversuche" im eCommerce mit wenigen Produkte einzusetzen, halte ich für den falschen Einstieg. Der Initialaufwand ist hier einfach höher, dafür bekommt man dann allerdings auch das Optimum an Leistung. Hier muss jeder für sich selbst entscheiden, wo die "Schmerzgrenze" liegt bzw. welche Ziele ich verfolgen möchte.
Die TYPO3-Schiene wurde hier bewusst ausgeblendet. Diese gehört grundsätzlich aber auch dazu, da gebe ich dir Recht. Vielleicht gibt es ja bald mal einen Artikel speziell hierzu ... ;-)
Mich würde auch ein Vergleich der in beliebte CMS-Systeme eingebetteten Shop-Systeme interessieren.
Das wären dann Valuemart (Joomla) kenn ich nicht (Typo 3) und Übercart, E-Commerce (Drupal) und vielleicht weitere.
Allerdings ist der Aufwand für die Redaktion natürlich hart, weil die muss sich dann natürlich in jedes der CMSe ein bisschen reinfuchsen, da man sonst die Shopsysteme nicht vergleichen kann. Ich vermute mal, das ist auch der Grund, weshalb der hier gezeigte (verständliche) Weg gegangen wird.
Dieser Hype um Magento ist echt übertrieben. Habe zwar selber keine Erfahrung damit vorzuweisen, aber interessante Erfahrungen auf der b2d Hannover gemacht. Alle Leute, die Magento erwähnten, waren der Meinung: das und kein anderes, das ist so gut... Allerdings keiner kannte es und keiner war Entwickler.
Und dann kam einer, der es benutzte, und seine Sicht der Dinge war etwas anders: zum gegebenen Zeitpunkt (Juni) war Magento bestenfalls Beta, schwerfällig, extrem umständlich zu konfigurieren (es fehlte zu dem Zeitpunkt ein Templating System, aber kann das wahr sein?) und praktisch undokumentiert - obendrein gab es keine Erfahrungswerte und natürlich keine Live-Sites damit.
Also meinentwegen wird es der Platzhirsch im Shop-Bereich (bei dem Marketing...) aber da ist wohl ein Long way to go.
Dabei ist die Vielfalt weitaus größer, und es gibt dort sehr interessante Systeme zu entdecken die oftmals auch kostenfrei angeboten werden.
Schade ist es deshalb weil bei den Forks (und ich spreche nicht von osCommerce mit ein paar Contributions sondern echt weiterentwickelten Systemen) oftmals Schwächen des Originals innovativ gelöst wurden. Aus eigener Erfahrung defintiv einen Blick wert.
Ich werde so unbescheiden sein das eigene Shopsystem mit in die Liste zu nehmen, dies nur als Hinweis.
abCommerce
Ciconia
CRE Loaded osCommerce
doCommerce
EOS Online Merchant
Mito-Loja
my-Warehouse
olCommerce
ooCommerce
OS Cooperative Commerce
OSC-Open
osCSS
PyCommerce
wild-soft Shop
Xanario
Xen Commerce
Xonic
Zen Cart (habt Ihr allerdings schon)
Grüße
Suse
welcher open source Shop eignet sich am Besten für den Verkauf von digitalen Produkten?
Wichtig sind noch eine schnelle Realisierbarkeit und Anwenderfreundlichkeit.
Grüße in die Runde,
Toni
[...] Listen über Webshopsoftware: http://t3n.de/news/neun-open-source-shopsysteme-uberblick-236887/ http://blog.techdivision.com/open-source-shopsysteme-im-uberblick/ [...]