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Das beste Google-Phone aller Zeiten: Das Nexus 6P im t3n-Test

Nexus 6P (Foto: t3n)

Google hat neben seinem Nexus 5X mit dem Nexus 6P ein weiteres Smartphone vorgestellt, das in Sachen Ausstattung und Abmessungen über dem 5,2-Zoller verortet ist. Wir haben das 5,7-Zoll-Phablet getestet – und finden es gelungen.

Nexus 6P: Google versetzt Huawei den Ritterschlag

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Mit dem Nexus 6P legt Huawei sein Google-Phone-Debüt hin. (Foto: t3n)

In den vergangenen Jahren hat Google fast immer mit den gleichen Herstellern an Geräten der Nexus-Reihe gearbeitet: ASUS und HTC durften zwei Mal ran, Samsung und LG gar drei Mal, Motorola bildete hier mit dem Nexus 6 als Ex-Google-Unternehmen die Ausnahme.

Mit dem Nexus 6P stößt mit Huawei ein neuer Player in die Nexus-Hersteller-Riege. Doch nicht nur das: Huawei ist auch das erste Unternehmen aus China, dem die Ehre zuteil wird, ein Google-Phone zu bauen. Im Vorlauf der Präsentation des Nexus 6P munkelte man, dass die Kooperation für beide Unternehmen ein geostrategischer und politischer Schachzug sei: Google will zurück in den chinesischen Markt, Huawei will einen Fuß in den US-Markt bekommen. Ob diese Strategie aufgeht, bleibt abzuwarten.

Das Nexus 6P wird in den Farben Grafit, Aluminium und Kristallweiß angeboten – in Japan sogar in Gold. (Bild: Google)
Das Nexus 6P wird in den Farben Grafit, Aluminium und Kristallweiß angeboten – in Japan sogar in Gold. (Bild: Google)

Huawei ins Boot zu holen, ist aus unserer Sicht eine gute Entscheidung, denn in den letzten Jahren hat das Unternehmen sich durch seine sehr gut verarbeiteten Geräte einen Namen gemacht und mittlerweile sogar in Europa den zweiten Platz der Hersteller von Android-Smartphones erklommen.

Mit dem Nexus 6P erhält der Hersteller gewissermaßen einen Ritterschlag von Google, der Huawei noch bekannter machen dürfte. So hat LG sich beispielsweise durch seine beiden Nexus-Modelle 4 und 5 aus dem Abstiegsstrudel befreien könne und genießt mittlerweile wieder einen guten Ruf, den der Hersteller sich aber auch durch weitere spannende Geräte erarbeitet hat. Doch was hat das Nexus 6P so auf dem Kasten?

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Design, Verarbeitung und Haptik des Nexus 6P

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Viel Display, relativ viel Bezel oben und unten – ähnlich wie beim Nexus 5X. (Foto: t3n)

Mit dem Nexus 6P ist neben der neuen Partnerschaft auch in Sachen Gehäusematerial ein neuer Weg beschritten worden, denn es ist das erste Gerät der Nexus-Reihe, das einen Metallmantel verpasst bekommen hat. Damit macht das Gerät seinem Namen alle Ehre, denn laut Google steht das „P“ für Premium – und das ist es ohne Frage.

Das Phablet fasst sich nicht nur wegen dieses Alumantels gut an, sondern auch wegen der gefasten Kanten rund um das Gerät. Im Unterschied zum Nexus 5X (zu unserem Test), das aus Polycarbonat besteht und eine Art Displayschutz durch Erhöhung des Rahmens besitzt, ist das Display des Nexus 6P nahtlos in das Gehäuse eingelassen – es fühlt sich mehr nach „einem Guss“ an.

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Typisch Huawei: Das Nexus 6P ist hochwertig verarbeitet. (Foto: t3n)
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Google-Intern wird die rückseitige Blende als „Visor“ bezeichnet. (Foto: t3n)

Das Unibody-Gehäuse wird auf der Rückseite oben vom sogenannten „Visor“ unterbrochen. Er ist eins der Designmerkmale des Nexus 6P und wurde nicht sonderlich positiv aufgenommen, denn an dieser Stelle ist das Phablet minimal dicker. Der Visor ist aber ein notwendiges „Übel“, denn hinter dieser Blende aus Glas befinden sich Kamera, Blitz und diverse Sensoren.

Der „Buckel“ trägt in der Realität weniger dick auf als es die offiziellen Produktbilder andeuten, außerdem ist dieser „Streifen“ eine bessere Design-Lösung als Kamera, Sensoren und Co. zerklüftet auf der Rückseite zu verteilen. Außerdem kann das Nexus 6P auf dem Rücken liegen und bedient werden, ohne dass es hin- und herwackelt, was bei den mittlerweile verbreiteten aus dem Rücken herausragenden Kameras nicht selten der Fall ist. Wo wir schon bei der Rückseite sind: Hier ist wie beim Nexus 5X ein Fingerabdrucksensor verbaut, den Google „Nexus Imprint“ nennt.

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Der nano-SIM-Kartenschacht schließt bündig mit dem Gehäuse ab. (Foto: t3n)
Android N für Nexus 6P und Nexus 5X ist sicher. (Foto: t3n)

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Gut ertastbar: der Powerbutton aus Metall ist geriffelt. (Foto: t3n)

Powerbutton und Lautstärkewippe sind wie beim 5X an der rechten Gehäuseseite angebracht und besser verarbeitet als die des Nexus 5X. Denn zum einen bestehen sie aus Metall, zum anderen ist der Powerbutton geriffelt, sodass er leicht von der Lautstärketaste zu unterscheiden ist. Der Druckpunkt des Powerbuttons ist spürbar, doch hätte Huawei ihn noch etwas klarer definieren können.

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Stereosound: Ober- und unterhalb des Displays des Nexus 6P befindet sich eine Lautsprecheröffnung. (Foto: t3n)

Während Google beim Nexus 5X leider nur auf einen Monolautsprecher setzt, besitzt das 5,7-Zoll-Phablet Stereospeaker, die optisch an die des 2014er-Nexus-6 angelehnt sind. Die Ränder ober- und unterhalb des Displays sind dicker als die des letztjährigen Modells, wodurch das Nexus 6P trotz des kleineren Displays genau so lang ist wie das Nexus 6, was etwas irritiert, da Huawei in der Vergangenheit mehrmals bewiesen hat, ein Meister der Body-to-Display-Ratio zu sein.

Nichtsdestotrotz besitzt es beinahe die gleichen Abmessungen wie Apples iPhone 6S Plus, das sogar „nur“ ein 5,5-Zoll-Display an Bord hat. Die Abmessungen im Vergleich: Das iPhone 6S Plus ist 158,2 x 77,9 x 7,3 Millimeter groß, das Nexus 6P misst 159,3 x 77,8 x 7,3 Millimeter.

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5,7 Zoll vs. 5,2 Zoll: Nexus 6P im Größenvergleich mit dem Nexus 5X. (Foto: t3n)

Um auf den Vergleich mit dem Nexus 6 zurückzukommen: Das Nexus 6P ist mit seinen 7,3 Millimetern dünner als als 2014er-Nexus-Phablet und mit 77,3 Millimetern auch schmaler, was dem Handling des Geräts zugute kommt. Die Einhandbedienung fällt leichter als beim Nexus 6, wobei es immer noch ein schwieriges Unterfangen ist, den oberen Bereich des Displays mit dem Daumen zu erreichen. Ohne Frage: Das 178 Gramm schwere Nexus 6P ist immer noch groß, aber es handelt sich bei diesem Gerät immerhin um ein Phablet – in die Hosentasche passt es, sich damit hinzusetzen, ist aber keine gute Idee.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Huawei ein optisch zurückhaltendes, aber sehr gut verarbeitetes Phablet gelungen ist, das Googles Nexus-Klasse auf ein neues (Premium-)Level hebt.

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2 Reaktionen
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Danke für den sehr ausführlichen Bericht / Test - denke vor allem der hohe Preis wird dafür sorgen, dass hier in der EU keine Millionen verkauft werden. Es ist halt doch kein iPhone, hat zwar die selben Schwächen (Contra Punkte) aber hat keinen Coolnesfaktor - für 399 würde ich sagen - her damit

Marc Gutt

Es wäre eventuell das Beste, wenn es immer noch Qi hätte, aber so ist es unvollständig im Vergleich zu den Vorgängern. Da aktuell nur Samsung mit Qi 1.1 Fast Charging auf den Markt drängt, gehe ich mal davon aus, dass Google zu geizig war und Samsung die Exklusivrechte erworben hat. Mir kommt jedenfalls nichts mehr ohne Qi ins Haus.

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