von , 26.01.2009

Obama lotet die Vorteile von Open Source aus

Der neue Präsident der USA Barack Obama will vieles in seinem Land ändern. Vielleicht betrifft das auch Bereiche, an die zuvor keiner dachte. So fragte er kürzlich, welche Vorteile Open-Source-Software für die amerikanische Regierung hätte. Scott McNealy, Vorsitzender von Sun Microsystems konnte ihm diese Frage beantworten.
Ein aufgeschlossener Präsident Obama könnte zumindest in den USA für einen Aufschwung der Open-Source-Software sorgen. In einer BBC News Story wird Obama gar schon als "der erste Open-Source-Präsident" bezeichnet. Zwar soll er auch privat ein Anhänger von Open-Source-Software sein, doch in diesem Fall geht es eher um eine grundlegende Strategie.

Im Zusammenhang mit der Suche nach einem "Chief Technical Officer" (CTO) wurde der Sun-Mitbegründer Scott NcNealy mit der Erstellung eines White Papers beauftragt. Das Ziel: Die Darstellung der Vorteile von . Damit solle der künftige CTO dann eine Art Handlungsvorgabe für die Softwareausstattung und die zukünftige Entwicklung erhalten.

McNealy beantwortete die Anfrage mit den Worten: "Es ist intuitiv einleuchtend, dass Open Source kosteneffektiver und produktiver ist als proprietäre Software. Open Source macht es nicht erforderlich, Microsoft, IBM, Oracle oder einem anderen Anbieter proprietärer Software auch nur einen Penny zu zahlen". Die Regierung solle auf Referenz-Implementationen basierende Open-Source Software in Auftrag geben, um die Sicherheit zu erhöhen, die Qualität zu steigern, Kosten zu senken und eine höhere Zuverlässigkeit zu erhalten - alles Vorteile, die Open-Source Software biete, so McNealy weiter.

Er machte zudem deutlich, dass er verhindern wolle, dass sich die Regierung von einem Software-Hersteller abhängig mache. Die Vorbilder einer solchen unabhängigen Softwarepolitik sieht McNealy unter anderem in Norwegen, England und Frankreich.

via gulli:news

Bildnachweis: Begin Obama by Dawn Endico

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