Erfahrungswerte: Kaum Schwierigkeiten
Die Aufregung im Hause Microsoft ist verständlich. Die französische Behörde ist eine der größten europäischen Behörden und könnte zum Vorbild vieler anderer staatlicher Institutionen werden. Die Folgen für Microsoft wären sicher dramatisch.
Da helfen dann auch die immer wieder von Microsoft angeführten Schwierigkeiten, die bei einem Umstieg auf Open Source angeblich entstehen sollen, nicht mehr. In der Veröffentlichung der Gendarmerie sind weder Hinweise auf technischen Schwierigkeiten zu finden, noch sind Kosten durch Schulungen des Personals angefallen. Diese beiden Punkte hatte Microsoft in der Vergangenheit immer wieder warnend verbreitet.
Diskussion: Microsofts Argumente und die Realität
Dieses "Denken" hat sich auch bei den Nutzern derart festgesetzt, dass sie die Microsoft-Argumente manchmal einfach zu übernehmen scheinen. Zu erkennen ist dies beispielsweise in den Kommentaren zum Artikel im „Standard“. Da heißt es dann unter anderem:
- „Branchensoftwarehersteller erpressen die Kunden zum Einsatz von Windows und MS Office“
- „Warum sind Firmen, die mit ihrem Geld und ihren Ressourcen (so richtig) rechnen müssen, bei Microsoft oder anderen Commercial Manufacturers? Weil die Total Cost inkl. Rollout, User- und Software-Management, am Ende des Tages, immer noch günstiger sind.“
Aber es gibt auch schöne Gegenbeispiele, in denen Nutzer bereits gemachte Erfahrungen weitergeben:
- „Und der Umstieg von Office 2003 und kleiner auf OpenOffice.org ist auch einfacher, als auf Office 2007“
- „Training? Das altbekannte und immer weniger zutreffende Argument von Microsoft. Es zielt aber auf Gewohnheiten ab, nicht auf echte Usability. Und selbst da stellt sich MS selbst das Haxerl: alles neu, alles anders, alles 'besser'. Die ganzen verkorksten und zerstreuten Einstellungen und übertriebenen Sicherheitswarnungen bei Vista können einen aber durchaus zur Weißglut bringen.“
Weitere Meinungen und Erfahrungen zum Umstieg auf Open Source Software? Hinterlasst dazu einfach einen entsprechenden Kommentar.
Bildnachweis: Celso Flores, flickr.com


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6 Answers
von Michael Lambertz 10.03.2009 (09:07Uhr) 1.
Man glaubt es kaum, aber ja, man kann auch mit Ubuntu professionell arbeiten. Ich nutze es seit Herbst 2007 und am Anfang war es eine Arbeitsbehinderung, genauso wie ich anfangs aber mit Windows nicht klar kam. Wie richtet man nochmal den Drucker ein? Und wo zum Teufel ist mein C:\ Laufwerk? Und und und... Heute kann ich nur noch darüber lachen, denn Linux ist als Betriebssystem logischer und einfacher. Und Ubuntu eine tolle Distribution. Und jeden Tag trink ich nen Kaffee, während meine Windows-Kollegen ihre Virendefinitions-Datenbank updaten und das System langsamer und langsamer wird. Hehe.
Und für Webentwicklung ohnehin die einzige Lösung, ihr markenfanatischen Mac-User da draussen. Einziges Manko: die Bugs im IE7 kann man nur unter Windows testen.
von Martin Herr 10.03.2009 (09:17Uhr) 2.
Ich habe auch eine Weile Ubuntu benutzt (sogar auf einem iMac) und war voll zufrieden. Auf einem 2-Jahre alten HP-Laptop hatte ich trotz neuestem BIOS massiv Probleme mit dem Stromsparmodus - der Lüfter lief auf Dauerfeuer und ich habe mehrere Tage versucht das Powermanagement an den Start zu bekommen, um am Ende genervt aufzugeben :(
Bitte nicht falsch verstehen. Ubuntu ist super. Aber ich würde mich in Zukunft vor dem Hardware-Kauf informieren, welches Gerät am Besten out-of-the-box funktioniert.
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