Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Marketing

Not Provided: Verschleiert Google bald alle Keyworddaten?

    Not Provided: Verschleiert Google bald alle Keyworddaten?
(Quelle: © Jakub Jirsák - Fotolia.com)

Das Thema „Not Provided“ beschäftigt die SEO-Szene schon seit Monaten. Erstmals ist jedoch ein radikaler Anstieg der verschleierten Keyworddaten festzustellen. Aktuelle Statistiken sprechen von über 70 Prozent.

Jüngste Änderungen von Google schocken die SEO-Szene. Auf Twitter melden zahlreiche Website-Betreiber einen radikalen Anstieg verschleierter Keyworddaten. Google übergibt in solchen Fällen an Analysesoftware wie Google Analytics anstelle der tatsächlichen Keywords den Suchbegriff „(not provided)“. Er verhindert eine einfache Auswertung durch Webmaster und erschwert die Suchmaschinenoptimierung. Die Verschlüsselung bei sicheren Suchen führte Google erstmals im Oktober 2011 ein.

Kontinuierlicher Anstieg der „Not Provided“-Angaben

Die Website „(Not Provided) Count“, die seit November 2011 den prozentualen Anteil der Not-Prodided-Daten von 60 Seiten veröffentlicht, zeigt einen deutlichen Anstieg seit Ende August. In nur einem Monat stieg der durchschnittliche Anteil der Not-Provided-Daten demnach von rund 48 Prozent auf rund 75 Prozent. Bei gleichbleibender Wachstumsrate prognostiziert „(Not Provided) Count“ eine Verschleierung aller Suchbegriffe ab dem 5. Dezember.

Der kontinuierliche Anstieg von „Not Provided“. (Quelle: notprovidedcount.com)
Der kontinuierliche Anstieg von „Not Provided“. (Quelle: notprovidedcount.com)

Ein ähnlich drastisches Bild vermitteln auch die Zahlen der t3n-Website. Rechnet man das reguläre Wachstum heraus, stieg die Anzahl der Suchzugriffe über „Not Provided“ allein in diesem Monat um rund 60 Prozent – und liegt damit auf Höhe der durch „(Not Provided) Count“ ermittelten Steigerung. Der prozentuale Anteil der verschleierten Suchbegriffe von t3n.de liegt durch das jüngste Wachstum bei mittlerweile fast 84 Prozent.

 

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Online Marketing, SEO

12 Reaktionen
ThorstenC
ThorstenC

Das indirekte auswerten der Keywords ist allerdings recht aufwendig. Aber was bleibt einem sonst übrig. Wir sind knapp bei 98% "not provided".

Antworten
MoritzPastow
MoritzPastow

Es gibt eine Möglichkeit, mit einer kleinen Einstellung in Analytics, die not provided Keywords zumindest nach der Landing Page auszuwerten. Somit kann man wenigstens indirekt den SEO-Erfolg messen. Siehe
http://blog.softwaredemo.de/2014/01/10/not-provided-keywords-in-google-analytics-sichtbar-machen/

Antworten
martin_a
martin_a

@dot_SB Das kommt darauf an. Wenn ich in einem Text das "gebräuchlichere" Wort SEO statt Suchmaschinenoptimierung einsetze und meine Texte diesbezüglich überprüfe oder überarbeite, dann ist das eine Sache. Im Hinterkopf haben, wonach Leute suchen könnten und diese Begriff verwenden, finde ich in Ordnung.

Ich erlebe in der Unternehmensgruppe in der ich tätig bin nur leider, dass mittlerweile immer mehr Inhalte nur noch mit dem Fokus geschaffen werden, entsprechende Suchbegriffe auf Biegen und Brechen irgendwo zu platzieren. "Wir brauchen mehr Suchmaschinencontent" heißt es dann immer und irgendwer fängt dann an sich irgendwas aus den Fingern zu saugen, nur um noch ein paar mehr oder minder relevante Suchbegriffe irgendwo unterzubringen. Widerlich.

Antworten
E. Chalid

Ich habe zwar schon abgestimmt (unter 80%), aber das müsste ich jetzt eigentlich korrigieren. Inzwischen sind bei mir knapp 90% "not provided".

@Gerhard Bürgmann: Den Anstieg kann man nicht nur durch eingeloggte Benutzer und Browserversionen erklären. Im Juli waren es bei mir noch ca. 45% "not provided" im August ca. 55% und jetzt im September durchschnittlich schon 75%. In den letzten 7 Tagen sind es 85% und heute sogar schon 90%. Hier ist Google eifrig am Werk.

Das ist natürlich nicht nur aus SEO-Sicht schade, sondern auch für normale Webseitenbetreiber. So konnte man immer gut sehen, welche Inhalte auf großes Interesse stoßen und welche weniger. Da muss man sich nun offenbar stärker auf's Bauchgefühl verlassen.

Antworten
dot_SB

Hallo Martin,

fällt die Inhaltsoptimierung von Seiten aufgrund der Suchbegriffe die dort landen unter "Manipulation" oder "User-Orientierung"?

Antworten
Gigmaster
Gigmaster

Martin, Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin voll und ganz Deiner Meinung.

Antworten
Gerhard Bürgmann

Die Umfrage macht nicht viel Sinn, denn der Mechanismus ist klar: Eingeloggte Google-User suchen über https:// (SSL) und damit ist das Keyword verschlüsselt. Und immer mehr Browserhersteller verwenden die SSL-Version von Google. Somit werden immer mehr Anfragen verschlüsselt. Wie hoch jetzt gerade der Prozentsatz ist, kommt halt auf die Zielgruppe jeder Website an. Je nach Angebot oder Land hat man mehr oder weniger eingeloggte Benutzer.
Aber wir können uns schön langsam daran gewöhnen, keine Keywords mehr zu erfahren :-(

Antworten
André Köbel

95% im Bereich "Knowledgebase"....

Antworten
rome
rome

Längst überfälliger Schritt seitens Google.

Antworten
Martin
Martin

Mich amüsiert sowas ja immer. Die ganze SEO-Branche hält sich doch selbst künstlich am Leben. Da ist im Prinzip aus dem Nichts eine ganze Branche geschaffen worden und meiner Meinung nach kann die auch wieder dorthin verschwinden.

Schwarze Schafe manipulieren rum bis es kein Morgen mehr gibt und dann versucht man mit allen Mitteln dagegen zu halten. Wenn Suchmaschinenbetreiber (Google exemplarisch) keinen Bock mehr darauf haben, dass man versucht in den Suchergebnissen rumzumanipulieren durch Keyword-Optimizing etc. pp. dann ist das Geschrei immer groß.

"Früher" gab es auch keine SEO-Experten und man hat im Netz deutlich besser gefunden, was man gesucht hat. Klar, da gab es auch weniger Seiten, stelle ich nicht in Frage. Aber wenn alle mal einen Gang zurückschalten, mit Keyword-Platzierungen an den unmöglichsten Stellen aufhören usw. dann finden wir auch wieder, was wir suchen. Dann haben Konzepte wie Backlinking vielleicht wieder eine Daseinsberechtigung und können gute Indikatoren für relevante Inhalte sein und es lohnt sich wieder einen guten Ruf zu haben und nicht nur die besten SEO-Manipulatoren.

Antworten
alex
alex

Hallo, ich kann den Anstieg der "not provided" Keywords zwar grafisch in Analytics einsehen, doch wie kann ich messen um wie viel Prozent (z.B. innerhalb eines Jahres) es angestiegen ist?

Gruß,
Alex

Antworten
dot_SB

So ist es. Die Zahl steigt weiter und Google weiß mehr als wir.... Bleiben noch die Webmaster Tools... Der Sinn dieser Maßnahme verschließt sich mir bis heute. Ach so, ja klar, bezahlte Suchen übergeben ja das Suchwort, richtig...

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen