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Marketing

SEO oder nicht SEO? Gedanken zur Neupositionierung der Suchmaschinenoptimierung

    SEO oder nicht SEO? Gedanken zur Neupositionierung der Suchmaschinenoptimierung

Ist SEO gleich Content-Marketing gleich SEO? Olaf Kopp, Gesellschafter der Aufgesang Inbound Online Marketing GbR und Gründer von SEM Deutschland, beantwort diese Frage mit einem deutlichen „Nein!“. Warum, erklärt er in diesem Beitrag.

Was hat das „neue SEO“ noch mit Suchmaschinenoptimierung zu tun und inwiefern ist SEO ein Teil von Content-Marketing oder umgekehrt? Mit diesem Beitrag möchte ich auf mögliche Antworten und Folgen des „neuen SEO“ eingehen. Der hervorragende Artikel „SEO 2014 – Vun nix kütt nix aka. Real Company Shit“ von Marcel endet mit den Worten: „Es gibt auf jeden Fall viel zu tun für alle SEOs da draußen, vorausgesetzt, man ist bereit, die Herausforderung anzunehmen!“

Diese Herausforderungen sorgen für Unsicherheit in der SEO-Branche und das zu Recht. Eine der größten Herausforderungen liegt darin, alte Strukturen aufzubrechen. Nicht nur im Kopf, sondern auch was Methoden und Prozesse angeht. Hinzu kommt das bereits von Marcel angesprochene unternehmerische Denken und Fühlen aka „Real Company Shit“. SEOs müssen sich nach meiner Meinung von ihren geliebten drei Buchstaben lösen, wenn sie sich neuen Bereichen wie Content-Marketing widmen wollen – oder sie konzentrieren sich noch mehr auf die SEO-Kerntätigkeiten, die Optimierung für Suchmaschinen. Um das zu erläutern, beginne ich mit einer Zusammenfassung der Tätigkeiten, die einige Kollegen als „neues SEO“ bezeichnen.

Das „neue SEO“?

Beginnen möchte ich mit einigen Punkten aus dem Buch „Google Semantic Search“ von David Amerland. Dort geht es primär um die speziellen Herausforderungen im Zeitalter der Semantischen Suche. Amerland sieht sich selbst als SEO und beschreibt folgende SEO-Tätigkeiten in Zukunft als notwendig ...

  • Ausführliche Inhalte erstellen, die alles innerhalb des Unternehmens in sinnstiftender Weise verbinden
  • Die Konversationen in den Sozialen Medien innerhalb der Grenzen des eigenen Unternehmens und der eigenen Marken leiten
  • Profile in Sozialen Netzwerken nutzen, um auf Inhalte zu verweisen die Werte generieren

Folgende Beispiele sieht Amerland unter anderem als Bestandteile des „neuen SEO“ ...

  • Qualitativ hochwertige Inhalte die Nutzern Merhwerte bieten
  • Websites, die eine exzellente Nutzererfahrung hinsichtlich Inhalt und Navigierbarkeit bieten
  • Reputation mit monetären Werten messbar machen
  • Den Bedarf und Wert von Vertrauen verstehen

Bei all dem geht es um die Erreichung der Hauptziele TrustReputation und Authority. Dabei handelt es sich zweifelsfrei um wichtige Ziele, aber Hand aufs Herz: Was haben diese Punkte mit der Optimierung für Suchmaschinen gemäß dem Begriff Suchmaschinenoptimierung zu tun? Die meisten Tätigkeiten und Zielsetzungen, die Amerland dem „neuen SEO“ zuschreibt, sind Gang und Gäbe in Bereichen wie der Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Social Media oder Usability-Optimierung – insofern nichts Neues!

Amerlands Buch ist durchaus empfehlenswert. Trotzdem halte ich die Sichtweise für fraglich, dass SEOs für die oben genannten Tätigkeiten verantwortlich sind.

Als zweite Quelle zur Definition des „neuen SEO“ dient diese Infografik vom marketingtechblog:

Ein Klick auf den Ausschnitt, öffnet die gesamte Infografik.
Ein Klick auf den Ausschnitt, öffnet die gesamte Infografik.

Abgesehen von der Kategorie „On-Site“ stellt sich auch hier bei vielen Punkten die Frage, inwieweit sie im Verantwortungsbereich von SEOs und inwieweit sie stattdessen bei Spezialisten liegen sollten, die sich im Rahmen der Unternehmenskommunikation mit Inhalten, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing auskennen.

Zu guter Letzt sei der gerade vom geschätzten Kollegen Joost de Valk veröffentlichte Beitrag „Link building, SEO & branding“ erwähnt, der bei vielen bekannten SEOs Zuspruch fand. Dort heißt es „Branding is the new link building“. Im Prinzip eine weitere Vorlage für den diskussionswürdigen Argumentationsstrang, dass SEOs jetzt auch Marketing machen sollten. Nur, was machen dann die Marketing-Spezialisten?

Die Beantwortung dieser Frage überlasse ich an dieser Stelle jedem selbst. Zu logischen, objektiven Antworten wird man aber nur kommen, wenn man dabei die SEO-Brille absetzt.

Onpage-SEO ist und bleibt Kernaufgabe der Suchmaschinenoptimierung

Auch wenn SEO sich in einigen Bereichen neu definieren muss, gibt es nach wie vor eine Vielzahl an SEO- Tätigkeiten, die sich nicht verändert haben und sich auch in naher Zukunft nicht verändern werden. Dazu gehört in erster Linie die Optimierung von Websites  für Suchmaschinen. Onpage-SEO bleibt demnach die Kernaufgabe eines jeden SEOs. Dazu gehört unter anderem ...

  • Indexierungssteuerung und -Management
  • Keyword-Recherchen und -Analysen für die Themen-Identifikation
  • Themen-Mapping zur Erstellung und Optimierung der Navigations- und Informationsstruktur
  • Monitoring und Beseitigung von 404-Fehlern und Duplicate-Content
  • Optimierung der Seitenladezeiten
  • Optimierung von Seitentiteln und Descriptions
  • Optimierung der Inhalte mit Hilfe von strukturierten Daten durch Formatierung gemäß zum Beispiel schema.org
  • Optimierung der internen Verlinkung
  • Zuordnung der dem Unternehmen zugehörigen Google+-Profile
  • Anlage und Optimierung von Google-Unternehmensseiten und Google+-Local-Seiten
  • Eintragung der Website in relevante Branchenkataloge
  • Monitoring von Suchmaschinen-Traffic, Suchmaschinen-Umsatz,  Rankings und Sichtbarkeit
  • Backlinkprofil-Analysen der eigenen Website(s) und die der Wettbewerber für Themenideen
  • Optimierung für unterschiedliche Enderäte
  • Content-Optimierung
  • Analyse des Nutzerverhaltens

Das Thema Website-Sicherheit kann hier zusätzlich mit aufgenommen werden, kann aber auch Teil der IT-Tätigkeiten sein. Die Punkte Keyword-Recherche und -Analyse, Themen-Mapping und Backlinkprofil-Analysen sind auf der einen Seite als Zuarbeiten für das Content-Marketing und auf der anderen Seite als Vorarbeit für die Entwicklung der Navigationsstruktur zu verstehen. Diese Bereiche könnten teilweise auch ausgelagert werden. Da sich SEOs aber in der Regel besser mit den dafür notwendingen Tools auskennen, fällt es meiner Meinung nach in den Tätigkeitsbereich der Suchmaschinenoptimierer.

Die eigentlichen SEO-Kernaufgaben habe ich in der nachfolgenden Übersichtsgrafik ohne Anspruch auf Vollständigkeit zusammengefasst:

Ein Klick auf die Grafik, öffnet eine größere Ansicht. (Quelle: Aufgesang)
Ein Klick auf die Grafik, öffnet eine größere Ansicht. (Quelle: Aufgesang)

Bei der Content-Optimierung dreht es sich in erster Linie nicht um die inhaltliche Erstellung der Texte. Das sollten Profis machen. Vielmehr können die Texte nach Erstellung noch einmal den letzten „SEO-Schliff“ bekommen, was zum Beispiel WDF*IDF, Überschriften und Struktur angeht. Alternativ lassen sich diese Aspekte auch im Vorfeld ins Briefing integrieren.

Das Pflichtenheft eines SEOs ist nach wie vor gut gefüllt. SEO ist weder tot, noch wird es in nächster Zeit sterben. Viel berechtigter ist die Frage: „Und was ist mit Offpage-SEO, etwa Linkaufbau?“

RIP: Offpage-SEO ist tot!

Wie der folgende Auszug meines Artikels aus Ausgabe 45 der Suchradar zeigt, bin ich der Meinung, dass Offpage-SEO in den nächsten Jahren einen langsamen Tod stirbt.

„Nach meiner Meinung neigt sich die Ära Linkaufbau dem Ende zu. Warum? Ich bin der Meinung, dass das Thema Linkaufbau oder besser Online-Reputations-Optimierung eine Kernkompetenz von PR und Unternehmenskommunikation, weniger von SEO ist. Das Ziel von PR und Unternehmenskommunikation ist der Aufbau einer Marke, Marktpositionierung und Reputationsaufbau. Dadurch entstehende Backlinks sind ein netter Nebeneffekt, der aber nie im Fokus liegt. In Zeiten in denen Co-Occurence, Co-Citation immer relevanter werden, Google die Nennung von Marken registrieren kann und sogar Domains sowie URLs erkennt und zum Crawling neuer Inhalte nutzt, obwohl sie nicht direkt verlinkt sind, ist der Link an sich nicht mehr das Must Have. Suchmaschinen reagieren heutzutage nicht mehr nur noch auf vorhandene Backlinks, um eine Relevanz zu einem bestimmten Thema zu erkennen, sondern auf eine Vielzahl von Offpage-Signalen. Auch die Brand-Stärke an sich, die z. B. über die Besucherzahlen über Direktzugriffe oder Anzahl an Zugriffen über markenbezogene Suchanfragen ermittelt werden kann, spielt eine Rolle. Und das kann mit Branding, Marketing, PR bzw. Unternehmenskommunikation erreicht werden.“

SEOs und SEO-Agenturen sollten deshalb klären, ob Offpage-SEO zukünftig noch ihren Kernkompetenzen entspricht oder ob dieses Kapitel nicht eher der Vergangenheit angehört. Die resultierende Erkenntnis ist von hoher Brisanz, wenn man bedenkt, dass Linkaufbau jahrelang für viele SEO-Agenturen eine sichere Einnahmequelle war.

Ich will damit übrigens nicht sagen, dass Links in Zukunft irrelevant werden. Ich glaube allerdings, dass sie ihre bisherige Stärke verlieren, da andere Rankingfaktoren in Zukunft eine größere Rolle spielen. Insbesondere Google+ wird hier eine entscheidende Rolle spielen, sobald Google ausreichend eigene Daten aller Gesellschaftsschichten nutzen kann. Google wird zudem immer besser darin, künstlich erstellte Links zu erkennen und zu entwerten. Ziel sollten deshalb organische Links sein und die entstehen durch gute Kommunikation, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.

Ich habe mich damit in dem Beitrag „Quo Vadis Linkaufbau? PR, Marketing oder doch SEO?“ ausführlicher beschäftigt. Weitere gute Beiträge zum Thema wurden kürzlich von Casie Gillette auf SearchEngineLand („Will Link Building Soon Be A Thing Of The Past?“) und von Elisa Gabbert bei Wordstream „Toward a Linkless SEO: The SEO Link Is Dying. Here's What Might Replace It“ veröffentlicht.

Content-Marketing: SEO oder nicht SEO?

Die Veränderungen der Suchmaschinenoptimierung bringen unter anderem auch Inbound- und Content-Marketing auf den Tisch. In den letzten zwei Jahren hatte ich die Gelegenheit, das Thema durch Gespräche, Vorträge, Artikel und Events aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Dabei fiel mir immer wieder auf, dass sich Experten speziell dem Thema Content-Marketing aus unterschiedlichen Perspektiven nähern – SEOs, PR- und Marketingspezialisten geben dem gleichen Kind dabei einen anderen Namen. Bei Kerstin Hoffmann als PR-Frau findet man immer wieder den Begriff „Content-Strategie“, während SEOs das gleiche Thema „Content-Marketing“ taufen. Im Umlauf sind außerdem weitere Bezeichnungen, beispielsweise ...

  • Custom-Publishing
  • Corporate-Publishing
  • Custom-Content
  • Custom-Media
  • Information-Marketing

Manche benutzen auch den Begriff Inbound-Marketing als Synonym für Content-Marketing. Zu einer Abgrenzung der beiden Begriffe kann ich deshalb diesen Beitrag empfehlen: „Inbound-Marketing-Definition: Abgrenzung zum Online- & Content-Marketing

Im letzten November hatte ich das Glück bei der APA in Wien als einziger SEO zwischen PR- und Marketing-Spezialisten an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen. Diese konnten ihre Verwunderung über den plötzlichen Hype um Content-Marketing nicht verstecken.

Peter Drobil, ÖMG-Präsident, sagte: „Ich bin erstmal sehr verblüfft wie manche Begriffe, die sehr pleonastisch sind, plötzlich nach drei Jahren zu hypen beginnen. Content-Marketing wurde ja wirklich so wunderhübsch als Worthülse geboren, als ob vorher überhaupt nicht zumindest versucht wurde, mit Inhalten etwas zu transportieren.“

Es sieht aktuell aus, als würde sich der Begriff Content-Marketing langfristig etablieren und trotzdem stehe ich nach wie vor zu meiner Aussage aus einem älteren Beitrag: „Nein, SEO ist nicht der Mittelpunkt des (Content-)Marketings“.

Content-Marketing ist Unternehmenskommunikation, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit mit SEO-Effekten.Und das lässt sich nur schwer standardisieren, nicht automatisieren und „quick & dirty“ umsetzen. Für viele Linkaufbau-Agenturen bedeutet dies sogar eine komplette Umstrukturierung von Geschäftsabläufen und Personal. Spezialisten und Agenturen für Unternehmenskommunikation beziehungsweise Öffentlichkeitsarbeit haben darüber hinaus jahrzehntelangen Vorsprung.

Content-Marketing ist für mich in großen Teilen kein SEO!

Die typischen Kernaufgaben im Content-Marketing sind:

  • Content-Konzeption und -Planung
  • Content-Produktion
  • Content-Seeding

Diese Tätigkeiten sollten keinen primären Fokus auf Suchmaschinen haben, sondern auf Menschen, die damit erreicht werden sollen. Viele Offpage-Aufgaben des „neuen SEOs“ sind deshalb eigentlich auf Unternehmenskommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing ausgelegt. SEOs sollten sich ernsthaft fragen, an welcher Stelle des Spektrums zwischen Suchmaschinenoptimierung und Marketing/ Öffentlichkeitsarbeit sie sich in Zukunft einordnen wollen:

  • Content-Marketing/ Öffentlichkeitsarbeit mit SEO-Expertise (Fokus auf die Unternehmenskommunikation)
  • SEO-Spezialist mit Onpage-Expertise (Fokus auf Suchmaschinen)

Auf den ersten Blick klingt es trivial, dies verlangt allerdings von vielen SEOs ein grundsätzliches Umdenken. Wichtig bei der Entscheidung ist deshalb die Frage nach den eigenen Talenten sowie Neigungen. SEO wird zukünftig den Schwerpunkt fast ausschließlich auf Onpage, Analyse und Technik legen, nicht auf Kommunikation. SEOs, die sich dazu entscheiden in die Unternehmenskommunikation zu gehen, müssen sich auf neue Bereiche einlassen, auf neue Konferenzen gehen, andere Branchen kennenlernen und dürfen sich nicht in der ewig gleichen Suppe bewegen. Sie müssen sich außerdem darauf gefasst machen, dass es außerhalb dieser Suppe Menschen gibt, die ihnen Jahre voraus sind, was die Planung, Erstellung und das Seeding von Content angeht. Marco Janck hat dazu einen sehr guten Beitrag geschrieben.

Man muss deshalb sich wieder eine gewisse Unwissenheit eingestehen und lernbereit sein. Das bedeutet unter Umständen auch eine über Jahre erlangte Popularität gegen Namenlosigkeit einzutauschen. Das Gleiche gilt für ganze Agenturen. Unter Umständen müssen neue Mitarbeiter eingestellt und ausgebildet werden, neue Prozesse müssen entwickelt werden. All das bedeutet zusätzliche Kosten. Mehr dazu in diesem Beitrag: „Das perfekte Online- & Inbound-Marketing-Team: Eine Vision für die Zukunft!?

Insbesondere Agenturen, die den Begriff SEO in Ihrem Firmennamen tragen und sich auf Content-Marketing fokussieren wollen, stehen vor der Entscheidung, mit einer neuen Marke bei Null anzufangen. Ausnahmen bilden Marken, deren Name so etabliert ist, dass er auch jetzt schon mit Unternehmenskommunikation als Kernkompetenz in Verbindung gebracht wird.

Ausschnitt des Vortrags von Will Reynolds. (Foto: Aufgesang)
Ausschnitt des Vortrags von Will Reynolds. (Foto: Aufgesang)

Will Reynolds hat in seiner hervorragenden Keynote auf der SMX2013 zu Recht behauptet, dass das Internet SEOs hasst. Warum? Weil SEOs sich zu lange damit beschäftigt haben, Inhalte als Futter für Suchmaschinen zu publizieren, anstatt Unternehmenskommunikation zu betreiben. Das nervt Forenbetreiber , Blogger und Webmaster, die sich mit Massenmails bezüglich Linkspam auseinander setzen müssen. So etwas nervt noch mehr als Werbung jemals nerven könnte. Es bedeutet Spam, den keiner braucht. Zudem hat SEO und die eine oder andere Agentur auch deutliche Spuren bei Kunden und Interessierten hinterlassen, die sich zu Recht fragen: Ist SEO Zeit und Geldverschwendung?

Diese SEOs sollen jetzt das Vertrauen für die gesamte Branche zurückgewinnen, frei nach dem Motto: „Trust is King, SEO is Queen!“? Ich weiß ja nicht. Man sollte nicht pauschalisieren, aber ein Großteil der Verantwortlichen hat SEO in der Vergangenheit nicht mit Blick auf Vertrauen, Reputation oder Marketing betrieben – auch ich kann davon nicht komplett freisprechen.

Fazit

Dieser Beitrag soll SEOs nicht bekehren und aus Ihnen Content-Marketer machen. Er soll lediglich dazu sensibilisieren, sich auf die Sache zu konzentrieren, die man wirklich machen möchte. Mit einem klaren Fokus können SEOs nicht nur umfangreichere Expertise aufbauen, sondern zwischen all den Trends und Hypes auch den Überblick behalten .

Lange Rede, kurzer Sinn: SEOs müssen sich entscheiden. Wollen sie weiterhin technische und analytische Suchmaschinenoptimierung für Suchmaschinen machen und Content-Marketeers zuarbeiten oder wollen sie mit Inhalten im Sinne des Content-Marketings Öffentlichkeitsarbeit betreiben – mit allen daraus resultierenden Konsequenzen.

PS: Nächste Woche gibt es den zweiten Teil dieser Artikelserie hier auf t3n.de zum Thema Positionierung von SEO im Marketing.

Dieser Artikel wurde zuvor auf sem-deutschland.de veröffentlicht.

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Online Marketing, SEO

12 Reaktionen
nils.ap.9
nils.ap.9

für sofort mehr Traffic http://goo.gl/VJp7fu

Antworten
kaiser_bayern
kaiser_bayern

Danke für den sehr interessanten Artikel Herr Kopp. Sicherlich ist Onsite-SEO aus inhaltlicher und technischer Sicht nicht zuvernachlässigen. Insbesondere mit strukturierten Daten lässt sich noch einiges optimieren. Content Marketing ist ein richtiger Ansatz. Wenn man sich aber im E-Commerce Umfeld bewegt, dann führt ein guter Artikel nicht automatisch auch zu besseren Conversions.

Offsite-SEO und SEA mittels Google AdWords und Bing Ads definitiv erfolgreicher, wenn man sich in einem schwierigen bzw. hart umkämpften Marktumfeld bewegt.

Das sind jedenfalls meine Erfahrungen im LED Umfeld von http://www.leds-go-home.de

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Olaf Kopp

Wer immer noch meint über Blogkommentare Spam verbreiten zu müssen ist Teil genau des Problems, dass ich in dem Artikel beschrieben habe...

Antworten
Linkbuilding Experte
Linkbuilding Experte

Erfolgreiches Linkbuilding und SEO wird sich immer um guten Content drehen. Denn wenn man sich den Verlauf der letzten Jahre bei Google anguckt, sieht man, dass es einfach immer mehr auf die Qualität des Content beim Web Marketing bzw. der Suchmaschinen Optimierung ankommt.

Weitere Informationen kann man z.B. hier finden:
XXX

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Fernanda Suguino

SEO hat das Internet verändert und diese Änderungen erfordern im Gegenzug eine Anpassung von SEO. So bleibt der Ausdruck „Nichts geht verloren, alles wird verwandelt“ weiterhin aktuell. SEO muss sich im diesem neuen Szenario wieder (er)finden. Ich glaube auch, dass SEO-Marketing und SEO-Technik sich weiter voneinander unterscheiden werden. Beide SEO-Tätigkeiten werden sich ergänzen, auch wenn die alltäglichen Aufgaben sich auf andere Aspekte fokussieren. Die Interdisziplinarität zwischen IT-Team, SEO, Marketing, PR und Verlagen wird sich sicher verstärken und ich sehe SEO als eine wichtige Brücke zwischen der technischen und der menschlichen Welt.

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Olaf Kopp

Hallo Paul, es gibt schwarze Schafe...aber jetzt einige Beispiele rauszunehmen und es auf eine gesamte Branche zu übertragen finde ich schwach. Dass der Kollege SEO anno 2005 macht und vielleicht leider damit auch noch gut rankt ist schade. Aber er handelt hier auch nicht ganzheitlich und ich weiß, dass er mit einer anderen Domain schon eine Abstrafung hinter sich hat.
Wir betreuen viele Kunden schon seit mehreren Jahren und wir haben monatliche Kündigungsfristen. Wenn diese nicht zufrieden wären würden sie gehen... Man muss hier klar differenzieren zwischen Geschäftsmodellen, die klar vertriebsgesteuert auf Masse gehen und den anderen Anbietern, die ganzheitlich an die Sache rangehen und sich mit der Komplexität beschäftigen. Zur Agentur-Auswahl habe ich im übrigen hier einen Beitrag plus Checkliste zur freien Verwendung: http://www.sem-deutschland.de/seo-tipps/seo-agentur-auswahl-abzocke-vermeiden-tipps-checkliste/

Zudem müsstest du mir erklären warum viele erfolgreiche Online-Retailer und große Unternehmen eigene SEO-Abteilungen aufbauen, wenn das alles so ein Schwachsinn ist...

Antworten
Quocopenquo
Quocopenquo

@Paul Lenz

1)
"zeigte sich deutlich, dass die Zahl der Verlinkungen von fremden Seiten jeden Versuch der Optimierung bei weitem schlägt."

Richtig erkannt - gefolgt von dem üblichen SEO-Geschwafel über "hochwertige Inhalte", "white SEO" etc.
Schaue ich mich bei den Mitbewerbern meiner Kunden um so befinden sich in den SERPs grundsätzlich diejenigen
Seiten ganz oben die die volle Breitseite dessen nutzen was Google angeblich gnadenlos abstraft: WebSpam, hidden
Links, hidden Text usw.

Wenn Google tatsächlich darauf achten würde seine eigenen Guidlines zu befolgen würde manch ein Kunde davor
bewahrt werden Lehrgeld zu zahlen - "Suchmaschinenoptimierung Hannover":

http://www.wengenroth-und-partner.de/suchmaschinenoptimierung/hannover
http://www.wengenroth-und-partner.de/suchmaschinenoptimierung/hamburg
http://www.wengenroth-und-partner.de/suchmaschinenoptimierung/soltau
http://www.wengenroth-und-partner.de/suchmaschinenoptimierung/guestrow
http://www.wengenroth-und-partner.de/suchmaschinenoptimierung/schoenebeck-elbe
http://www.wengenroth-und-partner.de/suchmaschinenoptimierung/schwedt-oder

...und noch ein paar hundert mehr.

Du willst bei Google ganz oben stehen ? Tu' einfach das was Google unter Höchststrafe stellt - es funktioniert nämlich am Besten.
Wenn Google wirklich etwas dagegen unternehmen könnte würde es nicht ständig mit dem erhobenen Zeigefinger drohen - es würde diese Sites einfach wegknipsen. Solange dies nicht der Fall ist gilt: alles was es braucht um erfolgreiches SEO zu betreiben ist eine handvoll Witzfiguren, äh ich meine natürlich "Business Analysten" und "Consulter", und den grossen Städteatlas Deutschland.

2)
"Und dann diese unseriösen Angebote 'wir bringen Ihre Webseite unter die ersten 10 Treffer bei Google'."
Beweisen Sie erstmal, dass das nicht stimmt !
- Niemand hat gesagt WANN das der Fall sein wird.
- Niemand hat gesagt, dass nach diesen Keywords überhaupt jemand sucht.
- Notfalls: Firmenname + Stadt. Aufgabe erfüllt.

Antworten
Mandrenke
Mandrenke

@Paul Lenz

Ohne fundiertes Wissen pöbelt es sich am besten, oder?

Antworten
Marcel

Content ist und bleibt King. Wenn die Seite das gesuchte beinhaltet, ist sie in den Suchmaschinen gut plaziert. Da helfen keine speziellen SEO-maßnahmen. Wenn die Leute nach einem schriftlichen Tutorial über Deejaying suchen, dann schreiben die das bei Google hin und wenn dieser Content einigermaßen gut in der Webseite drin steht, wird's bei Google auch gelistet. Ich seh das ja bei mir selbst. "Technisch" mach ich alles, was man so machen kann. Keywords, einigermaßen sauberes HTML, cleanurls, eindeutige Titles, H1 nur einmal etc.pp - vermutlich schlagen Seo-Manager trotzdem die Händer über den Kopf zusammen. Aber : Ich werde gefunden. Ist nicht unglaublich viel Traffic da aber es reicht. ich weiß, irgendwer liest mich. :)

Antworten
Denis

Schöner Beitrag, vielen Dank.

Antworten
Stephan

Danke, schöner Artikel und bestätigt einen Blogger, der von SEO keine Ahnung hat.... und bei Google trotzdem oft genug gefunden wird.

Antworten
Paul Lenz
Paul Lenz

SEO ist der größte Humbug, mit der Ahnungslosen das Geld aus der Tasche gezogen wird. Schon damals beim Wettbewerb "Hombacher Gepardenforelle" zeigte sich deutlich, dass die Zahl der Verlinkungen von fremden Seiten jeden Versuch der Optimierung bei weitem schlägt.
Und dann diese unseriösen Angebote "wir bringen Ihre Webseite unter die ersten 10 Treffer bei Google". Ich würde zu gern mal wissen, was solche Scharlatane machen, wenn 11 Firmen der gleichen Branche ihre Webseite optimiert haben möchten. Entscheidet dann das Los, und eine der Firmen bekommt eine Absage? Wohl kaum...

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