Mit der israelischen Open Source Videoplattform Kaltura könnte der Branchenprimus YouTube einen ernstzunehmenden Konkurrenten bekommen. Ernstzunehmen vor allem deshalb, weil sich die offene Plattform vielseitig verwenden lässt und durch die Zusammenarbeit mit Wikipedia bereits eine wichtige Bühne zur Darstellung der eigenen Funktionen gefunden wurde. Der Anspruch bei Kaltura ist hoch: „Leading the Open Video Revolution“.
Die jetzt anlässlich der OSCON vorgestellte Kaltura Community Edition steht unter der GNU-Affero-Lizenz und lässt sich kostenlos nutzen. Durch die Möglichkeit, Kaltura auch in offene Content Management Systeme einzubinden, und durch die Bereitstellung eines Entwicklerkits könnte sich die offene Video-Plattform schnell verbreiten. Die Einbindung in WordPress, Drupal oder MediaWiki und die Entwicklung externer Funktionserweiterungen macht Kaltura für viele Seiten interessant.
Zum Funktionsumfang der Community Edition gehört eine Client- und eine Serverkomponente, die Funktionen wie Upload von Videodaten, einfaches Bearbeiten und Verwalten der Videos oder Import aus anderen Onlinequellen bereitstellen. Auch für das Einbinden von Werbung und für Streaming gibt es bereits Lösungen.
Ebenso hat Kaltura für kommerzielle Nutzer einiges im Programm: Neben Support und Hosting wird auch ein Streaming-Service angeboten. Der Fokus liegt aber zunächst auf der Weiterentwicklung der freien Plattform, wo man sich gerade durch das Entwicklerkit und die Präsenz auf Wikipedia Chancen auf eine rege Beteiligung der Open-Source-Community ausrechnet.
Weitere Informationen zu Kaltura finden sich auch bei Freshzweinull.
















