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Nexus 7 – Googles Quad-Core-Tablet im Test

hat mit dem vor wenigen Wochen sein erstes eigenes Tablet präsentiert. Das ist derzeit nur über Umwege in Deutschland erhältlich, während es mitunter aufgrund seines großartigen Preises von etwa 200$ in den USA, Großbritannien und Kanada reißenden Absatz findet. Wir haben uns ein Exemplar in England bestellt und für euch näher angesehen. 

Nexus 7 – Googles Quad-Core-Tablet im Test

Nexus 7: Quad-Core, Jelly-Bean-Tablet zum Spottpreis

Google Nexus 7 von vorn – oberhalb des Displays befindet sich eine Frontkamera

Der Internetriese ist mit seinem mobilen OS Android zwar auf dem Feld der Smartphones äußerst erfolgreich, auf dem Tabletsektor sieht es derzeit aber noch anders aus. von Herstellern wie Asus, Samsung oder anderen finden kaum Absatz, was sich an den Marktanteilen widerspiegelt – Apples iPad ist seit gefühlten Ewigkeiten absoluter Spitzenreiter. Ein wenig abgeschlagen dahinter findet man Amazons Kindle Fire, das zwar mit Android ausgestattet ist, jedoch im Grunde kaum etwas mit Google zu tun hat. Denn die Nutzeroberfläche des Amazon-Tablets ist vollkommen auf den Konsum von Amazon-Inhalten ausgelegt. Mit dem Nexus 7 will Google ein wenig Boden gut machen, weshalb die beiden angebotenen Tablets mit 8GB und 16GB auch nahezu zum Selbstkostenpreis verkauft werden. Die kleine Variante schlägt mit ca. 199$, die 16GB Version mit 249$ zu Buche.

Angesichts des Preises könnte man meinen, dass Google bei der Ausstattung spart, das ist auch teilweise der Fall – aus meiner Sicht aber an den richtigen Stellen. Denn trotz des günstigen Preises hat das Nexus 7 einen 1,3GHz Tegra 3 Quad-Core-Prozessor, 1GB RAM an Bord, sowie ein 7-Zoll-IPS-Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln. Die Pixeldichte des Displays liegt bei ca. 216ppi und ist damit höher als die von Apples iPad 2 mit 132ppi, das bekanntlich ab 399€ angeboten wird. Auch NFC hat Google nicht ausgelassen. Mit dieser Technologie lassen sich mithilfe der Software Android Beam Apps, Fotos, Webseiten und mehr über kurze Distanzen auf Geräte übertragen, die ebenso ein solches Funkmodul verbaut haben.

Gespart hat Google indes bei der Kamera, denn eine rückseitige ist nicht zu finden. Für Videochats und Hangouts verfügt das Nexus 7 allerdings über eine 1,2MP-Frontkamera, die sich mithilfe einer App für Schnappschüsse einsetzen lässt. Die Bildqualität lässt jedoch zu wünschen übrig – bei der geringen Auflösung ist das allerdings kein Wunder. Was dem Tablet noch fehlt, ist ein Modul für mobile Daten: das Nexus 7 lässt sich ausschließlich per WLAN mit dem Internet verbinden. Dies mag manche vermutlich vom Kauf dieses Tablets abhalten, ich persönlich sehe indes kein Problem darin. Für den Hausgebrauch stellt es ohnehin kein Problem dar, unterwegs lässt sich einfach ein Smartphone, das viele wohl ohnehin immer bei sich tragen, als mobilen Hotspot einsetzen. Lebt man in der Stadt, findet man zudem in nahezu jedem Café einen WLAN-Hotpsot, in den man sich einloggen kann. Darüber hinaus darf man nicht oft genug den günstigen Preis von 199$ erwähnen!

Das Nexus 7 von hinten:prominent positioniertes Nexus- und dezentes Asus-Logo inklusive Lautsprecherschlitz

Die technischen Daten des Nexus 7 Google-Tablets auf einen Blick: 

  • 7 Zoll IPS-Display (1280 x 800 Pixel, 216 ppi)
  • Android 4.1 Jelly Bean
  • 1.3GHz Nvidia Tegra 3 Quad-Core-Prozessor
  • 1GB RAM
  • 8GB bzw. 16GB interner Speicher
  • 1,2 Megapixel-Frontkamera
  • 8 Std. Akkulaufzeit
  • Wi-Fi a/b/g/n
  • NFC
  • 4325 mAh Akku
  • 198,5 x 120 x 10,45mm
  • 340g

Das Nexus 7 kommt als erstes Tablet überhaupt mit Googles aktueller Android-Version 4.1 Jelly Bean daher, über das ich bereits viele positive Worte verloren habe. Google hat bei Jelly Bean an den richtigen Schrauben gedreht, um es zu einem der besten Betriebssysteme zu machen, die derzeit verfügbar sind.  Das System reagiert wesentlich schneller, alles läuft flüssig, wie es soll. Die wichtigsten neuen Features und Funktionen von Jelly Bean könnt ihr in folgendem Artikel nachlesen:

Android 4.1 Jelly Bean – Erste Eindrücke auf dem Galaxy Nexus

Android 4.1 auf dem Galaxy Nexus ist absolut identisch mit der Version, die auf dem Nexus 7 läuft. Wer möchte, kann die Nutzeroberfläche mithilfe einiger Apps und Tweaks aufbohren, um eine für Tablets angepasste Nutzeroberfläche zu erlangen. Mir persönlich gefällt Android 4.1 auf dem Nexus 7 wie es ist, sehr gut, lediglich eine App habe ich installiert, mit welcher sich der Homescreen in die Panoramansicht dreht: das Ultimate Rotation Tool.

Der Homescreen des Nexus 7 mit installiertem Ultimate Rotation Tool

Auf Seite 2 geht es weiter mit Design und Verarbeitung, Display und Performance, Content und Fazit zum Nexus 7

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6 Antworten
  1. von Georg Müller am 28.07.2012 (17:15 Uhr)

    Wo kann man es denn in England bestellen? Bei Amazon kann ich nichts finden.

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  2. von Quadro-Cores am 28.07.2012 (20:17 Uhr)

    Amazon braucht ein Abspielgerät für seinen Kauf-Content.
    Google will Android vielleicht pushen bzw. mainstreamifizieren und die Preise nach unten ziehen wie damals Asus mit den $199-EEE-PC-Netbooks bewirkt hat.
    Dasselbe macht Intel mit den Ultrabooks welche mit $800 für schlank und rank eigentlich fair bepreist sind, wenn man $1300 für ein AirBook oder 500-600 Euro für ein Normales Laptop zahlen muss.
    M$ will vielleicht Blackberry-Kunden übernehmen und W2k-Laptops und W2k-Desktops durch hoch bepreiste Windows-Stylus-Systeme ersetzen die bei Banken, Versicherungen, Verwaltungen, Ministerien,... zu hunderttausenden ersetzt und gekauft werden.
    Jede Strategie macht für die jeweilige Firma Sinn.

    Ohne Google müssten wir weiter PADs im Möchtegern-Ipad-Preisbereich kaufen.

    Schade das sie keine 10"-Version für $50 mehr anbieten oder Asus selber auf die Idee kommt :-(

    Bluetooth (3 ? 4? 2-EDR ?) ? SD-Karten ? USB-Master-Anschluss wie die $40-India-Pads ? USB-Slave-Anschluss um Daten reinzuschieben ?
    In Print hat man keinen Platz und lässt viel weg. Bei Online kann man z.B. an die WiFi-Standards dranschreiben was es ist (54, 104,... 5GHz, 2.4GHz,...) und CopyPaste-Mäßig wiederverwenden.
    Die Auflösung und Bildrate bei Kameras wäre auch nett, dranzuschreiben.
    HDMI ?
    Online kann langsam (und ohne Aufwand) beweisen wieso es besser ist als Print.

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  3. von Andreas Floemer am 28.07.2012 (20:18 Uhr)

    @Georg Müller: Ich habe das Nexus 7 per Google Play UK gekauft. Siehe meinen Hinweis im Artikel "P.S."

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  4. von Tom am 28.07.2012 (20:18 Uhr)

    Wie sieht es denn mit der Bild- und Tonqualität bei Skype, GTalk, Hangouts etc. aus? Beim Asus Transformer war ich hier ziemlich enttäuscht und auch beim angetesteten Infinity nicht wirklich überzeugt, zumal das Bild von anderen Zuspielern wie PC oder auch iPad super war. Eigentlich eines der Kernfeatures eines solchen Tablets, was in den meisten Tests irgendwie zu kurz kommt.

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  5. von Daniel am 30.07.2012 (14:29 Uhr)

    Die Qualität in einem Hangout ist gut. Vorallem der Ton ist speziell gut :-D (laut)

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  6. von Alex (BLH) am 30.07.2012 (23:47 Uhr)

    Hallo Daniel, nützlicher Testbericht! Bild vom Nexus 7 sind gut und ausführlich vorhanden, aber wie wäre es mit einem Video, um die Gesamterscheinung besser einschätzen zu können?! ;-)

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