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Online-Zeit: Soziale Netzwerke verdrängen klassische Portale

    Online-Zeit: Soziale Netzwerke verdrängen klassische Portale
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Auch wenn die Online-Zeit der deutschen Surfer stetig zunimmt, ist sie letztlich doch begrenzt. So entsteht zwangsläufig ein Wettstreit zwischen den verschiedenen Angeboten. Nach aktuellen Zahlen von ComScore deutet sich ein Verdrängungskampf zwischen klassischen Portalen und Social Networks ab, mit besseren Aussichten für Facebook, Twitter & Co.

Online-Zeit: Wandel wird zunehmend dynamisch

Wie der Netzökonom Holger Schmidt im FAZ-Blog schreibt, beschleunigt sich der Wandel bei der Online-Zeit der Nutzer in Deutschland zunehmend. Während klassische Online-Portale wie T-Online in den letzten 12 Monaten durchschnittlich um 24 Prozent verloren haben, stehen die sozialen Netzwerke auf der Gewinnerseite. Laut den Zahlen von ComScore konnten Facebook & Co. im gleichen Zeitraum um 51 Prozent zulegen. In Deutschland verbrachten die Onliner im Oktober 2011 insgesamt 18,4 Milliarden Minuten auf Social Media Plattformen und damit mehr als dreimal so viel Zeit wie auf klassischen Portalen (6,0 Milliarden Minuten).

Die Veränderungen bei der Verteilung der Online-Zeit (Grafik: FAZ).

Junge Menschen verbringen ihre Online-Zeit im Social Web

Unterteilt man die oben genannten Zahlen noch in Altersgruppen, so wird die junge Generation schnell als Antreiber des Wandels identifiziert. In Deutschland liegt die Altergruppe zwichen 15 und 24 Jahren an der Spitze der Online-Zeit im Social Web. Während sie auf den verschiedenen Social Media Plattformen 4,5 Milliarden Minuten verbringen und damit 64 Prozent mehr als im Vorjahr, sank die Online-Zeit auf klassischen Portalen um die Hälfte auf nur noch 923 Millionen Minuten.

Dieser Trend hin zu den sozialen Netzwerken und weg von den klassischen Portalen ist zwar in allen Altergruppen zu erkennen, doch mit zunehmenden Alter nimmt er an Klarheit ab. Das klassische Medienmodell nach dem Pull-Prinzip, bei dem Medien Inhalte erstellen, die von den Konsumenten dann bezogen werden, gilt nur noch für die Onliner ab einem Alter von 55 Jahren.

Verschiebung der Online-Zeit hat weitere Auswirkungen

Die modernen sozialen Netzwerke versorgen die jüngeren Altersgruppen heute nicht nur mit Informationen oder lassen sie selbst Inhalte erzeugen bzw. verteilen, sondern sie sorgen auch für ein verändertes Kommunikationsverhalten. Besonders deutlich bekommen das die Instant-Messenger-Dienste zu spüren. Ihre Nutzungszeit ging in den vergangenen 12 Monaten um 53 Prozent zurück. Die Gründe dafür sind natürlich in den sozialen Netzwerken zu suchen, die mit ihren verschiedenen Kommunikationswerkzeugen die IM-Dienste oftmals überflüssig machen.

Auf der Gewinnerseite stehen neben den sozialen Netzwerken auch noch die Kategorien E-Commerce, Unterhaltung und Online-Spiele. Schaut zusätzlich auf die absoluten Zahlen, kommt man an der Dominanz der Social Networks aber nicht vorbei. Nur die Kategorie Unterhaltung kann mit 10,4 Milliarden Minuten noch annähernd mithalten, alle anderen Kategorien der Top 10 rangieren zwischen 6,0 und 1,5 Milliarden Minuten.

Weiterführende Links zum Thema Online-Zeit:

Bildnachweis für die Newsübersicht: Axel Schwenke / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA

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