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„Offline First“: Mein Highlight der beyond tellerrand

„Offline First“: Mein Highlight der beyond tellerrand

John Allsopp, der „Großvater des Responsive Webdesign“, war eines der Highlights der „beyond tellerrand“ in Berlin. In seinem unterhaltsamen Vortrag erklärte er den Zuschauern, warum sie sich mit dem Design-Prinzip „Offline First“ beschäftigen sollten, und welche Optionen es gibt.

„Offline First“: Mein Highlight der beyond tellerrand

beyond tellerrand: Konferenz für Webworker. (Foto: Florian Klauer)

„The Web's future is offline“

Wer heute Software konzipiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass Nutzer nicht immer eine Stromversorgung haben – oder durchgehenden Internetempfang. Mit seinem Vortrag „The Web's future is offline“ auf der beyond-tellerrand-Konferenz hat John Allsopp, der „Großvater des Responsive Webdesign“, gezeigt, wie Entwickler diese Hürde umgehen und ihren Nutzern dennoch ein nahtloses Surf-Erlebnis bieten. Auf praktische Art und Weise erklärte er den Zuschauern die Idee des Offline-First-Prinzips sowie die Umsetzung mit HTML5 und JavaScript.

Wir leben in einer batteriebetriebenen Welt ohne ständige Internetverbindung, aber die Technologie und die darauf laufende Software sind Überbleibsel aus einer ständig vernetzten und stromversorgten Vergangenheit. Die Geräte von Nutzern werden nicht durchgehend mit Strom oder Internet versorgt. Das heißt, die Daten müssen zwischengespeichert werden, damit die Apps trotz Ausfall von Strom- oder Internetverbindung benutzbar bleiben. Die Antwort: Zwischenspeichern mit HTML5 und „Offline First“.

beyond-tellerrand
Offline-First war auch dieses Mal ein Thema bei der beyond tellerrand.

Offline First: Die Zukunft verlangt nach gutem Zwischenspeicher

Zugegeben, die praktische Umsetzung, gerade wenn es um localStorage beziehungsweise „webstorage“ und „Application Cache“ geht, ist sehr trocken zu präsentieren.

„Don't listen to naysayers.“

Trotzdem konnte John Allsopp neue Einblicke in Technologien geben, die zwar bekannt sind, aber noch nicht flächendeckend eingesetzt werden. Sein Rat: „Don't listen to naysayers“. Recht hat er. Und das hat er in seinem Vortrag auch bewiesen, indem er die Zuschauer durch die einzelnen Möglichkeiten, aber auch – und was viel wichtiger war – durch die verschiedenen Tücken der eingesetzten Technologien geführt hat.

Spätestens nach dem humorvollen Exkurs zum A-List-Apart-Artikel von Jake Archibalds mit dem bezeichnenden Titel: „Application Cache is a Douchebag“, hat John Allsopp glaubhaft klar gemacht, dass der Application Cache maximal ein Idiot ist – und sicher kein „Douchebag“ – und dass jede der genannten Technologien für „Offline first“ eingesetzt werden kann.

Fazit

John Allsopp hat Motivation, Nutzwert und Zukunftsvision eines Prinzips der Webentwicklung in einem Vortag vereint – im Gegensatz zu anderen Vorträgen auf der Konferenz, die mich nicht uneingeschränkt überzeugt haben. Er hat die hohen Erwartungen, die ich in ihn gesetzt habe, ganz klar erfüllt – mein Highlight der „beyond tellerrand // BERLIN“.

Wer sich weiter über das Prinzip „Offline First“ informieren möchte, kann dies auf der Website der Offline-First-Initiative tun.

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