Open Source Hardware: Bau dir dein eigenes 67-Terabyte-Speichermonster

Der Web-Storage-Anbieter Backblaze hat die Pläne seiner selbstentwickelten Speicher-Lösung „Storage Pod“ für den Nachbau freigegeben. Jeder kann sich damit für 7.867 US-Dollar ein eigenes 67-Terabyte-Speichermonster zusammenschrauben. Im Vergleich zu kommerziellen Lösungen der großen Web-Storage-Anbieter wie Marktführer EMC oder auch Amazon ist diese DIY-Lösung eindeutig die günstigere Alternative.

Backblaze bietet seinen Kunden einen unbegrenzten Speicherplatz für 5 Dollar im Monat an. Bei diesem geringen Preis und dem großen Bedarf war den Gründern recht schnell klar, dass für sie die Anmietung von kommerziellen Speicher-Lösungen nicht in Frage kommt, da sie schlichtweg zu teuer sind. Eine eigene Lösung musste her und wurde auch schnell gefunden: Der „Backblaze Storage Pod“ war geboren.

Die Marschroute war klar definiert: Die eigene Lösung sollte aus kostengünstigen, herkömmlichen Komponenten bestehen und dabei energie- und platzsparend zugleich sein. Herausgekommen ist dabei ein linuxbasierter Server mit 67 Terabyte, der aus 45 Festplatten, vier SATA-Karten, zwei Netzteilen, einem Motherboard, 4GByte RAM sowie einem Rack mit sechs Lüftern, neun Multiplier Backplanes und einem Boot Drive besteht. Gesamtkosten: konkurrenzfreie 7.867 US-Dollar.

Die genauen Details dieser DIY-Speicher-Lösung stellt Backblaze nun in einem Blogbeitrag zur Verfügung, so dass jeder der einen entsprechenden Bedarf hat, sich sein eigenes 67-Terabyte-Speichermonster bauen kann. Klar sind umgerechnet rund 5.500 Euro noch eine Menge Geld, doch für kleine Unternehmen mit großem Speicherbedarf könnte sich eine solche Investition in die eigene Infrastruktur durchaus lohnen. Zumal dadurch auch die volle Kontrolle über die gespeicherten Daten im eigenen Haus bleibt.

backblaze cost of a petabyte chart
Kostenvergleich verschiedener Storage-Anbieter für ein PetaByte

Nach Ansicht von Om Malik von GigaOM, könnte der Storage Pod ähnliche Auswirkungen auf den Storage-Markt haben, wie es die Open-Source-Software für das Software-Geschäft hatte. Wird der Storage Pod auch außerhalb von Backblaze ein Erfolgsmodell, so könnten Storage-Anbieter wie der Weltmarktführer EMC oder der Serverhersteller Sun Microsystems die Auswirkungen durchaus zu spüren bekommen.

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4 Answers

  1. von Gleb Budman 04.09.2009 (01:53Uhr) 2.

    Vimeo link is broken.
    Uploaded Videos auf YouTube statt:
    http://www.youtube.com/watch?v=Wm7Rp5u8Q1g
    Danke

  2. von Falk Hedemann 04.09.2009 (10:51Uhr) 3.

    Danke für den Hinweis, habe Vimeo gegen YouTube getauscht.

  3. von Fallout of the Backblaze Storage Pod pos… 25.09.2009 (17:19Uhr) 4.

    [...] the Inquirer wrote, but so did news sites in Africa, Australia, Belgium, Bulgaria, China, France, Germany, Italy, Poland, Russia, and [...]

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