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Software & Infrastruktur

Open-Data-Vorstoß: Schweiz veröffentlicht mehr als 700 Datensätze von 17 Organisationen

    Open-Data-Vorstoß: Schweiz veröffentlicht mehr als 700 Datensätze von 17 Organisationen

(Grafik: Shutterstock)

Immer mehr Unternehmen und Behörden entdecken den Mehrwert von Open Data. So auch die Schweiz. Mit einem neuen Portal bündelt das Land jetzt die Datensätze von mehr als 17 Organisationen unter einheitlichen Standards.

Opendata.swiss: 741 Datensätze von 17 Organisationen

Das neue Portal opendata.swiss ersetzt dabei den Vorläufer opendata.admin.ch. Mit der vom Bundesarchiv betriebenen Plattform bündelt die Schweiz die Datensätze etlicher Organisationen, darunter die SBB, die Bundesämter für Straßen, Gesundheit, Meteorologie oder Statistik, die Kantone Zürich und Genf oder der Städteverband. Größter Unterschied zum Pilotprojekt: Auf opendata.swiss veröffentlichen die Schweizer Behörden ihre Daten unter gemeinsamen, einheitlichen Nutzungsbedingungen.

Auf opendata.swiss bündelt die Schweiz ihre Open-Data-Aktivitäten. (Screenshot: opendata.swiss)
Auf opendata.swiss bündelt die Schweiz ihre Open-Data-Aktivitäten. (Screenshot: opendata.swiss)

Die Themenbereiche des Portals umfassen beispielsweise Bevölkerung, Gesundheit, Politik, Verkehr oder Umwelt. Organisationen, die schon Daten auf dem Pilotportal hatten, sind auch auf opendata.swiss vertreten, dazu kommen jedoch auch einige Neulinge. Das Datenangebot soll fortlaufend ausgebaut werden.

Für Entwickler, die Daten des Portals für eigene Anwendungen nutzen wollen, hat das Bundesarchiv den Quellcode des Projekts auf GitHub veröffentlicht. Darüber hinaus steht eine RPC-API bereit, über die auf die Datensätze zugegriffen werden kann – eine Dokumentation dazu bietet das Portal unter docs.ckan.org an. Die verschiedenen Datensätze können dabei unter verschiedenen Nutzungsbedingungen stehen. Welche das sind, erklärt diese Seite.

Open-Data-Portal der Schweiz: 8 Anwendungen schon live

Acht Anwendungen auf Basis des Portals sind bis heute schon entstanden, darunter ein Wohnungsrechner oder die App „citymobile“. Wer eine Anwendung entwickelt hat und diese einreichen oder selbst Daten auf opendata.swiss veröffentlichen will, kann mit dem Bundesarchiv Kontakt aufnehmen. Weitere Fragen beantwortet eine ausführliche FAQ.

Das Schweizer Portal ist Teil der Open-Government-Data-Strategie der Schweiz, die am 16. April 2014 vom Bundesrat verabschiedet worden ist. Sie definiert die Ziele des digitalen Ausbaus und bestimmt das weitere Vorgehen im Bereich offener Behördendaten bis 2018. Darüber hinaus setzt sich der Verein opendata.ch für die Veröffentlichung von Behördendaten ein und organisiert Veranstaltungen, bei denen OGD-Interessierte an konkreten Projekten arbeiten können.

In Deutschland gibt es mit govdata.de ebenfalls ein bundesweites Open-Data-Portal, das jedoch im Vorfeld für viel Kritik gesorgt hatte. Vor allem wurde den Initiatoren vorgeworfen, sich nicht an etablierte Standards zu halten. Die Stadt Hamburg hatte 2014 darüber hinaus ein eigenes Portal aufgelegt. In Frankreich hatte kürzlich die Staatsbahn SNCF ihre Fahrplandaten via API freigebeben.

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1 Reaktionen
UDDI für Alle
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Früher gabs mal UDDI-Server. Die wurden wohl recht leise abgeschaltet.
Ein Ziel von IBM war, das man alle Firmenbilanzen automatisch auslesen und auswerten kann.
Divide&Conquer-Unterschiedliche-Datenformate anstelle dem dafür damals vorgesehenen UDDI usw. machen es natürlich nicht einfacher.

Diese Wolfram-App basiert oft wohl auch auf öffentlichen Daten. Die müssen die aber evtl selber auswerten. Aber die Quellen stehen oft oder sogar immer dran. Leider komme ich mit der Suchsprache nicht klar.

Nicht jeder Staat arbeitet gegen die Bevölkerung und wird "völlig Überrascht" vom Tankstellen-Sterben, Strom-Rationierung und natürlich Stillegung vieler Autoproduktions-Straßen und zigtausenden (vermeidbaren) Dauer-Arbeitslosen weil die Leute dann trotz Prämien keine Benzin-Autos mehr kaufen werden wenn der Tesla-3 verfügbar sein wird. Aber an den Klimawandel glaubte ja auch keiner...

Weil Data-Journalism noch lange dauern wird und recht selten passiert, während Blogger die 0-Kiosk-Käufer-Zahl mancher Zeitschriften ausrechnen, könnten sogar korrupte Diktaturen ihre Zahlen outen und keine Verbesserung würde stattfinden...
Die Wahrheit ist da draussen und oft auch offen sichtbar. Aber die Presse ignoriert es viel zu oft.

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