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Ocean: Linux-Webserver für die Hosentasche ist auch mobil nutzbar

Ocean: Linux-Webserver für die Hosentasche ist auch mobil nutzbar

Das US-amerikanische Unternehmen Ocean hat einen gleichnamigen Mini-Computer vorgestellt, der als Linux-Webserver fungieren kann. Das Gerät kann dank eines eingebauten Akkus auch mobil genutzt werden.

Ocean: Linux-Webserver für die Hosentasche ist auch mobil nutzbar
Linux-Server. (Bild: Ocean)

Ocean: Linux-Server wiegt nur 170 Gramm

Ocean: Mobiler Webserver im Smartphone-Style. (Bild: Ocean)
Ocean: Mobiler Webserver im Smartphone-Style. (Bild: Ocean)

Ein Mini-PC, der als Server, Router oder Hub für das Internet of Things dienen kann, ist nichts Neues. Anders als Raspberry Pi oder Compute Stick von Intel ist der Ocean direkt für seinen Einsatzzweck als mobil nutzbarer Server ausgerüstet worden – also inklusive Gehäuse und Funktechnologie. Auch auf einen HDMI-Anschluss hat Ocean bei seinem 170 Gramm schweren Linux-Webserver verzichtet, das soll den Akku schonen, der mit 4.200 Milliamperestunden recht großzügig ausgelegt ist und sogar drahtlos per Qi-Technologie geladen werden kann.

Der Ocean ist mit einem mit einem Gigahertz getakteten ARM-Prozessor (Cortex-A7) und einem Gigabyte RAM ausgestattet. Als Speicher stehen vier Gigabyte interner Flashspeicher für die Serversoftware sowie zusätzlich je nach Version 16, 32 oder 64 Gigabyte zur Verfügung. Neben einer Bluetooth-LTE gibt es auch eine WLAN-Verbindung an Bord. Als Betriebssystem ist Debian Jessie vorinstalliert, es können aber weitere Distributionen wie Ubuntu verwendet werden.

Mit Ocean Smartphone aufladen oder Node.js betreiben

Der Mini-Server lässt sich über den Browser eines anderen Systems aus konfigurieren. Außerdem kann über eine REST-API auf das Gerät zugegriffen oder direkt per SSH konfiguriert werden. Gesteuert werden kann der mobile Server über eine Smartphone-App (iOS, Android) per Bluetooth LTE. Als Anwendungsbeispiele nennt Ocean für seinen Linux-Webserver etwa Entwicklung und Betrieb von Node.js oder Ruby on Rails. Auch der Einsatz als Powerbank für Smartphones ist denkbar.

Ocean wird seinen Mini-Linux-Server in der 16-Gigabyte-Version im Februar 2016 zum Preis von 149 US-Dollar auf den Markt bringen. Die 32- und 64-Gigabyte-Versionen sollen im April 2016 kommen, zu Preisen von 179 beziehungsweise 199 US-Dollar. Beim Versand nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz werden zusätzlich 15 US-Dollar Versandkosten fällig.

Interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Schicker und deutlich leistungsfähiger: Intel bringt verbesserte Compute-Stick-Flotte“.

via www.zdnet.de

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Eine Antwort
  1. von Handy-Fernsteuerung am 19.01.2016 (12:57 Uhr)

    Wo freie WiFis von fiesen verwerflichen ... Fortschrittsfeinden verboten sind könnte man mit uralten Handies per Bluetooth die Stadtpläne und Events der nächsten Zeit dem Touristen aufs Handy beamen. Vor Bahnhöfen stehen ja oft große Stadtpläne oder an öffentlichen Einrichtungen.
    Oder die Messe-Prospekte, Vortrags-Stundenpläne usw. nach/vor dem Reinkommen in die Messe aufs handy runterladen. Alles offline möglich!
    Auch für die Presse-Mappen auf allen PR-Konferenzen (Startup-Börsengänge, Quartalszahlen, Fußball-Spiele, Politiker, Bundes-Presse-Konferenz, Kleinanleger-Hauptversammlungen, EZB/FED/Politiker-Reden...) eigentlich selbstverständlich. Will ich schon seit Jahren. Rechtskosten usw. machen es für mich trotz der simplen Einfachheit der Aufgabe uninteressant denn Investoren braucht man dafür nicht wirklich welche wenn man kein Cashburner ist.

    Was kostet vergleichbares mit RasPI-Zero ?
    Es gibt wohl aus China dankenswerterweise auch RasPi-Konkurrenten im Niedrig-Preisbereich.
    Bei Servern ist die Frage wie viel Cores sie haben weil/wenn/wo es auf Nebenläufigkeit ankommt. Das 1 GB RAM ist sicherlich eine gute Idee.
    Und da WiFi eingebaut ist ob auch 5GHz also 'a' oder nur 2.4GHz genutzt wird.

    Wegen der Dienste, Wirtschafts-Spionage (Bilanz-Zahlen 5 Minuten früher sind fette Beute an der Börse) oder auch bösen IT-Verbrechern dürften Systeme ohne festes Flash bevorzugt sein. Da schiebt man die vorgefertigte Schreibgeschützte SD-Karte rein mit dem Betriebs-System, die Presse connected und dann schiebt man die SD mit den Bilanz-Zahlen oder der digitalen Pressemappe zum Download rein. Da wäre natürlich gerechte also zeitgleiche round-robin-Zuteilung der Pakete wichtiger als schnell die Kunden abzuwickeln wie es in anderen Einsatzzwecken normaler wäre. An Theken im Supermarkt muss man ja auch warten bis man dran ist.
    Auch installiert man ungern sondern nimmt lieber fertige extern vorbereitete (Distro runterladen und draufschieben) SD-Karten die man in den RasPi schiebt und dann seit Fli4l oder Knoppix oder FreeNAS usw. konfiguriert und bei Updates die Sachen normalerweise auf die neue Version rübernehmen kann.
    Auch bei ständig wechselnden Messen, Veranstaltungen, Sportereignissen,... ist fast change wichtig wenn man will das Rathaus, Messe-Zentrum, Stadt-Zentrum, Berliner Tor usw. es benutzen und der Datenanbieter der die Räumlichkeiten ein paar Stunden lang benutzt (Hochzeiten werden teilweise auf Satelliten-TV Europaweit übertragen!) nur seine SDKarte reinschiebt und der Hausmeister es dann in die Befestigung einschliesst um allen Kunden ihre Handies zu versorgen wie es bei Großmärkten, Ikea, Bahnhöfen, Flughäfen usw. normal sein sollte um dem Handy alles wichtige (Schnäppchen, Kataloge, Wetter, Abfahrten, Ankünfte,...)... mitzuteilen . Mit RasPi für vermutlich 50 Euro Hardwarekosten zzgl. SD-Karte realisierbar.

    Wichtig wären auch Standard-Distros für solche Aufgaben oder damit Disco-Besucher per sowas die Playlist zusammenvoten oder Teile der Songs auf dem Madonna-Konzert aussuchen können.
    McAffee wollte ja sowas ähnliches.
    http://www.golem.de/news/john-mcafee-mit-d-central-fuer-100-dollar-die-nsa-ausschalten-1309-101877.html
    Es geht nicht um den Einsatzweck sondern das es wohl ähnliche Aufgaben erfüllen kann und daher möglicherweise technisch ähnlich sein könnte.

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