Die Entwickler von Zimbra hatten ihre Nutzer um Feedback gebeten, um die Version 6.0 möglichst nah an deren Bedürfnisse heranzubringen. Mehrere Tausend Rückmeldungen aus der Zimbra Community sind daraufhin eingegangen, wurden ausgewertet und größtenteils umgesetzt. Herausgekommen ist eine umfangreiche Liste mit neuen Features. Neu ist beispielsweise die Möglichkeit, sich darüber benachrichtigen zu lassen, wenn ein E-Mail-Empfänger eine Mail gelesen hat und E-Mails, Kalender, Ordner oder Dokumente können nun mit anderen geteilt werden.
Die größte Neuerung ist allerdings das Widget-System. Über die sogenannten „Zimlets“ kann man der Collaboration Suite bedarfsgerecht weitere Funktionen hinzufügen, die entweder selbst entwickelt werden oder durch bereits entwickelte Zimlets aus der Galerie hinzukommen. Ein interessantes Zimlet aus der Galerie ist beispielsweise das Social Zimlet. Dieses Widget verbindet Zimbra-Nutzer mit Social Networks wie Twitter, Facebook oder Digg. Die Funktionalität ist dabei durchaus sehenswert, denn das Social Zimlet kann beispielsweise bei Twitter mit mehreren Accounts umgehen, Tweets direkt aus der Suite lesen, schreiben und retweeten, Trends anzeigen und URLs automatisch verkürzen.
Die Zimlet-Galerie ist mit über 50 Einträgen auch schon ganz gut gefüllt und es dürften schnell neue Widgets dazukommen, denn die Community besteht ja bereits aus 50 Millionen Anwendern, zu denen weltweit auch über 100.000 Unternehmen und Organisationen gehören. Gegenüber dem Vorjahr konnte Zimbra laut Manager Jim Morrisroe ein Wachstum von 165 Prozent erzielen. Dennoch scheint Yahoo ihre eigene Tochter, die man vor rund zwei Jahren für 350 Millionen US-Dollar übernommen hatte, nicht recht zu mögen und will sich möglicherweise von Zimbra trennen.







