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EU-Studie rät Firmen zu Open Source

    EU-Studie rät Firmen zu Open Source
Auch wenn viele Institutionen noch skeptisch sind: Eine neue EU-Studie rät Unternehmen zu Open-Source-Software. (Bild: kb-photodesign/shutterstock.com)

„Open Source? Finger weg!“, sagten diese Forscher noch in ihrer letzten Studie für die EU-Kommission. Jetzt preisen sie quelloffene Software für Unternehmen und öffentliche Verwaltungen an.

Eine neue Studie im Auftrag der EU-Kommission empfiehlt Unternehmen, quelloffene Software zu benutzen. Das Ergebnis überrascht: Vor ein paar Jahren erklärte dasselbe Forscherteam noch, Open Source zerstöre die Wertschöpfung der Software-Industrie. Zwar würde Cloud Computing durch quelloffene Programme wachsen. Bis 2020 würde die europäische Wirtschaft durch Open Source jedoch 1,3 Prozent an Wachstum einbüßen, prophezeiten die Autoren der Studie.

Open Source erfolgreicher Innovationstreiber

Die neuen Forschungsergebnisse stellen diese Annahme auf den Kopf. Die Forscher des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI und die Beratungsfirma Pierre Audoin Consultants sehen in Software mit offenem Quellcode jetzt „einen Innovationstreiber mit signifikantem kommerziellem Erfolg“, der zu einem wichtigen Teil der Softwareindustrie geworden sei. Als Erfolgsbeispiele für Open-Source-Projekte nennen die Autoren Firefox, Linux, Apache und Wordpress.

Die Studie im Auftrag der EU-Kommission sieht für Firmen große Vorteile in einer Kombination aus Cloud Computing und Open-Source-Software (Bild: okart/shutterstock.com).

Insbesondere in der Kombination aus cloudbasierter Software und Open Source-Programmen sehen die Forscher eine große Chance für europäische Unternehmen. Softwarehersteller könnten Kosten sparen, indem sie Open-Source-Komponenten für neue Produkte verwenden würden. Auch für Entwicklungen im Internet of Things gäbe es großes Spar-Potenzial. Einen weiteren Vorteil gegenüber kommerzieller Software biete Open Source auch bei der Zusammenarbeit mit anderen Firmen, sagen die Forscher. Benutzten alle Teilnehmer des Projekts die gleiche quelloffene Software, könne keiner einfach die Kontrolle an sich reißen. Sogar öffentlichen Verwaltungen legt die EU-Studie Open-Source-Software nahe.

EU-Politiker sollen mehr über Open Source lernen

Institutionen der EU nutzen in der Regel noch Microsofts Windows und Office. Der Grund: Viele EU-Politiker sehen in Open-Source-Lösungen ein Sicherheitsrisiko, so die Forscher. Gegen solche Vorurteile empfiehlt die EU-Studie Nachhilfe: Um mehr über IT zu lernen, sollten Politiker in Zukunft „digitale Bootcamps“ besuchen.

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2 Reaktionen
Lars

Der Link zur Studie zeigt auf eine lokalen Kopie der Datei:
file:///Users/ljx/Downloads/KK0417206ENN_002.pdf

Kann das bitte noch gefixt werden.

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Liske Jaax

Danke für den Hinweis. Jetzt zeigt der Link auf die Studie. Viele Grüße!

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