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Online-Marketing-Trends: 10 Thesen zum Marketing der Zukunft

Wohin geht die Reise im Online-Marketing? Olaf Kopp, Geschäftsführer der Agentur Aufgesang Inbound , prognostiziert in diesem Artikel zehn Online-Marketing-Trends.

Online-Marketing-Trends: 10 Thesen zum Marketing der Zukunft
(Quelle: © Nastco - iStockphoto.com)
Symbolbild: Online-Marketing-Trends der Zukunft.
Online-Marketing-Trends: Das Ziel im Blick. (Bild: © Nastco – iStockphoto.com)

1. Verzahnung von (Online-)Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

Wenn Unternehmen ihr Silodenken auflösen und verschiedene Bereiche des und der Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen einer ganzheitlichen Unternehmenskommunikation verzahnen, lassen sich Produkte und Marken erfolgreicher vertreiben und positionieren. Noch ist das in vielen Unternehmen nicht der Fall und wird deshalb eine der wichtigsten Aufgaben der Zukunft.

2. Online- und Offline-Multi-Channel-Tracking

Touchpoint-Ketten sowohl online als auch offline nachzuvollziehen und die einzelnen Kontaktpunkte zu bewerten, wird einer der Trends der nächsten Jahre. Google geht mit Universal-Analytics gerade die ersten Schritte. Durch diese Veränderung bleibt Kreativität im Marketing keine Worthülse. Sie wird messbar.

3. Marketing-Analysten als zentrale Koordinationsstelle

Die Rolle von Web-Analysten beziehungsweise Marketing-Analysten wird immer wichtiger, insbesondere für Unternehmen mit größeren Marketingbudgets und vielen Marketingkanälen. Sie werden gebraucht, um die großen Datenmengen zu sammeln, zu ordnen und zu analysieren. Mediaplanung wird sich zukünftig noch mehr an konkreten Erfahrungswerten orientieren.

4. Inbound-Marketing im Zentrum des Marketings

Unterbrechende Werbung wird immer weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Nicht mehr das Werbemittel und der Werbeträger stehen im Mittelpunkt des Marketings, sondern begeisternde und emotionalisierende Inhalte. Kreatives Content-Marketing zur Marktpositionierung und Sichtbarkeitserhöhung ist das Herzstück erfolgreicher Inbound-Marketing-Strategien. Klassische Werbemittel werden zukünftig nur noch unterstützende Funktion haben.

5. Ganzheitliches Marketing mit hohem Spezialisierungsgrad

Insbesondere Bereiche wie Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenwerbung (SEA) und Webanalyse werden immer komplexer. Dies bedarf Spezialisten, die sich tief in der Materie bewegen. Marketing-Manager müssen sich daher immer mehr als Schnittstelle beziehungsweise Projektmanager in einem interdisziplinären Team aus zum Beispiel SEO-, SEA-, PR-Spezialisten und Web-Analysten positionieren.

6. R.I.P. Offpage-SEO

Google hat dem bisherigen Offpage-SEO mit den Pinguin-Updates den Krieg erklärt. Viele jahrelang funktionierende Linkaufbau-Methoden sind mittlerweile ineffektiv und führen im Extremfall zur Abstrafung. Ich glaube deshalb, dass Offpage-SEO stirbt. Alles was zukünftig nachhaltig funktioniert, betrifft in erster Linie PR-Methoden unterstützt durch datengestützte SEO wie zum Beispiel Linkquellen-Recherche und Web-Analyse sowie -Monitoring.

7. Agenda-Surfing

Agenda-Surfing ist das Positionieren von Marken und Unternehmen im Umfeld von Trend-Themen, gestützt durch Daten des Web-Monitoring. Dies wird zukünftig ein wichtiger Erfolgsfaktor bei Content-Marketing- und PR-Kampagnen.

8. Conversion-Optimierung wird in Kombination mit Surchmaschinenwerbung ein Muss

Aufgrund der in vielen Bereichen hohen AdWords-Klickpreise wird es zukünftig wichtiger, SEA-Kampagnen gezielter auszusteuern und den Traffic besser zu verwerten. Dazu bedarf es Maßnahmen in den Bereichen Conversion- und Usability-Optimierung. Nicht mehr die Höhe der Klickpreise sind kritischer Erfolgsfaktor, sondern die Abschlussraten.

9. SEO und PR als kritische Erfolgsfaktoren für die Sichtbarkeit

Klassische SEO-Disziplinen wie Keyword-Recherche, -Analyse und –Mapping zur Themenfindung und strategischen Ausrichtung der Webpräsenz in Kombination mit der gesamtem PR-Klaviatur sind die zukünftige Grundlage der Sichtbarkeit im Netz.

10. Auslieferung dynamischer und personalisierter Inhalte

Um Traffic insbesondere aus bezahlten Anzeigen besser verwerten zu können, bedarf es dynamisch ausgelieferten und personalisierten Inhalten. Diese sollten sich zum Beispiel an der Besucherquelle, Suchintention und bisherigen Beziehung zum Unternehmen orientieren.

Über den Autor

olaf koppOlaf Kopp ist geschäftsführender Gesellschafter der Agentur Aufgesang Inbound Online Marketing   und beschäftigt sich seit 2005 mit Social Media Marketing, SEO und Google AdWords. Die Agentur hat Kernkompetenzen in der SEO-Onpage-Optimierung, organischem Linkaufbau und performanceorientiertem Online Marketing über Suchmaschinenwerbung (SEA) sowie Display-Werbung. Das elf Spezialisten umfassende Online-Marketing-Team ist Teil der Aufgesang Agenturgruppe  , die sich auf die Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Inbound-Marketing-Konzepte spezialisiert hat.

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4 Antworten
  1. von Martin am 22.07.2013 (20:12 Uhr)

    Für mich alles sehr schwammig formuliert und agenturfreundlich. Wir brauchen allerdings nicht mehr selbsternannte Experten, sondern grad im Mittelstand die Bereitschaft, InHouse-Marketing zu betreiben.

    Grad SEM kann man kaum effektiv betreiben, wenn tausende Euros bei Agenturen verbrannt werden. Welcher kleine Onlinehändler hat denn monatliche Budgets von 5000 € und mehr, um die paar % Optimierung einer Agentur nachher wieder drin zu haben?

    Die Ansage zum (Offpage-) SEO kann ich auch nicht teilen. Google rudert grad bei Penguin zurück, da es zu viele Unschuldige getroffen hat. Gute private Linknetze funktionieren dank der vielen Abstrafungen besser als jemals zuvor ... SEO ist vielleicht etwas unzuverlässiger geworden, aber mit Sicherheit nicht weg vom Fenster.

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  2. von olaf kopp am 23.07.2013 (09:20 Uhr)

    Hallo Martin,

    danke für die Kritik. "SEO ist vielleicht etwas unzuverlässiger geworden, aber mit Sicherheit nicht weg vom Fenster." Habe ich nirgendwo geschrieben. Ich habe lediglich geschrieben, dass Offpage SEO an Bedeutung verliert und man die wirklich effektiven Links in erster LInie über PR-Arbeit bekommt. Und das private inknetzwerke besser denn je funktionieren halte ich für ein Gerücht. Auch der Punkt mit dem Inhouse-Marketing wird durch These 1, 4 und 5 eigentlich bestärkt. Nirgendwo wird Agenturen in die Karten gespielt, aber man liest immer das was man lesen möchte.

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  3. von burnmyfeed am 07.08.2013 (11:31 Uhr)

    Hallo Olaf,

    ich finde die genannten Punkte auch leider etwas schwammig, zumal 1/4/6/7/9 in dieselbe Richtung gehen. Zudem sind die Kategorien, die Du gewählt hast, meiner Ansicht nach auf verschiedenen Flughöhen. Die einen sind sehr spitz und kaum mehr als eine Weiterentwicklung, die anderen sind wirklich große allgemeine Trends.

    Trotzdem Danke für die Einschätzung.

    Grüße

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  4. von onlinemarketing am 19.08.2013 (14:40 Uhr)

    Guter Beitrag. Würde aber das Empfehlungsmarketing und Systeme der Kundenbewertung und deren steigender Einfluss auf Kautentscheide noch hinzufügen.

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