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Online-Bewerbungen im Trend – 10 Tipps speziell für digitale Bewerbungen

Online-Bewerbungen im Trend – 10 Tipps speziell für digitale Bewerbungen

Wie sieht die perfekte Online-Bewerbung aus? Wir geben euch 10 an die Hand, die helfen, sich Online optimal zu bewerben. Aus einer repräsentativen des Branchenverbandes BITKOM geht hervor, dass 39 Prozent der Unternehmen in Deutschland eine per Internet verlangen. Dabei forderten 28 Prozent der 1500 befragten Unternehmen die Unterlagen per an, 11 Prozent setzten auf Online-Formulare. Insbesondere bei Großunternehmen sind digitale Bewerbungen voll im Trend.

Online-Bewerbungen im Trend – 10 Tipps speziell für digitale Bewerbungen
(Foto: karsten.planz / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Über die speziellen Tipps für E-Mail Bewerbungen hinaus gelten die Bewerbungshinweise, die auch für eine traditionelle Bewerbung heranzuziehen sind. Dazu gibt es im Internet und in der Literatur zahlreiche gute Anlaufstellen. Wir wollen euch hier die 10 unserer Meinung nach wichtigsten Hinweise geben, die es speziell bei einer E-Mail Bewerbung zu beachten gilt:

1. Stil beachten

Eine Bewerbung per E-Mail sollte in einem Stil verfasst sein, in dem man auch einen normalen Geschäftsbrief verfassen würde. Ein seriöser Umgangston, sachliche, kompakte und fehlerlose Ausdrucksweise und eine geordnete Struktur mit Absätzen sind verpflichtend. Emoticons oder ähnliches sind unseriös und absolut Tabu. Bereits in den ersten Zeilen der E-Mail fällt wenigstens unterbewusst beim Personalchef die Entscheidung darüber, ob es der Bewerber Wert ist, weiterzulesen. Aus der E-Mail wird deutlich, wie der Bewerber es vermag sich auszudrücken und wie er sich selbst darstellt. Hier entsteht im Kopf des Personalchefs das erste Bild des Kandidaten für die freie Stelle.

2. Absender und Empfänger

Verwendet eine seriöse Absenderadresse. Geeignet sind Adressen, die sich an dem Schema „Vorname.Nachname@Provider.de“ orientieren. Firmenadressen von vorherigen Arbeitgebern oder Spammail-Accounts sind selbstverständlich Tabu in der Bewerbung. Sie verleihen den Eindruck, dass man gar nicht wirklich interessiert ist oder den zukünftigen Chef nicht ernst nimmt. Bei der Empfängeradresse sollte man darauf achten, eine Person direkt anzusprechen und auch nur diese eine Person. E-Mails, die sich an die Firmenadresse in allgemeiner Form richten, landen meist zu spät beim zuständigen Ansprechpartner.

3. Aussagekräftige Betreffzeile

Die Betreffzeile ist das Erste, was ein Personalchef zu Gesicht bekommt. Lässt man die Zeile frei oder schreibt irgendwelche belanglosen Dinge wie „Hallo“ oder ähnliches, landet die Mail vermutlich sofort im Müll. Deshalb muss sofort ersichtlich sein, worum es gehen soll. Der eigene Name, die Stelle, auf die man sich bewerben möchte und falls vorhanden, sollte unbedingt die Kennziffer aus der Stellenausschreibung mitangegeben werden. Das wiederum sollte aber auch nicht ausufern. Also weder ein einzelnes Wort, noch einen Roman in die Betreffzeile tippen. Ein Mittelweg, der die wichtigsten Angaben enthält, ist optimal.

4. Vollständige Signatur angeben

Als Bewerber sollte man, nicht zuletzt aus eigenem Interesse, seine Kontaktdaten in einer Signatur am Ende der E-Mail angeben. Das macht einen seriösen Eindruck und man gewährleistet gleichzeitig, dass der angeschriebene Personalchef nicht erst mühselig nach Kontaktdaten suchen muss. Das wird er nämlich in der Regel nicht tun.

5. Nur-Text-Format, nicht HTML

Der Text der E-Mail sollte unbedingt im Nur-Text-Format verfasst sein und nicht im HTML-Format. Nutzt man das HTML-Format, kann das zu verschiedenen Problemen führen. Zum einen kann es sein, dass Sonderzeichen beim Gegenüber nicht korrekt angezeigt werden. Außerdem erhöhen HTML-Mails die Dateigröße, was vermeidbar ist, da man den Text ohnehin nicht aufwendig formatieren will. Darüberhinaus bergen HTML-Mails die Gefahr, Viren oder Trojaner zu transportieren. Eventuell muss in den Einstellungen des verwendeten Mailprgramms Änderungen vorgenommen werden, da manche die HTML-Mail als Standard verwenden.

6. Copy & Paste vermeiden

Auch wenn es verlockend ist und viel Zeit einsparen kann – bei E-Mail-Bewerbungen sollte auf das ach so bequeme Copy und Paste verzichtet werden. Nichts ist ärgerlicher, als mehrere gleiche Mails vorzubereiten und dann beim Pasten zum Beispiel mit den E-Mail Adressen durcheinanderzukommen. Im schlimmsten Fall disqualifiziert man sich gleich mehrfach, wenn man versehentlich den Herrn Müller aus Firma A mit „Sehr geehrte Frau Schulze“ anschreibt und andersherum. Deshalb sollte man jede Bewerbung lieber für sich betrachten und alle Bewerbungen, für den Fall dass es mehrere sind, nacheinander bearbeiten.

7. Anlagen: Format, Größe, Anzahl

Grundsätzlich gilt: keine exotischen Dateiformate benutzen. Zum guten Stil einer E-Mail Bewerbung gehört es, das Dateiformat PDF zu wählen. Es bietet sich also an, die Bewerbung in einem Textverarbeitungsprogramm wie beispielsweise OpenOffice zu verfassen und anschließend in ein PDF umzuwandeln. Sollte das Programm nicht schon von Haus aus die Möglichkeit bieten, ins PDF Format zu konvertieren, wird man auch im Internet vielerorts kostenlose Tools finden, die die Aufgabe erledigen. In der Mail sollte unbedingt auf den Anhang hingewiesen werden. Bei der Benennung der Dokumente ist auch hier zu beachten, dass man aussagekräftige Titel vergibt. Ebenso sollte man sicherstellen, möglichst nicht mehr als drei unterschiedliche Dokumente der Mail anzuhängen. Um Dateigrößen klein zu halten, sollte man gängige Schriftarten wie Arial, Times New Roman oder Helvetica verwenden, hochauflösende Bilder sollten komprimiert werden und in JPEG vorliegen. Zu den Bildern: Bewerbungsfotos sollten unbedingt vom Fachmann gemacht werden. Natürlich ist die Verlockung groß, Geld zu sparen und selbst mit der Digitalkamera aktiv zu werden – das ist meist keine so gute Idee.

8. Private Homepage

Private Homepages sind ein zweischneidiges Schwert. Es gibt Bewerbungstipps im Internet, die raten zu der Selbstdarstellung auf einer eigenen Homepage, andere raten dringed davon ab. Es kommt wohl auf die Stelle an, auf die man sich bewirbt. Wenn man sich auf eine Stelle im IT-Bereich bewirbt, kann eine eigene Homepage nützlich sein, wenn man dort bereits seine Fähigkeiten demonstrieren kann. Andernfalls ist es für Personalchefs einfach zu umständlich, bei jedem einzelnen Bewerber zunächst die Homepage zu durchpflügen. Grundsätzlich gilt: eigene Homepage sowieso nur dann, wenn sie gut gemacht ist, andernfalls könnte der Schuss nach hinten losgehen.

9. Korrektur lesen und testen

Die Bewerbungs-E-Mail muss in jedem Fall ausgedruckt und probegelesen werden. Dabei sollten sowohl Rechtschreibung und Grammatik, als auch formale Aspekte kontrolliert werden. Das gilt selbstverständlich nicht nur für alle Texte – auch Bilder, ausgedruckte Zeugnisse und Ähnliches sollten auf ihre Qualität hin begutachtet werden. Essentiell ist auch die eingehende Prüfung darauf, ob alle Namen, die Firmanadresse und wichtige Begriffe korrekt geschrieben sind. Da man meist schon Stunden damit verbracht hat, in seinem selbst verfassten Werk hin und her zu lesen, sieht man selbst oft sogar grobe Fehler nicht mehr. Daher bietet es sich an, die Bewerbung einem Dritten zum Probelesen vorzulegen. Optimalerweise schickt man die Bewerbungsmail einer Person des Vertrauens zu, so dass der Ablauf so realistisch wie möglich ist und man sehen kann, ob alles reibungslos funktioniert.

10. Erkundigen ob Mail angekommen ist

Zu allererst muss natürlich gewährleistet sein, dass das eigene Postfach nicht überfüllt ist und die etwaige Antwort des potentiellen nächsten Arbeitgebers überhaupt eine Chance hat, anzukommen. Sollte es nach zwei Wochen noch keine Reaktion auf die Bewerbung gegeben haben, sollte man ruhig telefonisch nachhaken. Wenn das Unternehmen dies in der Stellenausschreibung ausdrücklich untersagt hat, ruhig noch zwei weitere Wochen warten, dann aber auch da nachfragen.

Weiterführende Links:

Vielleicht auch interessant: So gewinnt man Aufmerksamkeit: 12 kreative Bewerbungen, die aus der Masse herausstechen

Bildnachweis für die Newsübersicht: Foto: karsten.planz / flickr.com, Lizenz: CC-BY

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5 Antworten
  1. von Tanja Handl am 03.05.2011 (16:22 Uhr)

    Sehr gute, solide Tipps, die helfen, alle gängigen Fehler zu vermeiden. Leider gibt es immer noch manche, die ihre Bewerbung von "schnutziputzi@xy.com" versenden. Wichtig: Sich selbst ernst nehmen! Dann klappt's auch mit dem neuen Job. :)

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  2. von Thomas am 03.05.2011 (17:41 Uhr)

    @Sven
    bei Googlemail kann man sich ein Lab-Feature installieren, welches nach dem Klick auf "Senden" noch für 5sec die Möglichkeit bietet, den Vorgang rückgängig zu machen (bzw. abzubrechen).

    zu Punkt 10:
    ich würde keine zwei Wochen warten, sondern bei ausbleibender Reaktion schon nach 4-5 Tagen nachhaken - mit einer Mail in der nochmal das Anschreiben ist und die Anhänge. Ich hab erlebt, dass sich die meisten überhaupt erst nach dem Nachfragen in Gang setzen. (Meine Erfahrung beruht auf Bewerbungen bei kleinen und mittelgroßen Werbeagenturen)

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  3. von otomo am 04.05.2011 (14:23 Uhr)

    Ergänzung zu Punkt 7: Gerade wenn man Arbeitsproben mitversenden will (Screenshots, Grafiken, etc.) ist es ratsam diese nicht mit in den Anhang zu packen und somit das Postfach des Empfängers zu sprengen. Ich sende Anschreiben & Lebenslaufs als PDF Anhang und biete Portfolio & Gescannte Zeugnisse als Downloadlink über Dropbox oder anderem Webspace an. (Aber bitte kein rapidshare, megaupload & co)

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  4. von Zerspanungstechnik am 20.10.2011 (19:16 Uhr)

    10 wirklich gute Bewerbungstipps! Bewerber sollten sich stets auch in den Personalchef hineinversetzen. Bekommt er zügig und übersichtlich alle Informationen, die er benötigt? Wie oft muss er sich nach einem Stellenangebot durch einen Stapel unvollständiger Bewerbungsmappen oder lückenhafter Emails kämpfen? Nach der zitierten Umfrage des Verbandes BITKOM hat das verarbeitende Gewerbe mit einem Anteil von 47 Prozent der befragten Unternehmen eine „starke Präferenz“ für Online-Bewerbungen. Als ein Unternehmen der Zerspanungstechnik, Branche Maschinenbau, können wir diese Tendenz nur unterstreichen.

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  5. von jobagent am 15.08.2012 (20:49 Uhr)

    Eigentlich vollständig und informativ... vielleicht ergänzt diese Checkliste dennoch: https://content.jobagent.ch/Bewerbungsschreiben/onlinebewerbung_checkliste.pdf

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