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Offiziell: Google schließt Motorola-Deal ab

Offiziell: Google schließt Motorola-Deal ab

In einem Blogpost im offiziellen Googleblog hat Google-Chef heute den Motorola-Deal offiziell als abgeschlossen bezeichnet. Nicht ohne Stolz verkündete Page, man habe mit der Mobilsparte von ein Tech-Unternehmen übernommen, das nicht unwesentlich an der mobile Revolution beteiligt gewesen sei.

Offiziell: Google schließt Motorola-Deal ab

Google wird durch Motorola-Deal zum Hardware-Hersteller

Mit der jetzt auch offiziell bestätigten Übernahme der Mobilsparte von Motorola wechselt auch die Seiten und wird zum Hardware-Hersteller. Bislang hatte Google für sein Mobile OS Android lediglich Auftragsarbeiten an verschiedene Hersteller verteilt, die mit den Nexus-Smartphone jeweils die Referenzmodelle für Android bauen durften. Ob das in Zukunft auch noch so sein wird oder ob Google dafür nun grundsätzlich Motorola einsetzen wird, ist bislang noch unklar. Eingefädelt wurde der Motorola-Deal bereits im August 2011.

Motorola-Deal: Nach der offiziellen Bestätigung darf man gespannt sein, wie Google zukünftig als Hardware-Hersteller auftreten wird. (Foto: Titanas / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Auf der einen Seite befeuern Hersteller wie Samsung oder HTC den Smartphonemarkt mit ihren Android-Phones und sorgen somit für die enorme Popularität von Android, doch ganz zufrieden ist Google durch den hohen Grad der Fragmentierung dennoch nicht. Eventuell sorgt Google/Motorola nun für mehr Druck auf die übrigen Hersteller, denn auf der anderen Seite dauert es Google einfach zu lange, bis die zahlreichen Smartphones mit den aktuellen Android-Versionen ausgestattet werden.

Veränderungen durch den Motorola-Deal

Welche Auswirkungen der Motorola-Deal insgesamt haben wird, ist alles andere als sicher. Als erste Veränderung ist bereits der Motorola-Mobility-CEO Sanjay Jha zurückgetreten und macht damit dem langjährigen Googler Dennis Woodside Platz. Woodside hat nun die Aufgabe das neue Mobility-Team von Google/Motorola aufzubauen. Zusammen sollen sie dann Google fit für die mobile Zukunft machen, in der laut Larry Page Menschen mobil online gehen werden, die noch nie zuvor mit einem Desktop-Computer zu tun hatten. Für diese Menschen müssten optimale mobile Geräte entwickelt werden, skizziert Page die Aufgaben für die nächsten Jahre.

Was sich zunächst sehr positiv anhört, könnte für einige Motorola-Mitarbeiter auch schnell negative Folgen haben. Wie bei TechCrunch berichtet wird, sind Entlassungen beim Motorola-Personal nicht ausgeschlossen.

Kein großes Geheimnis ist auch, dass Google Motorola auch wegen der damit erhaltenen Patente übernommen haben dürfte. Erst im November konnte Motorola beispielsweise ein kurzzeitiges Verkaufsverbot für mehrere Apple-Produkte in Deutschland erwirken.

Weiterführende Links zum Thema Google und der Motorola-Deal:

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Eine Antwort
  1. von Aus Fehlern lernen am 22.05.2012 (17:41 Uhr)

    SmarTVs bringen auch neue Kunden ins Internet. Die vergisst Google anscheinend obwohl es ein von Apple bisher nicht beherrschter Markt ist und stressfrei erobert werden könnte wenn man aus den Fehlern von Android lernt.

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