Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

E-Commerce

Online-Shopping-Trick: Wie Amazon es schafft, immer am günstigsten zu erscheinen

    Online-Shopping-Trick: Wie Amazon es schafft, immer am günstigsten zu erscheinen

Amazon: Ausgefeilte Preisstrategie. (Bild: Robert Scoble / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Beim Online-Shopping ist oft Amazon die erste Anlaufstelle. Auch weil die Preise dort günstiger zu sein scheinen. Um diesen Eindruck zu erwecken, wendet der E-Commerce-Riese einen simplen Trick an, wie ein US-Startup herausgefunden hat.

Wer auf Online-Shopping-Tour geht, kommt – außer er ist Totalverweigerer – eher früher als später auch zu Amazon. Die Plattform hat es offenbar geschafft, dem Verbraucher zu implizieren, er würde dort weniger zahlen als bei der Konkurrenz. Allerdings trickst der E-Commerce-Konzern dabei offenbar etwas, wie das Startup Boomerang Commerce in einer Studie herausgefunden haben will. Der Analyse zufolge verfolgt Amazon eine ausgefeilte Preisstrategie.

Amazon: Günstige Preise eine Frage der Wahrnehmung

Die Preise seien nicht durch die Bank weg günstiger als bei der Konkurrenz, kommen die Studienautoren zum Schluss. Amazon achte dafür peinlich genau darauf, dass die bei den Kunden am meisten nachgefragten Produkte günstiger seien. So entsteht der Eindruck, dass Amazon allgemein günstiger ist, obwohl die weniger nachgefragten Waren teurer sein können als bei anderen Anbietern. Alles also eine Frage der Wahrnehmung.

Cyber-Monday-Woche: Amazon wird wieder einige Produkte günstiger verkaufen. (Bild: Robert Scoble / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Bei Amazon scheinen die Preise immer am günstigsten zu sein. (Bild: Robert Scoble / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

„Amazon ist vielleicht nicht der preislich günstigste Anbieter eines bestimmten Produkts zu jeder Zeit, aber es senkt regelmäßig die Preise der am meisten nachgefragten und sich am besten verkaufenden Artikel, so dass bei den Verbrauchern der Eindruck entsteht, Amazon biete durchweg die besten Preise“, heißt es in der Studie, die Teil eines Whitepapers von Boomerang Commerce ist.

Gegründet wurde Boomerang Commerce vom ehemaligen Amazon-Manager Guru Hariharan. Sein Startup hat sich auf die Echtzeit-Analyse von Preisen im Internet spezialisiert. Während Verbraucher aus der Studie lernen können, dass sich ein wiederholter Preisvergleich auf den einschlägigen Plattformen lohnt, können E-Commerce-Firmen daraus die Erkenntnis ziehen, dass man nicht alle Preise senken muss, um als günstigster Anbieter zu erscheinen.

via recode.net

Finde einen Job, den du liebst zum Thema E-Commerce

8 Reaktionen
Mike Hettich
Mike Hettich

Ich glaube nicht, dass der Preis bei Amazon kundenseitig im Fokus steht. Man wird jedes Produkt im Web bei ausreichender Suche billiger finden. Der Amazonkunde weiß Amazon hat einen attraktiven Preis. Der Amazonkunde bekommt eine Vielzahl von Produkten. Amazon liefert zuverlässig. Bei Problemen ist die Rückabwicklung einfach. Und ausserdem war Amazon nie von einem Datenskandal betroffen. Ich würde nicht mehr jeder kleiner Klitsche meine Daten anvertrauen.

Antworten
Fabian Frank
Fabian Frank

Oh. Mein. Gott.

Antworten
Adrian
Adrian

Ist doch schon seit Ewigkeiten auch die Strategie der Elektronik-Großmärkte wie Saturn oder Media Markt. Wie Marvin schon schrieb. Wie bei Amazon rotieren dort dann auch die Angebotspreise.

Antworten
Marvin
Marvin

Mit diesen "Tricks" arbeitet der Einzelhandel doch seit Ewigkeiten...

Antworten
John
John

Ach deswegen gab es jahrelang diese Tiefpreisgarantie mit Differenzerstattung^^ Evtl. gibt es die noch immer, weiß ich nicht. Dank Prime hab ich mich bis auf ganz seltene Fälle vollständig von Amazon gelöst.

Antworten
Insomnia88
Insomnia88

Ehrlich gesagt habe ich Amazon nie als sonderlich preisgünstig erachtet. Außer bei wenigen Ausnahmen.
Wenn man mal auf Geizhals oder andere Preissuchmaschinen 'ne Suche startet, findet man oftmals günstigere Angebote.
Bei Amazon geht es ja in 1. Linie auch nicht um dem Preis, sondern um authentische Rezensionen, volles Trust (Garantie/Widerruf funktioniert praktisch immer problemlos) und die hoche Auswahl bzw. das weite Spektrum.

Antworten
Selber nutzen
Selber nutzen

Wenn man z.B. Bücher bei Marketplace reinstellt hat man eine Matrix wo man seine Produkte sieht und ob man der billigste ist.
Darüber entwickelt sich vielleicht eine Art Minimierungs-Strategie bei den Preisen.

Unschön ist, das man erst ab 29 Euro Portofrei zugestellt bekommt.
Die meisten Einzelkufe hole ich inzwischen daher bei Ebay.
Wenn man eine Kamera oder Handy kauft, landen normalerweise Schutzfolien, Tasche und Ersatz-Akku im Einkaufswagen. Man müsste also Bestellungen ergänzen bzw. abändern können so lange noch nicht alles verschickt wurde. Die Posten werden ja einzeln vom Konto runtergebucht sobald sie versendet wurden bzw. der Marketplace-Händler gesagt hat er hätte es versendet. Da sind viele Trivialitäten die viel besser sein könnten. Man erkennt klar, das die Boni-Manager die Webseite und App (keine Rezensionen sichtbar und Top100-Listen fehlen auch) nicht selber benutzen.

Antworten
SabineW
SabineW

Ich habe mich tatsöchlich schon oft gefragt, warum Amazon wirklich oft SO viel günstiger sein kann...

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen