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Entwicklung & Design

Node.js-Version 4 ist da: Das sind die Neuerungen

    Node.js-Version 4 ist da: Das sind die Neuerungen
Node.js ist wieder solo. Io.js ist die neue Basis des Projekts. (Logo: Node.js)

Am 8. September 2015 wurde Node.js offiziell in der Version 4 veröffentlicht. Die neue Ausgabe der populären JavaScript-Runtime bringt Änderungen mit sich, die nicht nur Unternehmensanwendern sehr gut gefallen werden.

Node.js: das offizielle Logo. (Quelle: Node.js)
Node.js: das offizielle Logo. (Quelle: Node.js)

Node.js und io.js versuchen es nochmal zusammen

Die Anfang des Jahres vorgenommene Abspaltung von io.js als eigenständiger Fork ist Geschichte. Die Abspaltung des Node.js-Forks io.js begründete sich wesentlich auf der Kritik an der, aus Sicht etlicher Entwickler, zu langsamen Fortentwicklung von Node.js. Gerade eine Plattform von und mit JavaScript müsse am Puls der aktuellen Entwicklung gehalten werden, so die Überzeugung der Unzufriedenen. Schon nach wenigen Monaten konnte Einigkeit darüber erzielt werden, dass eine getrennte Fortentwicklung des im Grunde identischen Projekts nicht überzeugend sinnvoll ist. Und so ist bereits seit einem knappen halben Jahr klar, dass io.js als eigenständiges Projekt keine Zukunft hat. Stattdessen sollte das bisher erreichte zur Basis von Node.js Version 4 gemacht werden. Dieser Plan wurde nun offiziell umgesetzt.

Natürlich hat Node.js V4 einiges an technischen Neuerungen zu bieten, interessanter aber ist das veränderte Entwicklungskonzept. Damit wird der Hauptkritikpunkt, nämlich die schleppende Fortentwicklung und die zu geringe Innovationsgeschwindigkeit, überzeugend beseitigt. Gleichzeitig bietet das Projekt aber auch Verwendern, die nicht jeden kleinen Versionssprung mitmachen wollen oder können, mehr Sicherheit.

Node.js-Version 4: Releasezyklen wie bei Ubuntu

„Künftig orientiert sich Node.js mit kleinen Abweichungen an den Releasezyklen, die wir schon von Ubuntu kennen.“

Jeweils im April und im Oktober soll es neue Versionen geben, die als Stable gekennzeichnet sind und ein Pflegeversprechen für eine Dauer von zwölf Monaten mitbringen.

Die Oktober-Releases werden zusätzlich mit einem Langzeitservice (LTS) ausgestattet, der die zwölf Monate Standardservice um weitere 18 Monate verlängert. So haben Verwender der Oktober-Releases die Gewähr, insgesamt 30 Monate lang mit Updates versorgt zu werden, die die Stabilität und Sicherheit der Plattform betreffen.

Neue Features werden auf diese Weise allerdings nur dann verteilt, wenn sie etwa aus Sicherheits- oder Stabilitätsgründen erforderlich wären. Generell gilt, dass man für neue Features auf die nächste Stable-Version upgraden muss. Entsprechend den neuen Zyklen soll schon im kommenden Monat Node.js-Version 5 erscheinen, während Version 4 dann in den LTS-Modus übergeht.

Diese Vorgehensweise macht Node.js vorhersehbarer und somit attraktiver für Verwender im kritischen Umfeld, in dem man nicht mal eben alle sechs Monate den Motor wechselt, sondern mehr Wert auf langfristige Stabilität und Sicherheit legt.

Technische Neuerungen in Node.js V4

Wie es bei einer serverseitig arbeitenden Plattform nun einmal ist, ist die Liste der Neuerungen nichts, was an Attraktivität etwa mit den Features eines neuen Smartphones mithalten könnte. Verbesserungen an Node.js spielen sich naturgemäß nur unter der Haube ab. Freuen werden sich beispielsweise Verwender von Hardware mit ARM-Prozessoren, die mit V4 seitens Node.js nun ebenfalls vollumfänglich unterstützt werden.

Von breiterem Interesse dürfte die durchaus breite Unterstützung von EcmaScript 6 (ES6) sein. Diese steht in enger Beziehung zu Googles Chrome V8, das als Grundlage dient und Teil von Node.js ist. damit ist die Unterstützung von ES6-Features nur durch die eingesetzte V8-Engine limitiert. Die Node.js-Entwickler versprechen allerdings, zügig die jeweils aktuellen Versionen von V8 in Node.js zu integrieren.

Kleinere technische Änderungen könnt ihr dem Blog-Beitrag zum Release entnehmen. Zu beachten ist, dass der Versionssprung konstitutive Änderungen an bisherigen Umsetzungen erforderlich macht. Man sollte also, wie eigentlich immer, ein Update sorgfältig planen.

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