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NSA-Skandal: Twitter verklagt US-Regierung

NSA-Skandal: Twitter verklagt US-Regierung

Das Unternehmen fühlt sich in der Meinungsfreiheit beschränkt, weil es nicht verraten darf, wie oft die Sicherheitsbehörde Daten verlangt. Vor Gericht will für mehr Transparenz kämpfen.

NSA-Skandal: Twitter verklagt US-Regierung
Twitter will vor Gericht Transparenz von der US-Regierung einfordern.

Der Überwachungsskandal der lässt die Tech-Branche nicht los. Twitter hat am Dienstag offiziell Klage gegen die US-Regierung eingereicht. Das Unternehmen dürfe seine Nutzer nicht ausreichend darüber informieren, wo oft die Sicherheitsbehörde Daten von dem Social Media Portal verlangte, lautet der Vorwurf. Man dürfe zwar eine Bandbreite nennen, allerdings nicht die konkreten Zahlen.

Twitter will vor Gericht Transparenz von der US-Regierung einfordern.
Twitter will vor Gericht Transparenz von der US-Regierung einfordern.

Die Microblogging-Plattform fühlt sich deshalb in ihrer Meinungsfreiheit beschränkt. Vor Gericht will Twitter erwirken, dass diese Schweigepflicht der Verfassung widerspreche. Die eingereichte Beschwerde ist 19 Seiten lang und wird jetzt vom Justizministerium untersucht.

Twitter will vollständigen Transparenz-Bericht

In der Beschwerde kritisiert das in San Francisco ansässige Unternehmen auch, dass sich die Tech-Branche kaum über die Praktiken der NSA äußern darf. Man dürfe nur von der Regierung autorisierte Aussagen tätigen oder gänzlich schweigen, schreiben die Juristen in dem Dokument.

Im offiziellen Twitter-Blog behauptet Anwalt Ben Lee, dass bereits seit Monaten vergeblich versucht wurde, sich mit der Regierung zu einigen. Das Portal besteht auf die Veröffentlichung der Daten, weil es seinen Nutzern einen vollständigen Transparenz-Report geben will. In dem im Juli veröffentlichten Bericht wies Twitter bereits darauf hin, in der Kommunikation der Daten beschränkt zu sein.

via www.washingtonpost.com

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Eine Antwort
  1. von Lars Ebert am 08.10.2014 (08:41 Uhr)

    Das wäre doch mal schön, wenn diese Klage erfolg hätte. Dann dürften schließlich alle Unternehmen, die von der NSA zum Schweigen gezwungen werden, solche Aussagen machen und wir wüssten endlich mal, welche Dienste in welchem Ausmaß Daten herausgeben müssen.

    Transparenz funktioniert, das sieht man ja am Prinzip "Open Source"!

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