von , 09.03.2009

Open-Source-Umstieg: Französische Gendarmerie spart 70 Prozent durch Open Source

Hintergrund: Es begann im Jahr 2001...

screenshot vom ubuntu desktop
Screenshot vom Ubuntu Desktop

Ausgangspunkt für die Überlegung auf umzusteigen, war die Bildung einer Expertengruppe im Jahr 2001, die sich mit der Planung eines Umstiegs von Windows auf Ubuntu GNU/Linux beschäftigen sollte. Die Experten waren sich schnell einig, dass ein zukünftiges IT-System modular aufgebaut sein sollte, um für alle möglichen Einsatzzwecken flexibel anpassbar zu sein. Dies war ihrer Ansicht nach mit Open Source einfacher zu erreichen.

Ein weiterer Punkt für den Umstieg auf Open Source war der Wunsch nach einer möglichst guten Unterstützung offener Standards, die aus der Sicht der Expertengruppe nur mit Open-Source-Software zu erreichen sei. Das führte 2005 zur Einführung von OpenOffice.org als Ersatz für Microsoft Office. Im nächsten Jahr wurden dann auch Outlook durch Thunderbird und der Internet Explorer durch Mozilla Firefox ersetzt.

Spätestens mit der Ankündigung von Windows Vista wurden die Umstiegspläne zur festen Zielsetzung. Anfang 2008 veröffentlichte die Gendarmerie ihre Migrationsabsichten und sorgte damit bei Microsoft für viel Aufsehen. Insgesamt will man bis zum Ende dieses Jahres 15.000 Rechner auf Ubuntu migriert haben.

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6 Antworten

  1. von Michael Lambertz 10.03.2009 (09:07Uhr) 1.

    Man glaubt es kaum, aber ja, man kann auch mit Ubuntu professionell arbeiten. Ich nutze es seit Herbst 2007 und am Anfang war es eine Arbeitsbehinderung, genauso wie ich anfangs aber mit Windows nicht klar kam. Wie richtet man nochmal den Drucker ein? Und wo zum Teufel ist mein C:\ Laufwerk? Und und und... Heute kann ich nur noch darüber lachen, denn Linux ist als Betriebssystem logischer und einfacher. Und Ubuntu eine tolle Distribution. Und jeden Tag trink ich nen Kaffee, während meine Windows-Kollegen ihre Virendefinitions-Datenbank updaten und das System langsamer und langsamer wird. Hehe.
    Und für Webentwicklung ohnehin die einzige Lösung, ihr markenfanatischen Mac-User da draussen. Einziges Manko: die Bugs im IE7 kann man nur unter Windows testen.

  2. von Martin Herr 10.03.2009 (09:17Uhr) 2.

    Ich habe auch eine Weile Ubuntu benutzt (sogar auf einem iMac) und war voll zufrieden. Auf einem 2-Jahre alten HP-Laptop hatte ich trotz neuestem BIOS massiv Probleme mit dem Stromsparmodus - der Lüfter lief auf Dauerfeuer und ich habe mehrere Tage versucht das Powermanagement an den Start zu bekommen, um am Ende genervt aufzugeben :(

    Bitte nicht falsch verstehen. Ubuntu ist super. Aber ich würde mich in Zukunft vor dem Hardware-Kauf informieren, welches Gerät am Besten out-of-the-box funktioniert.

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