Auf der zur Zeit in San Francisco stattfindenden "Open Source Convention" (OSCON) wurde jetzt der offizielle Start der Oben Web Foundation (OWF) bekannt gegeben. Sie soll die Entwicklung von offenen Webstandards gebündelt vorantreiben und gegen proprietären Spezifikationen verteidigen.
Die Gründung der OWF habe das Ziel, alle unterschiedlichen Technologien zur Öffnung von Plattformen in einen einheitlichen offenen Standard zu überführen. Zudem solle der Trend, zu jeder Spezifikation auch eine entsprechende Foundation zu gründen, durchbrochen werden. So erklärt es die OWF auf Ihrer Website. Damit wäre diese Foundation beispielsweise eine zentrale Anlaufstelle für alle bestehenden und neu hinzukommenden Social Networks. In den nächsten Wochen soll nun geklärt werden, wer neben den Launch-Partnern (u.a. Google, Yahoo, Facebook, MySpace, O´Reilly, Plaxo und Six Apart) noch mit an Bord kommt. Als Vorbild für die Organisation der OWF dient die Apache Software Foundation.Hintergrund
Die Social-Network-Landschaft bringt immer neue Plattformen und Anwendungen hervor und viele Nutzer sind bei diversen Diensten angemeldet. In der Regel wird dann ein Profil für den Nutzer angelegt, in dem mehr oder weniger private Informationen gespeichert werden. Die Social Networks hüteten diese Daten in der Vergangenheit wie einen Schatz, der ihnen allerdings nicht gehörte.
Kritiker forderten daher die Möglichkeit ein, diese Daten auch in andere Dienste "mitnehmen" zu können. Diese Forderung wurde in den letzten Wochen und Monaten von vielen Social Networks auch anerkannt und eine Umsetzung geplant. In der Folge entstanden eine ganze Reihe von Initiativen, die dafür sorgen wollen, dass das Web 2.0 offener wird und auch bleibt. Ob Yahoo, Facebook oder MySpace: Sie alle benutzen heute einen anderen Standard für die Data Portability - was den eigentlichen Sinn der Anstrengungen wieder ins Gegenteil verkehrt.
















