Open-Source-Umstieg Französische Gendarmerie spart 70 Prozent durch Open Source

Falk Hedemann, 09.03.2009 - 14:09 | 6 Kommentare |  |  Teilen

Gerade durch die aktuelle Finanzkrise werden wieder einmal verschiedenste Einsparungsmöglichkeiten diskutiert. In der IT-Branche taucht dabei immer wieder die Frage auf, welche Einsparpotenziale ein Umstieg von proprietärer auf Open-Source-Software mit sich bringen würde. „Der Standard“ hat dazu ein schönes Beispiel veröffentlicht: Die französische Gendarmerie hat schon vor einigen Jahren mit dem Umstieg auf Open Source begonnen, so dass in diesem Fall verlässliche Zahlen vorliegen und man sich nicht auf vage Prognosen verlassen muss. Die Ergebnisse sind spannend - die daraus folgenden Diskussionen auch.

Ergebnisse: Beeindruckend positiv

Kurz gesagt: Das Ergebnis bei der französischen Gendarmerie ist beeindruckend positiv. Im Vergleich zum Jahr vor dem Umstieg spart die Organisation mit Open Source nun 70 Prozent der Kosten ein, prognostiziert Lieutenant-Colonel Xavier Guimard von der Gendarmerie anlässlich einer Präsentation. Dabei sei die Arbeit der im ganzen Land verteilt arbeitenden Polizisten nicht beeinträchtigt worden.

Ein wesentlicher Punkt bei den Einsparungen sind wegfallende Lizenzkosten für Microsoft durch den Umstieg auf Ubuntu und OpenOffice.org. Neue Rechner werden standardmäßig mit Ubuntu ausgestattet und auch die Bestandsrechner werden, motiviert durch die positiven Erfahrungen, vermehrt auf Ubuntu migriert. So hat die Behörde die Zahl der jährlichen Microsoft-Lizenzen von 12.000 bis 15.000 im Jahr 2004 auf gerade einmal 27 im Jahr 2005 reduziert. Alleine dadurch ergeben sich Einsparungen in Höhe von 50 Millionen Euro seit 2004.

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6 Antworten zu “Open-Source-Umstieg: Französische Gendarmerie spart 70 Prozent durch Open Source”

  1. #1 Michael Lambertz

    Man glaubt es kaum, aber ja, man kann auch mit Ubuntu professionell arbeiten. Ich nutze es seit Herbst 2007 und am Anfang war es eine Arbeitsbehinderung, genauso wie ich anfangs aber mit Windows nicht klar kam. Wie richtet man nochmal den Drucker ein? Und wo zum Teufel ist mein C:\ Laufwerk? Und und und... Heute kann ich nur noch darüber lachen, denn Linux ist als Betriebssystem logischer und einfacher. Und Ubuntu eine tolle Distribution. Und jeden Tag trink ich nen Kaffee, während meine Windows-Kollegen ihre Virendefinitions-Datenbank updaten und das System langsamer und langsamer wird. Hehe.
    Und für Webentwicklung ohnehin die einzige Lösung, ihr markenfanatischen Mac-User da draussen. Einziges Manko: die Bugs im IE7 kann man nur unter Windows testen.

  2. #2 Martin Herr

    Ich habe auch eine Weile Ubuntu benutzt (sogar auf einem iMac) und war voll zufrieden. Auf einem 2-Jahre alten HP-Laptop hatte ich trotz neuestem BIOS massiv Probleme mit dem Stromsparmodus - der Lüfter lief auf Dauerfeuer und ich habe mehrere Tage versucht das Powermanagement an den Start zu bekommen, um am Ende genervt aufzugeben :(

    Bitte nicht falsch verstehen. Ubuntu ist super. Aber ich würde mich in Zukunft vor dem Hardware-Kauf informieren, welches Gerät am Besten out-of-the-box funktioniert.

  3. #3 LinuxTag 2009: Call for Projects, Schwerpunkte und Hardwareverkauf » t3n Magazin

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  4. #4 Räuber und Gendarm: Französische Polizei spart dank Open Source - OpenSource Blog / Open Source Blog

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  6. #6 Open Source: Schweizer Open-Source-Dienstleister wehren sich gegen Microsoft-Deal » t3n Magazin

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