von , 04.06.2009

Open Source: Jolicloud – innovatives und freies Betriebssystem für Netbooks

Der Wettkampf um das optimale Netbook-Betriebssystem bekommt mit Jolicloud einen neuen Mitspieler. Das auf Ubuntu basierende Betriebssystem wurde speziell für Netbooks entwickelt und will mit der Technik von Mozilla Prism die Lücke zwischen Desktop- und webbasierten Anwendungen schließen. Jolicloud bezeichnet sich selbst auch als „Internet Operating System“, in dem zwei führende IT-Trends zusammengeführt werden: Open Source und Open Web.

Die Funktionen von Jolicloud

Jolicloud kann einfach und schnell aus dem Netz geladen werden und lässt sich auf vielen unterstützten Netbooks installieren. Vorhandene Betriebssysteme werden dabei einfach gelöscht. Als Resultat erhält man ein Netbook mit einem schlanken und auf die Hardware optimierten Betriebssystem, das sich ganz auf den primären Einsatzzweck von Netbooks konzentriert - das Internet.

Man könnte Jolicloud auch als „Social Operating System“ bezeichnen, denn gleich nach dem flotten Start stehen dem Benutzer viele Social Apps direkt über der „Homebase“ genannten Benutzeroberfläche zur Verfügung.

jolicloud application directory
Neue Anwendungen findet man im Application Directory

Mit nur einem Klick sind Webdienste wie Twitter, Facebook, Gmail, Flickr oder YouTube erreichbar. Neue Dienste und Updates werden genauso einfach mit einem Klick aus einer App-Datenbank hinzugefügt.

jolicloud dashboard notifications
Im Dashboard wird man über Aktivitäten seiner Freunde benachrichtigt

Interessant hierbei: Ähnlich wie bei vielen Social Networks kann man seinen Freunden und Bekannten folgen und erhält dann automatisch Vorschläge für neue Anwendungen, Funktionen oder Updates. Jolicloud lässt sich auch für weitere Netbooks replizieren und nutzen. Hier zahlt sich dann die Cloud als Basis des Systems aus, denn alle Daten sind immer auf dem aktuellen Stand und müssen nicht extra synchronisiert werden.

Hintergrund

Die Idee zu Jolicloud stammt von dem Netvibes-Gründer Tariq Krim, der im Sommer 2008 über eine Möglichkeit nachdachte, einen bezahlbaren Laptop zu entwickeln, dessen Verkaufspreis durch den Einsatz von kostenlosen, webbasierten Alternativ-Programmen reduziert werden sollte. Letztlich sorgte die Entwicklung auf dem Markt der Netbooks dafür, dass Krim sein Projekt auf ein Betriebssystem konzentrieren konnte, ohne sich zusätzlich um die Hardware kümmern zu müssen.

Im Dezember 2008 war Jolicloud dann bereits soweit, dass Krim auf einer Veranstaltung in Paris von TechCrunch mit einem Eee PC entdeckt wurde, auf dem schon eine erste Version von Jolicloud installiert war.

Zur Zeit befindet sich Jolicloud noch in einer geschlossenen Alphaphase und für den Download braucht man einen Einladungscode. Allerdings soll noch in diesem Jahr eine Version für alle Nutzer freigegeben werden.

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4 Antworten

  1. von Jan Christe 04.06.2009 (15:06Uhr) 1.

    Macht nen ziemlich schicken Eindruck und die Idee, "Social-Komponenten" in ein Betriebssystem zu integrieren, finde ich ich auch ziemlich smart. Leider habe ich gar kein Netbook, um Jolicloud selbst ausprobieren zu können.

    Hat sich jemand Jolicloud installiert und kann einen ersten Erfahrungsbericht abgeben?

  2. von Philipp Deutscher 04.06.2009 (16:11Uhr) 2.

    Weiß jemand, wie man einen solchen Einladungscode herankommt und/oder kann mir einen bieten?

    Ich würde mich freuen, das OS selbst mal auf meinem Netbook testen zu können

  3. von Twitter Trackbacks for Open Source: Joli… 29.08.2009 (07:32Uhr) 3.

    [...] Open Source: Jolicloud – innovatives und freies Betriebssystem für Netbooks » t3n Magazin t3n.yeebase.com/open-source-jolicloud-innovatives-freies-betriebssystem-246132 – view page – cached Der Wettkampf um das optimale Netbook-Betriebssystem bekommt mit Jolicloud einen neuen Mitspieler. Das auf Ubuntu basierende Betriebssystem wurde speziell für Netbooks entwickelt und will mit der Technik von Mozilla Prism — From the page [...]

  4. von Kevin 06.02.2010 (21:59Uhr) 4.

    Mittlerweile kann man Jolicloud über die offizielle Webseite auch ohne Einladung herunterladen.
    @Jan Christe Einen Erfahrungsbericht kann man auf http://www.keleo.de/blog/jolicloud-netbook-os.html lesen, die Installation ist einfach und das System ist auf den getesteten Netbooks wesentlich ressourcesparsamer als das vorinstallierte Windows.

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