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Online-Shopping: So tricksen die Händler beim Preis und so kannst du dich schützen

Online-Shopping: So tricksen die Händler beim Preis und so kannst du dich schützen

Gerade in der stressigen Vorweihnachtszeit sollten Verbraucher beim Online-Shopping vorsichtig sein. Österreichische Verbraucherschützer haben in einer die Preis-Tricks der Händler erhoben und geben , wie man sich davor schützen kann.

Online-Shopping: So tricksen die Händler beim Preis und so kannst du dich schützen

Shopping. (Foto: Steve Snodgrass  / flickr.com, Lizenz: CC-BY )

Online-Shopping: „Dynamic Pricing“ mit Kundendaten

„Dynamic Pricing“ nennt sich die Praxis, die von vielen Online-Händlern angewendet wird. Einer aktuellen Studie der Konsumentenschutzorganisation Arbeiterkammer (AK) in Wien zufolge ändern sich die Preise für ein und dasselbe Produkt teils mehrmals am Tag. Bei der Preisanpassung stützten sich die Händler auch auf persönliche Daten der Kunden. In die dynamische Preisgestaltung fließen der Studie zufolge äußere Umstände wie Zeit oder das Wetter, das Surfverhalten der Kunden oder deren Gerätewahl mit ein.

Beim Online-Shopping sollten sich Kunden viel Zeit für Preisvergleiche nehmen. (Foto: Shutterstock)
Beim Online-Shopping sollten sich Kunden viel Zeit für Preisvergleiche nehmen. (Foto: Shutterstock)

Tests der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen haben gezeigt, dass etwa Rabattaktionen beim Besuch eines mit dem Desktop-Computer zu sehen sind, nicht aber, wenn die Seite mit einem Tablet oder Smartphone besucht wird. Je nach Endgerät sollen sich demnach die Preise für ein Notebook um bis zu 200 Euro unterschieden haben. Weit über hundert Variablen sollen es laut AK sein, mit denen die Online-Händler ihre Programme füttern. Auch wiederholtes Interesse könnte von den Algorithmen als Signal gewertet werden, die Preise zu erhöhen, warnen die Verbraucherschützer.

Online-Shopping: Preisgestaltung immer schwieriger zu durchschauen

„Für den einzelnen Konsumenten wird es immer schwieriger, die Preisgestaltung zu durchschauen“, sagte AK-Expertin Daniela Zimmer der österreichischen Tageszeitung Der Standard. Die Verbraucherschützer raten zur Geduld, Angebote für Elektronikprodukte etwa sollten über einige Tage hinweg mehrfach aufgerufen werden. Das ist allerdings gerade in der stressigen Vorweihnachtszeit für viele Last-Minute-Online-Shopper gar nicht so einfach.

Darüber hinaus sollten Verbraucher auf Preisvergleichsplattformen wie guenstiger.de oder Idealo setzen, um mögliche überhöhte Preise zu erkennen. Empfohlen wird auch die regelmäßige Löschung der Browser-Cookies sowie die Verwendung des privaten Surfmodus. Auch ein praktischer Tipp gegen Preis-Tricks: Die Angebotsseiten von verschiedenen Geräten aus aufzurufen.

Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber hat übrigens Anfang November dieses Jahres dementiert, dass Apple-Nutzer unter Umständen höhere Preise für ein Produkt bezahlen könnten; das sei „absoluter Schmarrn“. Dass die Preise täglich mehrmals geändert würden, bestätigte Kleber aber.

via derstandard.at

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Eine Antwort
  1. von Gerechte Preise am 17.12.2015 (12:57 Uhr)

    Preisänderungen innerhalb eines Tages sollten nur nach unten gehen dürfen.
    Haben hier nicht in letzter Zeit sogar zwei Ex-Minister ihre Ideen verkünden können ? Wieso war sowas nicht schon längst Gesetz ? An der Benzinpreis-Behörde hätte man das ja nach ein paar Monaten erkennen und ein kundenfreundlicheres Pricing-Gesetz beschliessen können, sollen und müssen.

    Wäre Amazon besser würden sie den Bestpreis garantieren. Wenn also ein Produkt innerhalb 10 Tagen für z.B. 99 Euro bei einem Händler gekauft wurde und danach für 95 Euro beim gleichen Händler dann kriegen die 99-Kunden der letzten 10 Tage natürlich einen 4-Euro-Rabatt-Gutschein von Amazon den sie bei Amazon überall wie Bargeld einsetzen können. Denn wenn man dasselbe Produkt einem Kunden für 95 geben kann, kann man es ALLEN für 95 geben. Und Amazon als zentraler Buchhalter aller Transaktionen sorgt dafür...
    Das können Händler problemlos in die Kalkulation einschliessen damit die Ehre des Preises erhalten bleibt und kein Kunde sich übervorteilt fühlt...

    Das Amazon Kunden verliert weil man sich übervorteilt fühlt erkennen die leider nicht mal. Preise sollten kein Glücksspiel sein und sich nur stetig ändern dürfen.
    Und von Preis-Senkungen muss jeder profitieren der das Produkt in letzter Zeit gekauft hat.

    Preisgerechtigkeit wäre sehr simpel. Leider interessiert es viel zu wenige... und dann auch vermutlich erst in der Rezession...

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